Morgen fällt Vorentscheidung

Regierung will Auto-Ersatzteile erheblich billiger machen

Die Bundesregierung will den Ersatzteil-Markt für freie Hersteller öffnen. Autoteile würde dadurch erheblich billiger werden. Die Entscheidung, ob der entsprechende Gesetzesentwurf vom Kabinett gebilligt wird, fällt morgen.

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Ein zerbeulte Autotür. (Foto: dpa)

Eine beschädigte Seitenfront. (Foto: dpa)

Auto-Ersatzteile wie Kotflügel, Windschutzscheiben und Motorhauben sollen nach dem Willen der Bundesregierung billiger werden. Dafür will die große Koalition den Ersatzteilmarkt für freie Hersteller öffnen – ein entsprechender Gesetzentwurf von Justizministerin Katarina Barley (SPD) soll am Mittwoch im Kabinett beschlossen werden. „Autofahrer brauchen günstige Alternativen zu den Ersatzteilen der großen Automobilhersteller“, sagte Barley der Deutschen Presse-Agentur. „Sie können ihr Auto in Zukunft günstiger reparieren und länger nutzen.“

Mit dem Gesetzentwurf soll eine Reparaturklausel im Designrecht eingeführt werden. Bisher ist der Nachbau sichtbarer Ersatzteile wie Kotflügel für Zulieferer untersagt, denn die Hersteller können sich auf einen Designschutz berufen. Barley will nun eine Ausnahme einführen: Wenn das Ersatzteil zur Reparatur verwendet wird, soll der Designschutz wegfallen. Die Gesetzesänderung sorge „für mehr Wettbewerb und günstige Preise auf dem Ersatzteilmarkt“, sagte die Ministerin.

Auch der ADAC erwartet, dass Reparaturen dadurch günstiger werden. „Damit wird eine Liberalisierung des Marktes für Kfz-Ersatzteile möglich“, hieß es. Verbraucher könnten künftig zwischen originalen Ersatzteilen und günstigeren Ersatzteilen von unabhängigen Herstellern wählen.