Finanzen

Australien verschärft Kampf gegen das Bargeld

Lesezeit: 1 min
18.11.2016 02:39
Australien intensiviert den Feldzug gegen Münzen und Scheine. Das Finanzministerium sieht die Zukunft in einer bargeldlosen Gesellschaft.
Australien verschärft Kampf gegen das Bargeld

Mehr zum Thema:  
Banken >
Benachrichtigung über neue Artikel:  
Banken  

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

In Australien mehren sich Stimmen, die für eine Abschaffung oder Eingrenzung von Bargeld eintreten. Vor wenigen Tagen erklärte die Schweizer Großbank UBS, dass die Abschaffung der australischen 100-Dollarnote und 50-Dollarnote „gut für die Wirtschaft und die Banken ist“, berichtet der Finanzblog Sovereign Man.

Die amerikanische Großbank Citigroup hatte kürzlich erklärt, dass sie in einigen ihrer Filialen in Australien ab sofort kein Bargeld mehr akzeptieren werde.

Im Februar des laufenden Jahres veröffentlichten Beamte des australischen Finanzministeriums im Sydney Morning Herald eine Serie von Artikeln, in denen beschrieben wurde, dass die Abschaffung von Bargeld „Milliarden einsparen“ würde und dass der „Weg hin zu einer bargeldlosen Gesellschaft der nächste Schritt für den australischen Dollar“ sei.

Viele Beobachter gehen davon aus, dass der Kampf gegen das Bargeld – welcher auch in Europa Anhänger findet und bereits zur Abschaffung des 500-Euro-Scheins geführt hat – ganz andere Gründe hat, als in der Öffentlichkeit kommuniziert wird. Bargeld erlaubt es Sparern nämlich, ihre Guthaben aus dem Geldkreislauf der Banken herauszuziehen. Eine vollumfängliche Anwendung von Negativzinsen durch die Zentralbanken wird dadurch verhindert. Solange die Bürger also über die Möglichkeit verfügen, ihre Ersparnisse in bar von den Konten abzuheben, sind die Möglichkeiten der finanziellen Repression durch die überschuldeten Staaten in Form von Sonderabgaben und Negativzinsen begrenzt.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  
Banken >

DWN
Politik
Politik „Sippenhaft“: Kommt ein EU-Einreiseverbot für russische Staatsbürger?

Sieben Sanktionspakete hat die EU bereits gegen Russland verhängt. Bislang mit überschaubaren Folgen für das Land. Nun steht eine neue...

DWN
Deutschland
Deutschland Deutschlands Gas-Vorräte reichen weniger als drei Monate

Selbst wenn es Deutschland gelingen sollte, seine Reserven vollständig zu füllen, reicht das Gas nicht einmal drei Monate, falls Russland...

DWN
Deutschland
Deutschland Energie-Krise: Gazprom kündigt massiven Preisanstieg an

Der russische Staatskonzern Gazprom kündigt für den späten Herbst neue Preissteigerungen an. Das befeuert die Inflation in Deutschland.

DWN
Finanzen
Finanzen So proftitieren Sie mit den richtigen Aktien von der Energie-Krise

Energie-Aktien - ja oder nein? Es lohnt sich, einen Blick in die zweite Börsenliga zu werfen.

DWN
Politik
Politik Polen rüstet sich mit Waffen aus Südkorea auf

Nachdem Polen Waffensysteme an die Ukraine abgegeben hat, hat Südkorea jetzt mit Deutschlands Nachbarn seinen größten jemals getätigten...

DWN
Deutschland
Deutschland (K)eine freie Entscheidung? Verfassungsgericht entscheidet zur Masern-Impfpflicht

Masern sind keine harmlose Kinderkrankheit, wie viele glauben. Seit März 2020 gibt es eine Impfpflicht, die vor allem bei den Kleinsten...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Schmelzhütten in Europa müssen Produktion einstellen

Am Dienstag hat schon eine holländische Zinkhütte wegen hoher Energiekosten die Einstellung der Produktion angekündigt. Nun trifft es...