Volkswagen hofft auf schnelle Lösung der Krise in Katar

Der Konflikt um Katar betrifft auch Volkswagen: Der Staatsfonds von Katar ist größer Shareholder bei VW.

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Ein Volkswagen vom Typ Touareg im Jahr 2012 vor der Skyline von Doha in Katar. (Foto: dpa)

Ein Volkswagen vom Typ Touareg im Jahr 2012 vor der Skyline von Doha in Katar. (Foto: dpa)

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Der Staatsfonds Qatar Investment Authority (QIA) hält etwa 17 Prozent am VW-Konzern im Wert von 11,7 Milliarden Dollar. Nach Angaben von Bloomberg ist die QIA damit der größte Anteilseigner von VW. Das ist die zweitgrößte börsennotierte Beteiligung der QIA nach ihrer etwa 52-prozentigen Beteiligung an der Qatar National Bank QPSC. Ein Sprecher von VW sagte den Deutschen Wirtschafts Nachrichten, dass der Konzern die Entwicklungen in Katar beobachte. Angaben zu den Investoren könne VW nicht machen. Der Sprecher wörtlich: „Wir beobachten die aktuelle Entwicklung und hoffen auf eine schnelle Lösung des Konflikts.“

Zudem sagte ein Sprecher der Deutschen Bank den Deutschen Wirtschafts Nachrichten, dass „zwei Linien der Königsfamilie“ – und weder die QIA noch Katar als Staat – jeweils 3,05 Prozent an der Deutschen Bank halten würden. Arab Finance berichtet, dass es sich bei den Anteilseignern um Scheich Hamad bin Jassim bin Jaber Al-Thani und seinen Cousin Hamad bin Khalifa Al-Thani handeln würde, die die Anteile über Vehikel Paramount Services und Supreme Universal halten. Auf Nachfrage, wie sich die aktuellen Ereignisse in Katar auf die Investitionen Katars bei der Deutschen Bank auswirken könnten und wie wichtig Katar als Investor bei der Deutschen Bank ist, sagte der Sprecher der Deutschen Bank: „Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihre Fragen nicht kommentieren möchten.“

Nach Angaben des Qatar Tribune ist der bilaterale Handel zwischen Deutschland und Katar in den ersten beiden Quartalen 2016 um 33 Prozent gestiegen. „Katar engagiert sich bei der von Privatunternehmen im Land. Wir wollen auch verschiedene Projekte im Rahmen des Public Public Partnership (PPP)-Modells (…) im Zusammenhang mit der WM 2022 starten (…). Wir brauchen das Fachwissen deutscher Unternehmen, um solche Projekte durchzuführen“, so der Vorsitzende der Qatari Business Association, Sheikh Faisal Bin Qassim al Thani.“

Nach Angaben der Deutsch-Emiratischen Industrie- und Handelskammer belaufen sich die katarischen Investitionen in die deutschen Technologie-, Banken- und Automobilsektoren auf 25 Milliarden Dollar. „Deutschland ist ein wichtiger Partner für Katar und die deutsche Wirtschaft ist die stärkste in Europa. Die laufenden Projekte der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2022 lockten viele deutsche Unternehmen an, um an diesen Mega-Projekten teilzunehmen. Über 200 deutsche Unternehmen sind in Katar tätig“, so Bin Jassim al-Thani.

Die deutsche Botschaft in Doha berichtet, dass 64 deutsche Unternehmen Repräsentanzen in Katar hätten. Darunter befänden sich die Allianz, Audi, die Deutsche Bank, BMW, Siemens, Thyssen Krupp, Solar World und Wintershall.

Anfang Mai 2017 hatte die staatliche Qatar General Water & Electricity an Siemens einen Großauftrag zur Erweiterung des Stromübertragungsnetzes im Wert von 861 Millionen Dollar vergeben. „Siemens engagiert sich für die Bereitstellung zuverlässiger und innovativer Produkte für dieses ehrgeizige Projekt, das dem wachsenden Strombedarf in einem sich schnell entwickelnden Land gerecht werden wird“, zitiert Power Engineering International Ralf Christian von Siemens. Die QIA hält 21 Prozent der Anteile an Siemens, so NBC News.

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