Deutschland

Gericht verurteilt Studentinnen wegen ‚Containern‘

Lesezeit: 1 min
03.02.2019 21:11
Ein bayerisches Gericht hat zwei Studentinnen verurteilt, weil sie abgelaufene Nahrungsmittel aus Containern entnommen haben.

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Das Amtsgericht Fürstenfeldbruck hat zwei Studentinnen wegen “Containerns”, auch “Mülltauchen” genannt, verurteilt.

BR24 berichtet: “Sie hatten laut Staatsanwaltschaft München II im vergangenen Juni aus dem Müllcontainer eines Lebensmittelmarktes in Olching weggeworfene Waren im Wert von rund 100 Euro geholt. Die beiden Frauen erhielten eine Verwarnung und wurden zu einer Geldbuße verurteilt - allerdings unter Vorbehalt. Demnach müssen sie die jeweils 225 Euro nicht zahlen, wenn sie binnen der zweijährigen Bewährungszeit straffrei bleiben. Als Bewährungsauflage sollen beide acht Stunden bei der örtlichen Tafel helfen.”

Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft München II sagte den Deutschen Wirtschaftsnachrichten, dass es sich bei den entwendeten Waren um abgelaufene Waren handelte. Die Container seien jedoch ordnungsgemäß versperrt gewesen. Die Lebensmittelmärkte achten darauf, dass abgelaufene Waren nicht in Umlauf kommen, da dies mit haftungsrechtlichen Gründen verbunden sei.

Das Verfahren gegen die beiden Studentinnen wäre eingestellt worden, wenn sie eine Geldstrafe von 1.200 Euro akzeptiert, oder aber gemeinnützige Arbeit bei der Tafel geleistet hätten. Doch die Studentinnen beharrten auf einem Freispruch.

Sie argumentieren, dass sie keine Diebinnen seien, da die abgelaufenen Waren aus den Supermarkt entsorgt worden seien. Dem Supermarkt selbst sei deshalb kein Schaden entstanden. Die haftungsrechtlichen Verpflichtungen des Supermarkts wurden nicht in die Argumentation der Studentinnen eingeschlossen.

Unklar bleibt zudem, auf welche Art und Weise sich die Studentinnen einen Zugang zu den versperrten Containern geschaffen haben.


Mehr zum Thema:  

DWN
Finanzen
Finanzen „Energiepreisbremsen schaffen Planungssicherheit für Unternehmen“
21.06.2024

Der Inflationsanstieg auf 2,4 Prozent im Mai deutet auf eine langfristige Herausforderung hin, sagt ING-Chefvolkswirt Carsten Brzeski und...

DWN
Politik
Politik Der Chefredakteur kommentiert: Keine Hausaufgaben mehr? Die Grünen und ihr verhängnisvoller Irrweg
21.06.2024

Liebe Leserinnen und Leser, jede Woche gibt es ein Thema, das uns in der DWN-Redaktion besonders beschäftigt und das wir oft auch...

DWN
Politik
Politik Bildungskollaps: Zuwanderung, Unterfinanzierung, Leistungsabfall – Deutschlands Schulen am Limit!
21.06.2024

Aktuelle Studien attestieren einen rapiden Abbau der schulischen Leistung, immer mehr Jugendliche ohne Schulabschluss und eine hohe soziale...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Habecks Asienreise: Strategischer Schachzug gegen Russland?
21.06.2024

Die Besuche des Bundeswirtschaftsministers Robert Habecks in Südkorea und China zielen darauf ab, die Handelsbeziehungen zu stärken und...

DWN
Politik
Politik Ungarischer Regierungschef Viktor Orbán über neue EU-Führung: „Koalition für Krieg und Migration“
21.06.2024

Manfred Weber (EVP-CSU) ist für ihn ein „Beelzebub“, Ursula von der Leyen ihm gegenüber nur eine „kleine Ministrantin“. Auf...

DWN
Unternehmen
Unternehmen VARTA kappt Umsatzziel: Aktie sackt ab! Gehen die Lichter bald aus?
21.06.2024

„Hundertprozentige Verlässlichkeit ist für VARTA die Basis jedes Handelns – ob in Produkten, Prozessen oder Beziehungen.“ Dieser...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Wenn China angreift - Menschen in Taiwan bereiten sich auf Tag X vor
21.06.2024

Seit siebzig Jahren schwelt der Konflikt zwischen China und Taiwan. In den vergangenen Monaten hat sich die Lage jedoch zugespitzt. Wann...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Diversität am Arbeitsplatz: Wie mehr Vielfalt in deutschen Unternehmen gelingen kann
21.06.2024

Der „Pride Month“ Juni steht ganz im Zeichen der Regenbogenfarben und der Fußball-Europameisterschaft. Die LGBTQ+-Community feiert...