Australien verschärft Kampf gegen das Bargeld

Australien intensiviert den Feldzug gegen Münzen und Scheine. Das Finanzministerium sieht die Zukunft in einer bargeldlosen Gesellschaft.

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In Australien mehren sich Stimmen, die für eine Abschaffung oder Eingrenzung von Bargeld eintreten. Vor wenigen Tagen erklärte die Schweizer Großbank UBS, dass die Abschaffung der australischen 100-Dollarnote und 50-Dollarnote „gut für die Wirtschaft und die Banken ist“, berichtet der Finanzblog Sovereign Man.

Die amerikanische Großbank Citigroup hatte kürzlich erklärt, dass sie in einigen ihrer Filialen in Australien ab sofort kein Bargeld mehr akzeptieren werde.

Im Februar des laufenden Jahres veröffentlichten Beamte des australischen Finanzministeriums im Sydney Morning Herald eine Serie von Artikeln, in denen beschrieben wurde, dass die Abschaffung von Bargeld „Milliarden einsparen“ würde und dass der „Weg hin zu einer bargeldlosen Gesellschaft der nächste Schritt für den australischen Dollar“ sei.

Viele Beobachter gehen davon aus, dass der Kampf gegen das Bargeld – welcher auch in Europa Anhänger findet und bereits zur Abschaffung des 500-Euro-Scheins geführt hat – ganz andere Gründe hat, als in der Öffentlichkeit kommuniziert wird. Bargeld erlaubt es Sparern nämlich, ihre Guthaben aus dem Geldkreislauf der Banken herauszuziehen. Eine vollumfängliche Anwendung von Negativzinsen durch die Zentralbanken wird dadurch verhindert. Solange die Bürger also über die Möglichkeit verfügen, ihre Ersparnisse in bar von den Konten abzuheben, sind die Möglichkeiten der finanziellen Repression durch die überschuldeten Staaten in Form von Sonderabgaben und Negativzinsen begrenzt.