Politik

Flüchtlinge: Dänische Fähr-Gesellschaft legt bei EU Beschwerde gegen Schweden ein

Lesezeit: 1 min
30.12.2015 02:39
Wegen der Kosten durch Personenkontrollen in der Flüchtlingskrise hat eine dänische Fährgesellschaft bei der EU-Kommission gegen Schweden Beschwerde eingelegt.

Mehr zum Thema:  
Europa >
Benachrichtigung über neue Artikel:  
Europa  

Das Unternehmen HH Ferries Group, das die Fährlinie zwischen Helsingör in Dänemark und Helsingborg in Schweden bedient, gab am Dienstag die Beschwerde wegen Verstoßes gegen den Wettbewerb bekannt. Die Personenkontrollen, die am 4. Januar starten sollen, werden von der schwedischen Regierung wegen des großen Flüchtlingsandrangs verlangt.

Der Chef der Fährgesellschaft, Henrik Rörbaek, ging von Kosten in Höhe von umgerechnet 13.400 Euro täglich für sein Unternehmen aus. Dagegen habe der Konkurrent, der Betreiber der Öresund-Brücke zwischen Kopenhagen und Malmö in Schweden, keine Kosten zu tragen. Das Konsortium, das die Brücke betreibt, ist ein Joint-Venture mit Beteiligung des schwedischen Staates.

Rörbaek sagte der Nachrichtenagentur AFP, er wolle klarstellen, dass er nicht gegen die Personenkontrollen sei. Die vorgesehenen Kontrollen würden aber "die Wettbewerbsregeln verletzen". Die dänische Bahngesellschaft hatte am Montag damit gedroht, einen Zusatzbeitrag von den Passagieren wegen der Kosten für die Personenkontrollen zu erheben.

Der Flüchtlingsandrang ist schon länger ein Streitpunkt zwischen Dänemark und Schweden. Dänemark hat nur wenige Flüchtlinge aufgenommen und versucht etwa durch die Androhung der Beschlagnahmung von Wertgegenständen und Schmuck die Menschen aus dem Land fernzuhalten. Schweden hingegen ist das Land, das in der EU gemessen an der Einwohnerzahl die meisten Flüchtlinge aufgenommen hat. Allein in diesem Jahr kamen mehr als 160.000 Flüchtlinge nach Schweden.


Mehr zum Thema:  
Europa >

DWN
Politik
Politik Attentat auf Trump: Was wir wissen und was noch unklar ist!
14.07.2024

Das Attentat auf den Ex-Präsidenten Trump hat die USA tief erschüttert. Die Ereignisse überschlagen sich, und viele Fragen bleiben...

DWN
Finanzen
Finanzen Zinswende: Wo gibt es noch Zinsen von über 4 Prozent?
14.07.2024

Die Geschäftsbanken senken bereits seit Monaten die Tages- und Festgeldzinsen. Wo erhalten Sparer noch die höchsten Renditen für relativ...

DWN
Politik
Politik Trump-Attentat: Schüsse bei Wahlkampfauftritt und die Sorge vor einer Gewaltspirale
14.07.2024

Wahlkampfauftritt von Donald Trump in Pennsylvania. Plötzlich fallen Schüsse, am Ohr des Ex-Präsidenten ist Blut, ein Attentat! Die...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Die Abhängigkeit der deutschen Wirtschaft von Big Tech in der Cloud
14.07.2024

Die digitale Transformation hat in den letzten Jahren einen enormen Schub erfahren, und die Cloud-Technologie spielt dabei eine zentrale...

DWN
Panorama
Panorama Schutz vor Vogelgrippe: Wie gut ist Deutschland auf die nächste Pandemie vorbereitet?
14.07.2024

Virologen sehen das Vogelgrippevirus H5N1 als potenziellen Pandemie-Kandidaten. Was das für Deutschland bedeutet und warum Experten...

DWN
Politik
Politik Der letzte Diktator Europas? Lukaschenko feiert 30 Jahre im Amt und 70. Geburtstag
14.07.2024

Seit drei Jahrzehnten lenkt Alexander Lukaschenko, der als letzter Diktator Europas gilt, die Geschicke von Belarus. In diesem...

DWN
Technologie
Technologie Der schwierige Verzicht auf chinesische Technologie im 5G-Netz - eine Kurzanalyse
14.07.2024

Die Bundesregierung und die deutschen Mobilfunknetzbetreiber haben sich nach langen Diskussionen auf einen umfassenden Ausschluss...

DWN
Panorama
Panorama Forscher raten zu Lehren aus schweren Radunfällen auf Landstraßen
14.07.2024

Im Verkehr sind immer mehr Radfahrer unterwegs - und es gibt mehr Unfälle. Auch auf dem Land. Was tun?