USA drohen EU und Russland wegen Öl-Lieferungen nach Syrien

 

Mehr zum Thema.

Benachrichtigung über neue Artikel:  
Gas  
EU  
Syrien  
Russland  
Iran  
USA  
Öl  
Sanktionen  
 
Lesezeit: 2 min
23.11.2018 21:21
Das US-Finanzministerium wird gegen ein iranisch-russisches Netzwerk vorgehen, das iranisches Öl mit Schiffen nach Syrien transportiert. Die Schiffe sind bei EU-Firmen versichert.
USA drohen EU und Russland wegen Öl-Lieferungen nach Syrien

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  
Gas  
EU  
Syrien  
Russland  
Iran  
USA  
Öl  
Sanktionen  

Aus einer Mitteilung des US-Finanzministeriums geht hervor: „Das US-amerikanische Department of Treasure's Office of Foreign Assets Control (OFAC) hat heute neun Ziele in Bezug zu einem internationalen Netzwerk festgelegt, über die das iranische Regime in Zusammenarbeit mit russischen Unternehmen der syrischen Regierung Millionen Barrel Öl zur Verfügung gestellt hat. Das Assad-Regime wiederum hat hunderte Millionen von US-Dollar an die Al-Quds-Einheit der Islamischen Revolutionsgarden zur Weiterleitung an die Hamas und an die Hisbollah zur Verfügung gestellt. US-Sanktionen verbieten materielle Unterstützung für die syrische Regierung, einschließlich Öltransport in von der syrischen Regierung kontrollierte Häfen sowie materielle Unterstützung für bestimmte Terrorgruppen.“

Eine Hauptrolle soll der syrische Staatsbürger Mohammad Amer Alchwiki mit seinem Unternehmen Global Vision Group, das ihren Hauptsitz in Russland hat, gespielt haben. Das US-Finanzministerium wörtlich: „Alchwiki und sein Unternehmen sind von zentraler Bedeutung für (1) die Lieferung von Öl aus dem Iran nach Syrien und (2) die Überweisung von Geld an die tödlichen Stellvertreter der Al-Quds-Einheit der Islamischen Revolutionsgarden. Die heutigen Benennungen unterstreichen auch die wichtige Rolle, die Beamte der Zentralbank des Iran (CBI) bei der Erleichterung dieses Prozesses spielen. Während des syrischen Bürgerkriegs hat das iranische Regime dem Assad-Regime weiterhin militärische und finanzielle Unterstützung gewährt, wodurch es zu Massengräueltaten gegen das syrische Volk gekommen ist. Das iranische Regime finanziert auch weiterhin den Terrorismus, indem es seinen regionalen Stellvertretern und den von den USA benannten Terrororganisationen Hamas und der libanesischen Hisbollah (Hizballah) Hunderte Millionen Dollar zur Verfügung stellt, wodurch die Region weiter destabilisiert wird. Iranische Bürger leiden unter der Vernachlässigung und Korruption ihrer Regierung, unter anderem aufgrund eines Mangels an stabiler Nahrungsmittel- und Wasserversorgung, Strom und anderen grundlegenden Bedürfnissen.“

Über die Global Vision Group führt das US-Finanzministerium aus: „Die Global Vision Group tut dies, indem sie mit dem staatlichen russischen Unternehmen Promsyrioimport, einer Tochtergesellschaft des russischen Energieministeriums, den Versand von iranischem Öl vom NIOC nach Syrien erleichtert. Um das Öl aus dem Iran an das syrische Regime zu liefern, verwendet die Global Vision Group eine Reihe von Schiffen, von denen viele von europäischen Unternehmen versichert wurden. Seit mindestens 2014 haben Schiffe mit iranischem Öl das Automatic Identification System (AIS) an Bord abgeschaltet, bevor sie Öl nach Syrien geliefert haben, um das wahre Ziel und den Empfänger dieses iranischen Öls zu verbergen.“

Die Vize-Finanzministerin der USA, Sigal P. Mandelker, spricht angesichts dieser Entwicklung eine Drohung an alle Länder und Organisationen aus, die die Sanktionen gegen den Iran und Syrien umgehen oder umgehen wollen. Mandelker wörtlich: „Dies ist ein weiteres Beispiel für das Regime, das Millionen von Barrel Öl verwendet, um Terroristen und das mörderische Assad-Regime zum Schaden seiner eigenen Bevölkerung zu finanzieren. Die Vereinigten Staaten werden aggressiv versuchen, Sanktionen gegen alle Parteien zu verhängen, die an der Verschiffung von Öl nach Syrien beteiligt sind oder versuchen, unsere Sanktionen gegen iranisches Öl zu umgehen. Reedereien, Versicherer, Schiffseigner, Manager und Betreiber sollten alle über die schwerwiegenden Konsequenzen eines sanktionierbaren Verhaltens bei iranischen Öltransporten informiert sein.“

Die Drohung Mandelkers gegen „Versicherer“ richtet sich direkt gegen EU-Unternehmen, bei denen die Schiffe, die für den Transport von Öl nach Syrien genutzt werden, versichert sind.


