Deutsche Exporte: Einbruch bei Schwellen-Ländern

Die Exporte deutscher Unternehmen ins Nicht-EU-Ausland brachen im April um 5,7 Prozent ein. Besonders der Handel mit Russland wurde durch die Ukraine-Krise stark belastet. Die Ausfuhren dorthin gingen im ersten Quartal um 13 Prozent zurück.

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Die deutschen Unternehmen haben ihre Exporte im April dank der anziehenden Nachfrage aus Europa gesteigert. Sie erhöhten sich um 3,0 Prozent zum Vormonat, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Das Plus fiel damit doppelt so stark aus wie von Ökonomen erwartet. In den beiden Vormonaten waren die Ausfuhren noch um 1,8 und 1,3 Prozent gesunken.

Die Unternehmen verkauften Waren im Wert von 93,8 Milliarden Euro ins Ausland und damit 0,2 Prozent weniger als im April 2013. Dabei legten die Exporte in die EU-Länder, die nicht Teil der Euro-Zone sind, mit 6,9 Prozent am stärksten zu. Dazu gehören osteuropäische Staaten wie Polen sowie Großbritannien. Die Ausfuhren in die Euro-Zone wuchsen um 2,7 Prozent.

Die Exporte außerhalb der EU – wozu die USA, aber auch große Schwellenländer wie China und Russland zählen – fielen dagegen um 5,7 Prozent. „Die Entwicklung der Schwellenländer macht uns Sorgen“, sagte Treier. „Da ist die Luft raus im Moment.“ Russland etwa – lange der am schnellsten wachsende Auslandsmarkt für deutsche Exporteure – steht wegen der Ukraine-Krise vor einer Rezession. Sie löste eine Kapitalflucht und Sanktionen des Westens aus. Die deutschen Exporte dorthin brachen im ersten Quartal um 13 Prozent ein.

Von Januar bis April übertrafen die Exporte ihr Vorjahresniveau um 2,2 Prozent. Der Branchenverband BGA rechnet im Gesamtjahr mit einem Wachstum von drei Prozent, nachdem die Ausfuhren 2013 noch leicht geschrumpft waren. Die Nachfrage nach Waren „Made in Germany“ zog zuletzt spürbar an: Die exportabhängige Industrie erhielt im April 5,5 Prozent mehr Aufträge als im Vormonat.

Die Importe stiegen im April um 0,1 Prozent zum Vormonat. Analysten hatten hier ein Plus von 0,6 Prozent erwartet. Der Handelsüberschuss – die Differenz zwischen Aus- und Einfuhren – lag saison- und kalenderbereinigt bei 17,7 Milliarden Euro. Er fiel damit um rund 2,5 Milliarden Euro größer aus als erwartet.

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