Politik

USA: Cartoonist wegen kritischer Saatgut-Karikatur gefeuert

Lesezeit: 1 min
11.05.2016 00:04
Ein US-Cartoonist muss nach 21 Jahren seinen Arbeitsplatz räumen. Er hatte eine Karikatur veröffentlicht, die die US-Agrar-Konzerne Monsanto und Dupont kritisiert.
USA: Cartoonist wegen kritischer Saatgut-Karikatur gefeuert
Die Monsanto-kritische Karikatur aus Farm News. (Screenshot)

Mehr zum Thema:  
USA >
Benachrichtigung über neue Artikel:  
USA  

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

Der US-amerikanische Cartoonist Rick Friday wurde von seinem Arbeitgeber „Farm News“ gefeuert, berichtet die New York Times. Er hatte zuvor eine Karikatur gezeichnet, die die US-Agrarkonzerne Monsanto, Dupont und Pioneer kritisiert. Sein Cartoon zeigt einen US-Farmer, der einem anderen Farmer sagt: „Ich wünschte die Landwirtschaft würde mehr Profit abwerfen“. Darauf antwortet der andere Farmer mit den Worten: „Das tut sie doch. Im Jahr 2015 haben die Vorstandsvorsitzenden von Monsanto, Dupont, Pioneer und John Deere zusammen mehr verdient als 2129 Landwirte in Iowa“.

U.S. Uncut leakte die E-Mail-Korrespondenz zwischen Friday und seinem Chef.

Fridays Chef: „Du kannst es glauben, oder nicht. Die mehr als 20-jährige Zusammenarbeit zwischen Farm News und dir ist vorbei. Heute wurde ich angewiesen, keine Cartoons mehr von dir zu nehmen. Der letzte hat für einen Shitstorm gesorgt, den ich nicht nachvollziehen kann. Einige Agrarmultis sind der Meinung, dass man sie nicht kritisieren oder Späße über sie machen darf. Die Karikatur führte auch dazu, dass ein Saatguthändler seine Werbeanzeigen bei Farm News storniert hat.“

Friday hat nach eigenen Angaben 21 Jahre für Farm News gearbeitet. Er hat über 1.090 Karikaturen veröffentlicht und erreichte damit wöchentlich mehr als 24.000 Haushalte in 33 Bezirken von Iowa.

*** Bestellen Sie den täglichen Newsletter der Deutschen Wirtschafts Nachrichten: Die wichtigsten aktuellen News und die exklusiven Stories bereits am frühen Morgen. Verschaffen Sie sich einen Informations-Vorsprung. Anmeldung zum Gratis-Newsletter hier. ***

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  
USA >

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Rüstungskonzern: Artilleriemunition wird im Westen knapp

Einem bedeutenden Rüstungskonzern zufolge leeren sich die Bestände an Artilleriemunition im Westen schnell. Erste konkrete Folgen...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Indien und China beteiligen sich nicht an Ölpreis-Deckel

Indien und China werden sich nicht an die von der EU und anderen Staaten beschlossene Ölpreis-Obergrenze halten.

DWN
Politik
Politik Zarte Entspannungssignale im Ukraine-Krieg

Seit einigen Tagen schlagen die involvierten Seiten konziliantere Töne an – besonders Frankreich bemüht sich um Ausgleich. Vorboten...

DWN
Politik
Politik 3,8 Billionen Dollar für eine wirkungslose Energiewende?

Der Großbank Goldman Sachs zufolge wurden in den letzten zehn Jahren fast vier Billionen Dollar weltweit in die Energiewende gesteckt -...

DWN
Politik
Politik Warnschüsse auf beiden Seiten: Spannungen auf der koreanischen Halbinsel verschärfen sich

An der Grenze zwischen Südkorea und dem Norden verschärfen sich die Spannungen. Beide Seiten intensivieren Schießübungen und...

DWN
Politik
Politik EU beschlagnahmt Milliardenreserven der russischen Zentralbank

Die EU hat Milliarden Devisenreserven der russischen Zentralbank eingefroren. Zusammen mit den beschlagnahmten Milliarden russischer...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Konkurrenten oder Partner? USA importieren mehr Güter aus China als je zuvor

Die wirtschaftlichen Daten sprechen eine andere Sprache als die Kriegsrhetorik. Nie zuvor haben die USA so viele Güter aus China...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Immobilien: Der globale Markt steuert auf einen Abschwung zu

Der durch die Pandemie ausgelöste Immobilienboom erreichte Ende 2021 seinen Höhepunkt. Ein Jahr später erleben wir den stärksten...