CIA-Direktor: Keine unmittelbare Gefahr eines Atomkriegs mit Nordkorea

CIA-Direktor Mike Pompeo sieht in Nordkorea keine Anzeichen einer unmittelbaren Gefahr eines Atomkriegs.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic

Der Chef des US-Geheimdienstes CIA, Mike Pompeo, hat keine unmittelbaren Erkenntnisse, dass es zu einem Atomkrieg mit Nordkorea kommen könnte. Pompeo sagte in einem Interview mit Chris Wallace von Fox News: „Wir haben keine geheimdienstlichen Erkenntnisse, dass wir uns an der Schwelle zu einem nuklearen Krieg befinden.“ Die CIA sei über die Lage in Nordkorea gut informiert. Sie habe keine Hinweise, dass eine „unmittelbare“ Gefahr eines Atomkriegs bestehe.

Pompeo sagte, er halte den nordkoreanischen Führer Kim Jong Un für „rational“. Er merke, dass er isoliert sei, und werde sich entsprechend verhalten. Pompeo sagte, es sei ein großer Erfolg der US-Regierung gewesen, im UN-Sicherheitsrat die Zustimmung von Russland und China zu einer Verschärfung der Sanktionen gegen Nordkorea erhalten zu haben.

Pompeo sagte: „Ich bin einigermaßen sicher, dass er versuchen wird, mit seinem Raketenprogramm weiterzumachen.“ Deshalb würde ihn ein weiterer Raketentest nicht wundern, nachdem das kommunistische Land bereits zwei solcher Tests im Juli vorgenommen hatte. Er sei jedoch überzeugt, dass die harsche Rhetorik von US-Präsident Donald Trump von der Führung in Nordkorea verstanden würde.

Auch der Sprecher der Neocons im Senat, Lindsey Graham, sagte auf Fox, dass er die Strategie Trumps für richtig halte. Die koreanische Halbinsel müsse atomwaffenfrei bleiben. Auch die chinesische Führung habe dies verstanden. Als wichtigster Handelspartner Nordkoreas müsse China dafür sorgen, dass Nordkorea keine Atomwaffen herstellen und einsetzen dürfe, um so die Gefahr eines Atomkriegs zu bannen.

Auch Außenminister Rex Tillerson und Verteidigungsminister James Mattis betonten am Sonntag, dass die US-Regierung nicht auf einen Krieg mit Nordkorea aus seien: „Die USA sind bereit, mit Pjöngjang zu verhandeln“, schrieben die beiden Minister in einem gemeinsamen Gastbeitrag für das Wall Street Journal.