Politik

Unversöhnlich und kalt: Zerstört Angela Merkel die EU?

Lesezeit: 1 min
12.07.2015 15:38
Angela Merkel hat bei ihrer Ankunft in Brüssel verkündet, es werde keine Einigung um jeden Preis geben. Die Kanzlerin weiß nicht, wovon sie spricht: Der totale Zusammenbruch Griechenlands ist ein Preis, den zu zahlen nicht im Ermessen einer einzigen, uneinsichtigen Politikerin Europas liegen kann.
Unversöhnlich und kalt: Zerstört Angela Merkel die EU?

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

Angela Merkels erste Wortmeldung (siehe Video) nach dem Kollaps der Verhandlungen der Euro-Finanzminister zeugt von einem gewissen Todestrieb:

Reuters meldet:

15.18 Uhr - Bundeskanzlerin Angela Merkel erwartet "extrem schwierige" Verhandlungen der 19 Euro-Regierungsschefs über die Frage, ob Verhandlungen über ein drittes Griechenland-Hilfspaket aufgenommen werden sollen. Eine Einigung um jeden Preis werde es nicht geben.

Merkel sagte, die wichtigste Währung sei verloren - das Vertrauen. Es müsse eine Lösung geben, die mit den Prinzipien der EU vereinbar sei.

Ganz anders klang der griechische Premier Tsipras: Die Staatschefs der Euro-Zone schuldeten Europa einen Kompromiss. Griechenland sei bereit zu einer Einigung.

Auch andere Staatschefs scheinen kapiert zu haben, worum es geht: Der slowenische Regierungschef Miro Cerar sagte, man sollte Griechenland im Euro halten - wenngleich Athen seine Versprechungen einhalten muss. Der Luxemburger Außenminister Jean Asselborn sagte, ein Grexit würde zur Katastrophe führen.

Die Italiener sind empört über Merkel und wollen ihr heute die Leviten lesen.

Auf dem Tisch liegt ein verschärftes Austeritäts-Programm. Man will dem Patienten auf dem Sterbebett Zyankali reichen.

Der ganz und gar nicht linksextreme Wirtschaftsdienst Bloomberg kommt damit zu dem selben Ergebnis wie Gregor Gysi: Er hatte Merkel in seiner brillanten Rede im Bundestag prophezeit, sie werde, wenn sie so weitermache, als die Zerstörerin des Euro in die Geschichte eingehen.

Bloomberg zeigt, warum Merkel von Wirtschaft nichts versteht, und wie sie mit der Attitüde der Zuchtmeisterin Europas die EU in den Abgrund führen könnte. Die lesenswerte, knallharte Bloomberg-Analyse in einer Zusammenfassung - hier.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Politik
Politik Der Konzern-Sozialismus kommt: „Great Reset“ ist das Todesurteil für den deutschen Mittelstand

Die Ziele im Rahmen des „Great Reset“ und der Pandemie bedrohen vor allem den deutschen Mittelstand. Über 99 Prozent aller Unternehmen...

DWN
Politik
Politik Von Diktatoren umzingelt: Wann zerbricht in Europa die Demokratie?

In Europas Peripherie herrschen Diktatoren: Aber auch auf unserem so stabil scheinenden Kontinent steht die Demokratie im Feuer, schreibt...

DWN
Finanzen
Finanzen Vermeiden Sie diese 7 Fehler beim Aktienkauf

Fehler kosten an der Börse oftmals viel Geld. Privatanleger, die zum ersten Mal mit Aktien handeln, treten meistens in dieselben...

DWN
Politik
Politik Die Feinde von Byzanz: Putin vergleicht NATO und USA mit Kreuzfahrern

Russlands Präsident Putin hat angesichts der jüngsten Spannungen mit der NATO einen historischen Vergleich gezogen. Es dürfe niemals...

DWN
Finanzen
Finanzen Europa nach Corona: Werden die hohen Schulden eine nachhaltige Erholung bremsen?

Kann Europas Wirtschaft trotz der hohen Schuldenbelastung nach Corona wieder durchstarten? Der Chefvolkswirt der IKB Bank, Klaus Bauknecht,...

DWN
Finanzen
Finanzen In der Eurozone zirkulierende Geldmenge steigt weiter rasant an

Die in der Eurozone zirkulierende Geldmenge steigt weiter stark an. Offenbar decken sich die Bürger insbesondere mit Bargeld und schnell...

DWN
Deutschland
Deutschland Bundesbehörde behauptet nun: Vogelgrippe in Norddeutschland konnte sich durch Menschen verbreiten

Dem Friedrich-Loeffler-Institut zufolge, das eine selbstständige Bundesoberbehörde des Bundesministeriums für Ernährung und...

DWN
Finanzen
Finanzen Erster Euro-Zentralbankchef fordert offen noch stärkere Anleihekäufe durch die EZB

Griechenlands Notenbankchef Yannis Stournaras wagt sich aus der Deckung. Er fordert von der EZB ein noch stärkeres Gelddrucken, um den...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Großkonzerne verdrängen mit E-Autos und Vernetzung die kleinen Werkstätten

Zu den Verlierern von E-Mobilität und Digitalisierung gehören auch die freien Werkstätten. Die Autohersteller und ihre...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Das Ringen um die wichtigste Region der Welt - Teil 1

In Südostasien treffen geopolitische, wirtschaftliche und militärische Strategien von Amerikanern und Chinesen direkt aufeinander. Die...

DWN
Deutschland
Deutschland Reiseveranstalter sehen nur eine Rettung: Den digitalen Impfpass

Die deutsche Reisebranche will im Sommer endlich wieder höhere Umsätze machen. Sie setzt dabei auf den digitalen Impfpass, den alle...

DWN
Politik
Politik Lecker Essen und Geld-Spenden: Spahn beim Dinner während der Corona-Einschränkungen

Am 20. Oktober 2020 nahm Jens Spahn an einem Dinner mit mehreren Gästen teil, bei dem nach „BILD“-Informationen Geld-Spenden für ihn...

DWN
Politik
Politik Great Reset: Ansichten von SPD-Chefin Esken decken sich mit der Agenda des Weltwirtschaftsforums

Fleischverzicht, eine drastische Reduzierung von Flügen und weitere Maßnahmen sollen laut SPD-Chefin Saskia Esken gut sein, um das Klima...

DWN
Deutschland
Deutschland Bundesregierung schwört Bevölkerung auf fortgesetzten Lockdown ein

Die Mehrheit der Deutschen plädiert für Lockerungen, doch die Bundesregierung und ihre Experten halten dagegen und schließen ein...