Finanzen

Starke Nachfrage treibt Kurs der Digital-Währung Litecoin

Lesezeit: 2 min
22.06.2017 01:52
Der Litecoin-Kurs ist innerhalb weniger Tage um 50 Prozent gestiegen. Spekulanten haben gute Gründe, in die viertgrößte Kryptowährung zu investieren.
Starke Nachfrage treibt Kurs der Digital-Währung Litecoin

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

+++Werbung+++

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

Zwar hat sich der Bitcoin-Kurs seit Jahresbeginn immerhin fast verdreifacht. Doch der Litecoin-Kurs hat sich fast verzehnfacht. Diese Digitalwährung ist eine der ältesten Kryptowährungen. Der Amerikaner Charlie Lee startete sie Ende 2011 nur knapp drei Jahre nach Bitcoin.

Während der letzten großen Bitcoin-Blase Ende 2013 erreichte auch Litecoin seinen bisher höchsten Kurs von rund 50 Dollar. Als die Bitcoin-Blase kurz darauf platzte, stürzte Litecoin schlimmer ab als Bitcoin.

Noch bis Ende März handelte ein Coin der Währung für einen Preis zwischen 3 und 4 Dollar. Nie zuvor waren Litecoin so billig relativ zu Bitcoin. Doch dann startete ein massiver Kursanstieg. Am Montag kostete ein Litecoin erstmals wieder knapp 50 Dollar.

Allein seit letztem Freitag hat der Kurs um rund 50 Prozent zugelegt. Zwar ist die Marktkapitalisierung von dieser Währung mit rund 2,4 Milliarden Dollar noch immer nur ein Bruchteil von Bitcoin mit rund 44,3 Milliarden Dollar. Dennoch wies Litecoin in den letzten Tagen ein höheres Handelsvolumen auf als Bitcoin. Am Sonntag wurden an den Online-Börsen vor allem in China und Korea innerhalb von 24 Stunden Litecoin im Wert von mehr als 1,5 Milliarden Dollar gehandelt.

Litecoin ist heute die viertgrößte Kryptowährung hinter Bitcoin, Ethereum und Ripple. Der Aufstieg von Litecoin in den letzten Monaten ist Teil der Entwicklung, dass Bitcoin innerhalb der Welt der Kryptowährungen massiv an Marktanteil verloren hat. Noch Anfang des Jahres hatte Bitcoin einen Marktanteil von 88 Prozent, heute sind es noch 38 Prozent.

Der Großteil der Kryptowährungen ist seit Jahresbeginn relativ zu Bitcoin gestiegen. Offenbar investieren viele Spekulanten auch in die kleineren Bitcoin-Konkurrenten. Denn hier sind auch kurzfristig größere Spekulationsgewinne möglich.

Einen großen Anteil am Marktanteilsverlust von Bitcoin hat Ethereum, das inzwischen zur Nummer zwei der Kryptowährungen aufgestiegen ist. Wegen des Interesses von Unternehmen und Regierungen könnte Ethereum Bitcoin sogar bald von der Spitze verdrängen.

Wie bei Ethereum so gibt es auch bei Litecoin erkennbare Gründe für das massive Interesse der Spekulanten. So hat letztere Währung im Gegensatz zu Bitcoin kürzlich unter anderem eine Lösung für das Problem gefunden, wie das Netzwerk eine stark wachsende Zahl an Transaktionen bewerkstelligen kann.

Am 10. Mai hat Litecoin ein Upgrade mit dem Namen „Segregated Witness“ (SegWit) implementiert. Dieser neuartige Algorithmus scheint bestens zu funktionieren, wie Coindesk berichtet. Er war ursprünglich für Bitcoin entwickelt worden, doch konnte sich die Bitcoin-Community bisher nicht darüber einigen.

Zuvor hatte schon die deutlich kleinere seit 2014 existierende Kryptowährung Vertcoin das Upgrade „Segregated Witness“ erfolgreich implementiert. Daraufhin wuchs auch hier das Interesse der Spekulanten und vervielfachte den Kurs relativ zu Bitcoin.

Neben erfolgreichen Aktivitäten bei der Entwicklung einer Kryptowährung spielen für Spekulanten immer auch die beteiligten Personen eine entscheidende Rolle. Am 9. Juni teilte Litecoin-Gründer Charlie Lee über Twitter mit, dass er die Kryptobörse Coinbase verlassen und sich künftig wieder auf Litecoin konzentrieren will.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Ratgeber
Ratgeber 5 Immobilienweisheiten – oder wie Sie den Wert Ihrer Immobilie steigern können

Aufgrund der hohen Nachfrage zeigen Immobilien eine äußerst positive Wertentwicklung. Mit ein paar Maßnahmen lässt sich der Preis der...

DWN
Politik
Politik Beziehungen der Türkei zu Griechenland und den USA verschlechtern sich rapide

Die türkische Regierung hat einen Militäreinsatz gegen mit den USA verbündete Milizen in Syrien angekündigt. Die Drohung ist ein...

DWN
Politik
Politik Wahlskandal bei Bundestagswahl in Berlin: Falsche Stimmzettel ausgegeben - Neuwahlen drohen

Chaos In Berlin: Politiker stellt Strafanzeige wegen Wahlbetrugs - Wahlwiederholung wahrscheinlich.

DWN
Unternehmen
Unternehmen 320.600 Techniker fehlen: Deutscher Fachkräftemangel erreicht neuen Höhepunkt

Vor allem in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (Mint) wächst die Nachfrage auf Rekordniveau. Mit der...

DWN
Finanzen
Finanzen Kommt die Vermögensabgabe – und wie schützen sich Anleger?

Immer mehr Stimmen fordern einen Corona- oder Ukraine-Lastenausgleich – also eine verpflichtende Vermögensabgabe, die die exorbitanten...

DWN
Deutschland
Deutschland Für den Notfall: Bundesregierung baut Reserve an Kohlekraftwerken aus

Gestern Klimakiller, heute Retter in der Not? Im Angesicht der Abhängigkeit Deutschlands von russischem Gas greift die Bundesregierung...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Einzelhandel: Keine Erholung in Sicht

Der deutsche Einzelhandel leidet weiter unter der anhaltenden Corona-Pandemie und dem Krieg in der Ukraine.

DWN
Deutschland
Deutschland IfW-Vize fordert Rente mit 70: "Rentenversicherung läuft in ein Finanzierungsproblem"

Der Vorschlag des Vizepräsidenten des IfW Kiel, Stefan Kooths, wurde kontrovers diskutiert. Nun will er Missverständnisse aus dem Weg...

DWN
Deutschland
Deutschland Schluss mit lustig: Immobilienmarkt unter Druck

Mit Ende des Jahres erwartet die Immobilienbranche einen Rückgang der Immobilen-Preise.