In Europa: Obama warnt vor „plumpem Nationalismus“

US-Präsident Barack Obama hat in Griechenland von Nationalismus gewarnt und die EU zur Einheit aufgerufen.

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Zum Auftakt seiner Abschiedsreise durch Europa hat US-Präsident Barack Obama vor jeder Art von „plumpen Nationalismus“ gewarnt. In Athen rief er die Europäische Union am Dienstag zur Einheit auf und hob die Bedeutung der transatlantischen Beziehungen und der Nato hervor. Zuvor hatte der scheidende Staatschef Bundeskanzlerin Angela Merkel, die er am Donnerstag in Berlin treffen will, als seine engste Verbündete in der Welt bezeichnet.

Eine Woche nach dem Sieg von Donald Trump bei den US-Präsidentenwahlen warnte der Amtsinhaber bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem griechischen Regierungschef Alexis Tsipras: „Wir müssen wachsam sein gegenüber einer Zunahme einer plumpen Art von Nationalismus.“ Er wandte sich gegen die Propagierung einer Weltsicht, die „rings um ein ‚wir‘ und ‚die‘ aufgebaut ist“.

„Wir wissen, was passiert ist, als Europa sich entzweit hat: Das 20. Jahrhundert war ein Blutbad“, fuhr Obama fort und warb inständig für „ein starkes, wohlhabendes und geeintes Europa“. Dieses sei „nicht nur gut für das europäische Volk, sondern auch gut für die Welt und gut für die USA“, sagte der US-Präsident.

Zugleich versuchte der Gast aus Übersee, den europäischen Partnern die Sorgen vor einem außenpolitischen Rückzug der Vereinigten Staaten unter seinem Nachfolger zu nehmen. Die Allianz zwischen Europa und den USA sei „der Eckpfeiler unserer gemeinsamen Sicherheit und des Wohlstands“. Die Nato sei „unerlässlich“ für die Interessen der USA, sagte der Präsident bei einem Treffen mit dem griechischen Staatschef Prokopis Pavlopoulos. Das gelte unabhängig davon, wer im Weißen Haus sitze.

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