Ost-Ghouta: Söldner hindern Zivilisten am Verlassen der Kampfzone

 

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01.03.2018 23:37
Die Söldner, die Ost-Ghouta besetzt haben, haben offenbar Zivilisten in eine Geiselhaft genommen.
Ost-Ghouta: Söldner hindern Zivilisten am Verlassen der Kampfzone

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Das russische Militär meldet, dass Söldner-Truppen Zivilisten an der Flucht aus der umkämpften Region Ost-Ghuta bei Damaskus zu hindern. Dort und in fünf syrischen Provinzen verletzten Söldner-Verbände die ausgerufene Feuerpause, sagte Generalmajor Juri Jewtuschenko der Nachrichtenagentur Interfax zufolge am Donnerstag. Bei dem Beschuss von Wohngebietes in Damaskus durch Söldner seien in den vergangenen 24 Stunden ein Zivilist getötet und sechs weitere verletzt worden.

Russland hatte angekündigt, trotz des Vorgehens der Söldner einen Korridor für Zivilisten einzurichten und sicherzustellen, dass die Zivilisten die Kampfzone verlassen können. Die verschiedenen internationalen und islamistischen Söldner missbrauchen Zivilisten im Syrien-Krieg als menschliche Schutzschilde, insbesondere wenn ihre Lage aussichtslos wird.

Ost-Ghouta

Der UN-Nothilfekoordinator Mark Lowcock sagte am Mittwoch im UN-Sicherheitsrat, dass der humanitäre Korridor für die Zivilisten aus Ost-Ghouta bisher nicht funktioniert habe. Bisher konnten keine Zivilisten aus Ost-Ghouta evakuiert werden. Zudem sei es nicht möglich, während der täglichen fünfstündigen Feuerpause die Zivilisten in Ost-Ghouta mit humanitären Gütern zu versorgen: "Agenturen haben jetzt jahrelange Erfahrung damit und es kann einen Tag dauern, Checkpoints zu passieren - selbst wenn die Parteien zugestimmt haben. Dann müssen die Güter noch ausgelagert werden”. Die Aussagen von Lowrock gehen aus einem Transkript hervor, das den Deutschen Wirtschaftsnachrichten vorliegt.

Nach Angaben des Chefs des Russischen Zentrums für die Versöhnung der gegnerischen Seiten in Syrien, General Juri Jewtuschenko, sollen militante Gruppen den humanitären Korridor in Ost-Ghouta behindern. Sie würden auf Zivilisten schießen, die den Korridor nutzen wollen, um Ost-Ghouta zu verlassen, zitiert die Nachrichtenagentur Tass Jewtuschenko.

„Im Dorf Edduair sind ein Flüchtlingsheim und eine Erste-Hilfe-Station in Bereitschaft. Es gibt notwendige Transport- und Krankenwagen. Die Bevölkerung wird über alle verfügbaren Kanäle informiert. Trotzdem ist es Zivilisten nicht gelungen, heute, am zweiten Tag seit der Erklärung der humanitären Pause, aus Ost-Ghouta zu fliehen”, sagte der General am Mittwoch.

Bei der Söldner-Truppe, die den humanitären Korridor behindert, soll es sich um Dschaisch al-Islam handeln. Jewtuschenko wörtlich: „In den letzten 24 Stunden wurden 13 Mörser aus den von bewaffneten Gruppen kontrollierten Bezirken in Ost-Ghouta in die Wohngebiete von Damaskus gefeuert. Der Beschuss verursachte zivile Opfer und Schäden (...) Diejenigen, die den Syrisch-Arabischen Roten Halbmond um Hilfe bitten, berichten, dass die militanten Kämpfer sie nicht aus dem Gefahrenbereich lassen. Sie (die Söldner, Anm. d. Red.) (...) verbieten Radio, Fernsehen und die mobile Kommunikation. Es wurde bestätigt, dass die Aufständischen von Dschaisch al-Islam am Mittwoch im nordöstlichen Vorort von Douma eine Gruppe von mehr als 300 Zivilisten, die versuchten, den humanitären Korridor zu durchqueren, auseinandergetrieben haben. Es wurde das Feuer auf Menschen eröffnet, doch es gab keine Todesopfer”.

Am Donnerstag sollen nach Angaben des russischen Militärs vier Zivilisten, die Ost-Ghouta verlassen wollten, von den dortigen Söldnern getötet wurden, so der englischsprachige Dienst von Reuters.

Afrin

Der türkische Generalstab meldete am Donnerstag, dass im Verlauf der Operation “Olivenzweig” bisher 2.222 Mitglieder der Kurden-Milizen und der Terror-Miliz ISIS entweder gefangengenommen oder getötet wurden. Der Zeitung Habertürk zufolge wurde in der Region Afrin bisher eine Stadt, 88 Dörfer, sechs Standorte an diversen Dörfern, 20 strategisch wichtige Gebirge und ein Stützpunkt der Kurden-Milizen der YPG eingenommen. Über 60 Mitglieder der Kurden-Milizen und der Terror-Miliz ISIS sollen sich derzeit in türkischer Gefangenschaft befinden.

Die PKK-nahe Zeitung Yeni Özgür Politika mit Hauptsitz in Neu-Isenburg berichtet, dass sich „800 Jugendliche” aus den militärischen Ausbildungslagern in den von den Kurden-Milizen kontrollierten Gebieten sich den in Afrin kämpfenden Kurden-Milizen angeschlossen haben sollen.

Mitglieder der YPG sollen nach Angaben von Roj News am Mittwoch einen türkischen Panzer im Dorf Elbizka bei Raco zerstört haben. Die Pressestelle der „Syrischen Demokratischen Kräfte” (SDF), die von den Kurden-Milizen dominiert und von den USA unterstützt werden, berichtet, dass am Mittwoch im Dorf Elicaro bei Bilbile vier Mitglieder der Freien Syrischen Armee (FSA) getötet und sechs weitere verletzt wurden. Im Dorf Qestek Mixtar hätten die Kurden-Milizen ein militärisches Fahrzeug der türkischen Streitkräfte zerstört.

 


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