Politik

Saudi-Arabien will eigene Atomwaffen entwickeln

Lesezeit: 1 min
15.03.2018 23:04
Saudi-Arabien denkt nach dem Einstieg in die Kernenergie über die Entwicklung eigener Atomwaffen ein.
Saudi-Arabien will eigene Atomwaffen entwickeln

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

Saudi-Arabien will eigene Atomwaffen entwickeln. Das Königreich strebe zwar nicht nach einer nuklearen Bewaffnung, sagte Kronprinz Mohammed bin Salman dem Sender CBS in einem Interview, das am Sonntag ausgestrahlt werden soll. "Wenn aber der Iran eine Atombombe entwickeln sollte, werden wir es ihm so bald wie möglich gleichtun." Ein Sprecher des iranischen Außenministeriums nannte die Aussagen des Prinzen "naiv".

Das sunnitisch geprägte Saudi-Arabien und der von Schiiten dominierte Iran stehen sich seit Jahrzehnten unversöhnlich gegenüber. Die beiden Länder tragen in der Region eine Reihe von Stellvertreterkriegen aus, darunter in Syrien und im Jemen. Das Königshaus in Riad kritisierte das 2015 geschlossene Atomabkommen der internationalen Gemeinschaft mit dem Iran, durch das Wirtschaftssanktionen gegen die Islamische Republik aufgehoben wurden. Auch US-Präsident Donald Trump lehnt das Abkommen ab, das unter seinem Vorgänger Barack Obama geschlossen wurde.

Saudi-Arabien will Atomenergie für zivile Zwecke nutzen, um unabhängiger vom Öl zu werden. Um den Bau des ersten Atomreaktors auf der Halbinsel bewerben sich die USA, Südkorea, Russland, Frankreich und China. Bei der Bekanntgabe des Einstiegs in die Kernenergie hatte Saudi-Arabien noch gesagt, man wolle vorerst keine nuklearen Waffen entwickeln.


Mehr zum Thema:  

Anzeige
DWN
Panorama
Panorama Halbzeit Urlaub bei ROBINSON

Wie wäre es mit einem grandiosen Urlaub im Juni? Zur Halbzeit des Jahres einfach mal durchatmen und an einem Ort sein, wo dich ein...

DWN
Technologie
Technologie Petrochemie: Rettungsleine der Ölindustrie - und Dorn im Auge von Umweltschützern
24.04.2024

Auf den ersten Blick sieht die Zukunft des Erdölmarktes nicht rosig aus, angesichts der Abkehr von fossilen Treibstoffen wie Benzin und...

DWN
Politik
Politik Sunaks Antrittsbesuch bei Kanzler Scholz - strategische Partnerschaft in Krisenzeiten
24.04.2024

Rishi Sunak besucht erstmals Berlin. Bundeskanzler Scholz empfängt den britischen Premierminister mit militärischen Ehren. Im Fokus...

DWN
Finanzen
Finanzen Bundesbank-Präsident: Zinssenkungspfad unklar, digitaler Euro erstrebenswert
24.04.2024

Spannende Aussagen von Bundesbank-Präsident Joachim Nagel: Ihm zufolge wird die EZB nach einer ersten Zinssenkung nicht unbedingt weitere...

DWN
Technologie
Technologie Habeck sieht großes Potenzial in umstrittener CO2-Einlagerung
24.04.2024

Die Technologie "Carbon Capture and Storage" (CO2-Abscheidung und -Speicherung) ist in Deutschland ein umstrittenes Thema. Inzwischen gibt...

DWN
Politik
Politik Chinesische Spionage: Verfassungsschutz mahnt Unternehmen zu mehr Vorsicht
24.04.2024

Der Verfassungsschutz warnt vor Wirtschaftsspionage und Einflussnahme aus China. Vor allem für deutsche Unternehmen wäre eine naive...

DWN
Panorama
Panorama Fahrraddiebe nehmen vermehrt teure E-Bikes und Rennräder ins Visier
24.04.2024

Teure E-Bikes und Rennräder sind seit Jahren immer häufiger auf den Straßen zu sehen - die Anzahl von Diebstählen und die...

DWN
Technologie
Technologie KI-Hype in Deutschland: Welle von neuen Startups formiert sich
24.04.2024

Obwohl die Finanzierung von Jungfirmen allgemein ins Stocken geraten ist, werden in Deutschland gerade unzählige KI-Startups gegründet....

DWN
Politik
Politik USA kündigen massive Waffenlieferungen in die Ukraine an - Selenskyj äußert Dank
24.04.2024

Der US-Kongress hat die milliardenschweren Ukraine-Hilfen gebilligt. Jetzt könnte es laut Pentagon bei der ersten Lieferung sehr schnell...