Siemens: Gerüchte um Verkauf des Gasturbinen-Geschäfts

Siemens denkt einem Agenturbericht zufolge über einen Verkauf seines Geschäfts mit Gasturbinen für Kraftwerke nach.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic
Turbinenbau bei Siemens in Görlitz. (Foto: dpa)

Turbinenbau bei Siemens in Görlitz. (Foto: dpa)

Siemens denkt einem Agenturbericht zufolge über eine Trennung von seinem Geschäft mit Gasturbinen für Kraftwerke nach. Der Technologiekonzern prüfe mehrere strategische Optionen wie einen Verkauf oder einen Zusammenschluss dieses Geschäftsteils mit einem Konkurrenten, zitierte die Nachrichtenagentur Bloomberg am Mittwoch mit der Sache vertraute Personen. Möglich sei aber auch, dass Siemens das Segment am Ende unverändert behalte.

Zwei mit der Angelegenheit vertraute, namentlich nicht genannte, Personen sagten der Nachrichtenagentur Reuters, eine Entscheidung über den Verbleib des Gasturbinengeschäfts sei nicht absehbar. Banken seien bislang nicht beauftragt worden, bemühten sich aber mit Vorschlägen um ein Mandat von Siemens, sagte einer der Insider. Siemens erklärte, man äußere sich nicht zu Marktspekulationen. Der Konzern schiebt in der Kraftwerks- und Antriebssparte gerade eine schmerzhafte Restrukturierung an: Geplant ist der Abbau von bis zu 6900 Stellen.

Obwohl sich das Unternehmen zum Bloomberg-Bericht bedeckt hielt, machte sich an der Börse Hoffnung auf eine schnelle Lösung für die Problemsparte breit: Die Siemens-Aktie legte zeitweise um fast drei Prozent zu und war damit am Nachmittag einer der größten Dax-Gewinner.

***

Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung. Bitte unterstützen Sie die Unabhängigkeit der DWN mit einem Abonnement:

Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, werden Sie von uns benachrichtigt und können dann das Abo auswählen, dass am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier.