Politik

Neue Allianz: Russland holt die UN für Syrien an Bord

Lesezeit: 1 min
14.10.2015 01:29
Russland hat den UN-Sonderbeauftragten für Syrien, Staffan de Mistura, nach Moskau zu Gesprächen eingeladen. Dieser sieht durch die russische Intervention eine neue Lage und drängt auf eine politische Lösung. Auch Putin will eine solche.

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Der UN-Sonderbeauftragte für Syrien, Staffan de Mistura, hat bei einem Gespräch mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow in Moskau den Einsatz Russlands in Syrien dahingehend beurteilt, dass die Intervention „die gesamte Dynamik der Situation verändert“ habe. De Mistura sagt, dass ein militärischer Aufmarsch allein jedoch nicht ausreiche: „Während es nun eine Beschleunigung der militärischen Aktivitäten gibt, sollte es auch eine Beschleunigung auf der politischen Ebene geben.“

Lawrow sagte laut Bloomberg, dass er dem UN-Gesandten völlig zustimme: „Es gibt keine militärische Lösung für diesen Konflikt. Aber der Kampf gegen den Terror ist etwas anderes und dieser kennt keine nationalen Grenzen.“

Russland hat seine Bereitschaft erklärt, eine Konferenz in die USA zu schicken, um eine politische Lösung für Syrien auszuarbeiten.

Die Einbeziehung der UN ist ein geschickter Schachzug der Russen: Viele Länder sehen die Uneinigkeit der beiden Supermächte USA und Russland mit Missfallen. Denn beide sind offenbar bereit, auf eigene Faust in fremden Territorien zu intervenieren. Allerdings hatte Russland betont, in Syrien erst auf Ersuchen von Präsident Baschar al Assad tätig geworden zu sein. Auch im Irak will Russland erst militärisch eingreifen, wenn die Regierung Moskau darum bittet.

Tatsächlich fürchten viele Nationen die Strategie der US-Neocons, mit einem „regime change“ andere Staaten zu destabilisieren. Erst am Dienstag wurde bekannt, dass die USA offenbar geplant hatten, den bolivianischen Staatspräsidenten Evo Morales zu ermorden. Der lateinamerikanische Sender TeleSUR berichtet, dass die bolivianische Regierung eine offizielle Untersuchung der Vorwürfe eingeleitet habe. Die USA bestreiten derartige Pläne.


Mehr zum Thema:  

DWN
Unternehmen
Unternehmen Baubranche: Unternehmen müssen ihren Mitarbeitern künftig mehr zahlen
16.06.2024

Der Tarifkonflikt im deutschen Bauhauptgewerbe ist gelöst. Ein neuer Tarifvertrag sieht eine dreistufige Lohnerhöhung und die...

DWN
Politik
Politik Krankenhaus-Reform: Weiß der Gesundheitsminister, wohin er das Land lenkt?
16.06.2024

Viel zu teuer, die Versorgung unsicher. Das deutsche Gesundheitssystem steht vor dem Kollaps, nachdem 20 Jahre die Krankenhäuser im Lande...

DWN
Politik
Politik Der betagte Präsident? Joe Bidens Zustand beim G7-Gipfel sorgt für Gesprächsstoff
15.06.2024

Das Alter von Joe Biden spielt eine zentrale Rolle im US-Präsidentschaftswahlkampf. Auch beim G7-Gipfel in Italien wird über seinen...

DWN
Politik
Politik Inflationsausgleichsprämie: Bis zu 3.000 Euro steuerfrei - wer bekommt sie tatsächlich?
15.06.2024

Seit dem 26. Oktober 2022 können Arbeitgeber ihren Beschäftigten steuer- und abgabenfrei einen Betrag bis zu 3.000 Euro gewähren. Das...

DWN
Politik
Politik Unser neues Magazin ist da: Das neue digitale Gesundheitswesen – Fluch oder Segen für Deutschland?
15.06.2024

Das deutsche Gesundheitssystem kriselt. Lauterbachs Krankenhausreform ist womöglich nicht der Ausweg, stattdessen könnte eine umfassende...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Deutsche Weinbauern reüssieren im Export - starke Nachfrage aus China 
15.06.2024

Deutschland ist berühmt für seine vorzüglichen Riesling-Weine. Das wird auch international anerkannt. Und es scheint so, als ob...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung bedrohen den ehrlichen Mittelstand: Welche Lösungen gibt es?
15.06.2024

Der Zoll geht aktuell deutschlandweit gegen Schwarzarbeit vor - und das ist dringend notwendig: Deutschen Unternehmen gehen jährlich 300...

DWN
Politik
Politik Deutsche Investitionen bedroht: Würth äußert sich besorgt über AfD-Erfolg
15.06.2024

Der Unternehmer Reinhold Würth äußerte Enttäuschung über das Abschneiden der AfD bei der Europawahl, insbesondere in Künzelsau, wo...