Politik

Schäuble warnt vor Crash der Euro-Zone

Lesezeit: 1 min
25.12.2016 01:58
Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble warnt vor einem Auseinanderbrechen der Währungsunion.
Schäuble warnt vor Crash der Euro-Zone

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

"Wenn wir die Regeln nicht einhalten, fliegt uns die Euro-Zone auseinander", sagte er der Wochenzeitung "Die Zeit" laut Vorabbericht vom Dienstag. Schäuble äußerte sich vor dem Hintergrund der umstrittenen Sonderzahlungen der griechischen Regierung an die Rentner des Landes. "Wir haben die EU-Kommission, den Internationalen Währungsfonds, die Europäische Zentralbank und den Rettungsfonds ESM um eine Stellungnahme gebeten, ob diese Entscheidung der griechischen Regierung den Verpflichtungen Griechenlands entspricht", sagte der CDU-Politiker. "Die vorläufige Antwort lautet: Nein."

Vor kurzem billigte das Parlament in Athen den Plan von Ministerpräsident Alexis Tsipras, Rentnern mit niedrigen Bezügen zu Weihnachten einmalig insgesamt 617 Millionen Euro auszuzahlen. Tsipras hat damit die internationalen Geldgeber gegen sich aufgebracht, die seit Jahren eine Staatspleite Griechenlands verhindern. Die Euro-Partner kritisierten, die Maßnahmen seien nicht mit ihnen abgesprochen gewesen. Der Euro-Rettungsschirm ESM stoppte daraufhin die erst jüngst verabredeten Schuldenerleichterungen. Griechenland steckt bereits im dritten Rettungsprogramm. Dieses beläuft sich auf bis zu 86 Milliarden Euro.

Erst am Samstag erklärte die Euro-Zone, dass es trotz der Abweichungen Schuldenerleichterungen für Griechenland geben werde.

Schäuble plädierte dafür, die Konstruktion der Währungsunion so zu verändern, dass Probleme besser gemeistert werden könnten. "Dazu gehören verbindliche Vereinbarungen für die Finanzpolitik."

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Ratgeber
Ratgeber 5 Immobilienweisheiten – oder wie Sie den Wert Ihrer Immobilie steigern können

Aufgrund der hohen Nachfrage zeigen Immobilien eine äußerst positive Wertentwicklung. Mit ein paar Maßnahmen lässt sich der Preis der...

DWN
Finanzen
Finanzen Vorboten der Krise: Großinvestoren treten die Flucht ins Bargeld an

Große Fonds und Vermögensverwalter ziehen sich aus dem Aktienmarkt zurück und setzen zunehmend auf Cash.

DWN
Deutschland
Deutschland Deutschland exportierte im letzten Jahr 300.000 Elektro-Pkw

Die Elektromobilität in Deutschland gewinnt an Schwung - auch dank Kaufprämie und Steuervorteilen. Die Exporte von Elektro-Pkw haben sich...

DWN
Deutschland
Deutschland Anbaufläche für Sommerweizen in Deutschland massiv ausgeweitet

Die Landwirte in Deutschland haben die Anbaufläche für Sommergetreide im Erntejahr 2022 massiv ausgeweitet. Hintergrund ist der erhöhte...

DWN
Finanzen
Finanzen Bärenmarkt voraus: Was Anleger derzeit von professionellen Tradern lernen können

Investoren und Trader betrachten Märkte aus geradezu gegensätzlichen Perspektiven, die beide Erfolg haben können. Doch in einem...

DWN
Deutschland
Deutschland Deutsche Exporteure in Sorge wegen Inflation, fordern stabilen Euro

Die deutsche Exportwirtschaft blickt mit Sorge auf den deutlichen Wertverlust des Euro in diesem Jahr. Die EZB müsse ihren Leitzins...

DWN
Deutschland
Deutschland EILMELDUNG: Schüsse an Schule in Bremerhaven

An einer Schule in Bremerhaven wurde geschossen. Ein Verdächtiger wurde inzwischen festgenommen.

DWN
Finanzen
Finanzen Wann beginnt der nächste Bullenmarkt beim Gold?

Trotz hohen Inflationsraten überall auf der Welt ist der Goldpreis in den letzten Wochen deutlich gefallen. Doch der nächste Bullenmarkt...

DWN
Politik
Politik Geopolitische Kehrtwende: US-Regierung nimmt Sanktionen gegen Venezuela zurück

US-Präsident Biden hat die unter Trump begonnene Druck-Kampagne gegen Venezuela abrupt beendet und eine erstaunliche Kehrtwende...