Politik

US-Rekord: 46 Millionen Amerikaner brauchen Essensmarken

Lesezeit: 1 min
10.10.2012 00:25
Die Benutzung von Essensmarken stieg in den USA im vergangenen Monat auf Rekordhöhe. Über 22 Millionen Haushalte meldeten letzten Monat Bedarf bei dem amerikanischen Wohlfahrtsprogramm SNAP an.
US-Rekord: 46 Millionen Amerikaner brauchen Essensmarken

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Aktuell: Schwerer Vorwurf: Griechische Polizei soll Demonstranten gefoltert haben

In den USA war der Bedarf an Wohlfahrtsleistungen noch nie so hoch wie im vergangenen Monat: über 46 Millionen Menschen haben nach Angaben des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums (Department of Agriculture) das Programm der Regierung zur Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmittel (SNAP) in Anspruch genommen. Das entspricht rund 22 Millionen Haushalten – 99.493 mehr als im Vormonat. Nach Angaben von Zerohedge war damit im Juli die Zahl der Menschen, die auf die Wohlfahrt angewiesen waren höher, als die Zahl derer, die einen Job gefunden haben.

Die amerikanische Regierung veröffentlichte diese alarmierenden Zahlen jedoch erst am Freitagabend, kurz nachdem die Börse geschlossen hatte. Die gesunkenen Arbeitslosenzahlen erreichten im Gegensatz dazu die Nachrichtenagenturen schon in den frühen Morgenstunden -  aber diese sollen vorher noch extra geschönt worden sein (mehr hier). Somit konnte sich die Regierung so entscheidenden strategischen Vorteil im Wahlkampf verschaffen und gleichzeitig die Stimmung an den Märkten entsprechend mäßigen.

Verfolgt man den Trend der letzten fünf Jahren, so zeichnet sich ein düsteres Bild der amerikanischen Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik. „Seit 2007 sind 4,5 Millionen Jobs verloren gegangen, indes wuchs die Zahl der Anträge für Essensmarken und Leistungen für Behinderte um noch nie da gewesene 21 Millionen“, berichtet Zerohedge. Diese Zahlen werden die Arbeitsmarkt- und Sozialdebatte wieder zum Aufkochen bringen und rücken die Arbeitslosenstatistik der Regierung in ein ganz neues Licht.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Eskalation bei Daimler: Betriebsrat ruft alle 170.000 Mitarbeiter zum Widerstand gegen Stellenabbau auf

Die politisch geforderte Wende zur Elektromobilität wird bei Daimler zehntausende Stellen kosten. Nun hat die Auslagerung der...

DWN
Politik
Politik „Entrechtung und Enteignung“: Sky News-Moderator rechnet mit dem „Great Reset“ ab

Der Sky News Moderator Rowan Dean sagt, dass der „Great Reset“ ein Programm sei, das darauf abzielt, uns all unsere fundamentalem...

DWN
Finanzen
Finanzen Jetzt ist es soweit: Bundesregierung erwägt Einführung eines Corona-Soli

Medienberichten zufolge erwägt die Bundesregierung, einen Corona-Soli einzuführen, um den wirtschaftlichen Schaden der Corona-Krise...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Das sind die wichtigsten Videos und Analysen zum „Great Reset“

Das World Economic Forum wörtlich: „Es ist dringend erforderlich, dass globale Interessengruppen zusammenarbeiten, um gleichzeitig die...

DWN
Finanzen
Finanzen So erfüllt sich Ihr Traum vom Eigenheim

Das Eigenheim als Altersvorsorge? Viele Deutsche träumen davon. Doch nur wenige besitzen hierzulande tatsächlich die Immobilie, die sie...

DWN
Politik
Politik Was passiert, wenn ein neues Virus aus China die Weltwirtschaft nochmal zum Stillstand bringt?

Die Umstände und Bedingungen, die den Ausbruch des Corona-Virus in China begünstigt haben, haben sich nicht verändert. Es ist möglich,...

DWN
Finanzen
Finanzen Neue Regeln kommen: Der Dax steht vor der größten Reform seiner Geschichte

Die Deutsche Börse wird am Dienstag neue Regeln für die deutschen Aktienindizes bekanntgeben. Offenbar sollen künftig auch...

DWN
Politik
Politik US-Geopolitiker Friedman: Die Gesellschaft der USA ist tief gespalten

Der US-Geopolitiker George Friedman meint, dass Joe Biden als schwacher Präsident starten werde. Denn die Gesellschaft der USA und auch...

DWN
Politik
Politik Corona-Ticker: Lockdown dürfte bis Ende Dezember verlängert werden

Während Bund und Länder auf eine Ausweitung des Lockdowns zusteuern, rufen die besonders betroffenen Branchen nach weiteren Finanzhilfen,...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Markit-Index: Eurozone schlittert zum Jahresende in die Rezession

Die Wirtschaftsleistung der Euro-Zone schrumpft zum Jahresende wieder. Besonders düster sieht es in der zweitgrößten Volkswirtschaft...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Deutsche Telekom setzt beim Glasfaser-Bau auf künstliche Intelligenz

Deutschland liegt im internationalen Vergleich beim Glasfaserbau sehr weit hinten. Die Deutsche Telekom versucht jetzt zumindest, die...

DWN
Politik
Politik Bundeswehr-Einsatz gegen türkisches Frachtschiff löst diplomatische Spannungen aus

Die Durchsuchung eines türkischen Frachtschiffes durch deutsche Soldaten am Sonntag im Mittelmeer hat ein diplomatisches Nachspiel.

DWN
Finanzen
Finanzen Nächtlicher Börsenhandel: Im Dunkeln schüren Zentralbanken die größte Finanzblase der Geschichte

DWN-Kolumnist Michael Bernegger warnt: Die Aktienmärkte sind völlig überbewertet. Deutschlands und Europas Wirtschaft und...

DWN
Finanzen
Finanzen EZB stellt Verschärfung der Negativzinsen in Aussicht

Die Europäische Zentralbank kündigt mit Blick auf ihre Sitzung im Dezember eine „gründliche Neubeurteilung“ der Lage an.