Mehr zum Thema:  

DWN
Politik
Politik Wendepunkt in Syrien: Kurden-Miliz YPG schließt sich erstmals Assad an

Erstmals im Syrien-Konflikt haben sich offenbar schwer Verbände der Kurden-Miliz YPG der syrischen Armee angeschlossen, um eine gemeinsame...

DWN
Technologie
Technologie Deutschlands gefährliche Wette auf den Beginn eines goldenen Elektro-Zeitalters

Deutschlands Automobilkonzerne entlassen zehntausende Mitarbeiter, um Milliarden in den Aufbau ihrer Elektrosparten zu stecken. Die Wette...

DWN
Deutschland
Deutschland Deutsche wollen neues System, aber: Österreichs paradiesische Renten sind teuer erkauft

DWN-Kolumnist Roland Barazon vergleicht die Renten-Situation in Deutschland und Österreich. Er präsentiert seine Sicht der Dinge und...

DWN
Finanzen
Finanzen In China wird Bargeld wegen des Corona-Virus gehortet - in Deutschland wegen des EZB-Virus

Nachdem die EZB im Sommer 2016 den Negativzins von 0,2 Prozent auf 0,4 Prozent erhöht hatte, begannen deutsche Banken vermehrt damit,...

DWN
Deutschland
Deutschland Deutsche Unternehmen fallen technologisch immer weiter zurück: Militärisches Forschungszentrum soll Abhilfe schaffen

Im Software-Bereich ist Deutschland international in keiner Weise konkurrenzfähig, und auch bei der Künstlichen Intelligenz und der...

DWN
Finanzen
Finanzen Dubai: Der glitzernde Schuldenturm im Wüstensand beginnt zu wanken

Ohne die Intervention des Schwesteremirats Abu Dhabi wäre Dubai schon 2008 bankrott gewesen. Noch täuscht die glitzernde Skyline über...

DWN
Politik
Politik Bürger contra Eliten: Wie das britische Volk den Brexit gegen den Widerstand seiner Mächtigen durchsetzte

DWN-Großbritannien-Korrespondent Keith Miles analysiert, wie die britische Elite sich gegen das Volk stellte und alles tat, um den Brexit...

DWN
Panorama
Panorama Eine fast ausgestorbene Schweine-Rasse feiert ihr Comeback in Europa

Das Mangalica-Schwein hat zurückgefunden nach Europa. Es geht genetisch zurück auf eine Rasse aus dem Römischen Reich. Einem ungarischen...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Preise zu hoch: Russischer Automarkt bricht ein

Die Automobilpreise in Russland steigen massiv – der Automarkt droht einzubrechen.

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Corona-Virus: Was wirklich dahinter steckt

Über das Corona-Virus ist schon viel geschrieben worden - die tatsächlichen Hintergründe kennen jedoch nur wenige. DWN-Autor Michael...

DWN
Finanzen
Finanzen Nachfrage reißt nicht ab: Die Türkei produziert mehr Goldmünzen als jedes andere Land der Welt

Im vergangenen Jahr hat die staatliche Münzprägeanstalt der Türkei deutlich mehr Goldmünzen produziert als jedes andere Land.

DWN
Panorama
Panorama Die Fugger als Sinnbild des deutschen Mittelstands

Das Kaufmannsgeschlecht der Fugger hat es zu Weltruhm gebracht. Noch heute gilt es als Vorbild für den rasanten Aufstieg einer...

DWN
Finanzen
Finanzen Warum die Aktienkurse trotz Corona-Krise weiter steigen

Die Korrektur im US-Aktienmarkt infolge des sich ausbreitenden Corona-Virus war geringfügig und schnell wieder vorbei. Und auch in den...

DWN
Deutschland
Deutschland Großauftrag von korrupter ukrainischer Staatsbahn: Die Deutsche Bahn läuft ins offene Messer

Die Deutsche Bahn wird die Ukrainischen Staatsbahnen (US) in großem Stil beraten. Dabei hat sie offenbar übersehen, dass bei der US die...

celtra_fin_Interscroller