Politik

Nach Schießerei: Hauptbahnhof in München evakuiert

Lesezeit: 1 min
22.07.2016 20:19
Nach einer Schießerei in einem Einkaufszentrum würde der Münchner Hauptbahnhof evakuiert. Die Polizei sucht die Täter. Die Bürger von München wurden aufgefordert, zu Hause zu bleiben. Die Polizei spricht von Terrorverdacht.
Nach Schießerei: Hauptbahnhof in München evakuiert

Nach den Schüssen in einem Einkaufszentrum im Münchner Norden ist am Freitagabend der Hauptbahnhof der bayerischen Landeshauptstadt evakuiert worden. Die Räumung erfolge wegen eines Polizeieinsatzes, teilte die Deutsche Bahn mit. «Der Zugverkehr wurde komplett eingestellt.» Die Züge aus allen Richtungen würden vorzeitig an Bahnhöfen im Umland gestoppt.

Nach den Schüssen in einem Münchner Einkaufszentrum spricht die Polizei von einem "Terrorverdacht". Dies teilte die Pressestelle der Polizei am Abend mit.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

Nach den Schüssen in München und Berichten über mehrere Tote sind Ärzte und Schwestern zu Münchner Krankenhäusern gerufen worden. «Es wurde der Alarm Massenanfall Verletzte ausgelöst», sagte der Sprecher des Universitäts-Klinikums Großhadern, Philipp Kressirer, am Freitagabend der Deutschen Presse-Agentur. Das sei vor allem zur Vorsorge geschehen. Ob und wie viele Verletzte schon eingeliefert wurden, konnte er zunächst nicht sagen.

Nach den Schüssen in München herrscht laut dpa Unruhe und teilweise Panik in der Stadt. Nach der Sperrung des Hauptbahnhofs flüchteten Menschen über Bahngleise, wie Augenzeugen berichteten. Die Polizei rief die Menschen aus, zu Hause zu bleiben und nicht auf die Straße zu gehen.

Inzwischen wurden auch die Bürger im Landkreis München über Katwarn aufgerufen, nicht in die Stadt zu fahren.

Die dpa berichtet aus München:

Als die Schüsse in einem Münchner Einkaufszentrum bekannt werden und die Sirenen von Polizeiautos durch die Stadt dröhnen, fangen die Leute an zu telefonieren. Die Polizei mahnt die Menschen, in den Häusern zu bleiben. Doch viele sind unterwegs - und ratlos.

Der Marienplatz ist am Abend wie leer gefegt, vier Polizisten in Schutzwesten laufen mit vorgehaltener Waffe über den Platz. Einer von ihnen brüllt in den U-Bahn-Aufgang, dann laufen sie weiter.

Gerüchte von Schießeren in der Innenstadt machen sich breit, viele haben ihre Handys am Ohr. Eine junge Frau ruft ihren Freund an, er solle nach Hause kommen - weg von der Straße. Manche trauen sich aus Läden nicht mehr raus.

Am Odeonsplatz riegeln Polizisten die Straßen in die Innenstadt ab. Niemand kommt mehr rein, wer drin war, muss raus. Die Menschen rennen nicht, aber sie bewegen sich alle in eine Richtung - weg vom Zentrum. Am Stachus, gegen 19.45 Uhr, reihen sich die weiß-grünen Einsatzwagen der Polizei aneinander - hier aber gehen noch Leute auf den Platz zu.

Viele Menschen sehen besorgt aus, aber sie laufen auf den Bürgersteigen, hier hält sie niemand auf. «Ist in diese Richtung auch was?», fragt eine Frau nahe dem Königsplatz. Sie kann nicht mit der U-Bahn nach Hause. Ein junges Paar will nur weg. «Wir haben gehört, dass da auch geschossen wurde, Leute haben uns das erzählt», sagt der junge Mann. Seine Freundin sagt: «Man sollte da jetzt nicht hingehen.»

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

DWN
Ratgeber
Ratgeber Bestens geplant: Einkommensvorsorge für Beamte

Die neue Allianz Einkommensvorsorge schützt Beamte und alle, die es werden wollen, vor den finanziellen Risiken einer Berufs- oder...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Hackerangriff legt strategisch wichtige Pipeline in den USA lahm

Nach einem Cyberangriff ist der Betrieb einer der größten Benzin-Pipelines in den USA eingestellt worden.

DWN
Politik
Politik Paul-Ehrlich-Institut: Fast 50.000 aus Deutschland gemeldete Verdachtsfälle von Nebenwirkungen oder Impfkomplikationen stehen im zeitlichen Zusammenhang mit Impfungen

Das Paul-Ehrlich-Institut führt in einem Sicherheitsbericht aus, dass vom 27.12.2020 bis zum 30.04.2021 „über 49.961 aus Deutschland...

DWN
Politik
Politik Das ist die Rede von Bundespräsident Steinmeier zum 76. Jahrestag des Kriegsendes

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat anlässlich des 76. Jahrestags des Kriegsendes eine bewegende Rede gehalten.

DWN
Finanzen
Finanzen Wann werden die Zentralbanken endlich abgeschafft?

All die vielen monetären Anstrengungen der letzten Jahrzehnte waren anscheinend umsonst. Die Zentralbanken verfehlen ständig ihre Ziele...

DWN
Finanzen
Finanzen Alzheimer: So bewahren Sie Freiheit, Finanzen und Lebensqualität trotz Diagnose

Betroffene und Angehörige reagieren zuerst geschockt auf die Diagnose von Alzheimer oder anderen Demenzerkrankungen. Doch gerade in diesen...

DWN
Deutschland
Deutschland Einmalige Vermögensabgabe durch Super-Reiche könnte dem Bund 310 Milliarden Euro bescheren

Durch eine einmalige Vermögensabgabe durch Multimillionäre in Deutschland könnte der Bund 310 Milliarden Euro einnehmen, um die...

DWN
Politik
Politik Der Klimaschutz entwickelt sich zur Seifenoper: Die Aktivisten ergehen sich in hohlen Phrasen - statt tatkräftig anzupacken

DWN-Kolumnist Ronald Barazon glaubt, dass Klimaschutz notwendig ist. Aber Ergebnisse seien nicht mit Protest und Phrasendrescherei zu...

DWN
Politik
Politik Putin gedenkt Weltkriegs-Ende: Es gibt keine Vergebung für diejenigen, die „wieder aggressive Pläne pflegen“

Anlässlich des 76. Jahrestags des Sieges der Sowjetunion über Nazideutschland hat Russlands Präsident Wladimir Putin gesagt, dass es...