Zu viel Fast-Food: Fettleibigkeit steigt in Deutschland

 

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15.05.2015 13:54
Die deutschen Kliniken behandeln deutlich mehr fettleibige Patienten: Innerhalb von fünf Jahren haben sich die Fälle krankhaften Übergewichts verdoppelt. Experten fordern mehr Sportunterricht und Aufklärung in Schulen.
Zu viel Fast-Food: Fettleibigkeit steigt in Deutschland

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Wegen der starken Zunahme krankhaften Übergewichts in Deutschland fordert ein Experte, mit der Prävention bereits in der Schule zu beginnen. Experte Thomas Hulisz, Leiter des Adipositas-Zentrums in Bochum, rät deshalb zu mindestens fünfmal die Woche Sport für Kinder. Auch das Thema Ernährung käme im Unterricht zu kurz, kritisierte Hulisz. „An Aufklärung und Bildung passiert noch zu wenig.“ An diesem Samstag ist der Europäische Adipositas-Tag.

Die Zahl der stationär behandelten Patienten mit der Diagnose Adipositas, also Fettleibigkeit, steigt bundesweit seit Jahren. So hat sie sich allein in Nordrhein-Westfalen innerhalb von fünf Jahren von rund 1800 (2008) auf 3600 (2013) verdoppelt, wie das Statistische Landesamt am Freitag in Düsseldorf mitteilte.

Ein Mensch gilt als fettleibig, wenn der Wert seines Body-Mass-Indexes (BMI) über 30 liegt. Adipositaspatienten haben ein deutlich erhöhtes Risiko für Bluthochdruck, erhöhte Cholesterinwerte, Diabetes, Herzschwäche oder Fettleber. Eine ganzheitliche Behandlung durch Ärzte, Therapeuten und Psychologen dauert nach Angaben von Hulisz mindestens ein Jahr.


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