Deutschland

Osram kauft US-Software-Spezialist Digital Lumens

Lesezeit: 1 min
23.08.2017 17:05
Das Münchener Unternehmen Osram kauft das US- Softwareunternehmen Digital Lumens.
Osram kauft US-Software-Spezialist Digital Lumens

Auf der Suche nach weiteren Zukäufen ist der Lichttechnikkonzern Osram in den USA fündig geworden, berichtet Reuters. Die Münchner übernehmen den Software-Plattform-Anbieter Digital Lumens aus Boston, wie sie am Mittwoch mitteilten. Der Preis liege im mittleren zweistelligen Millionen-Dollar-Bereich, sagte eine mit der Situation vertraute Person.

Das US-Unternehmen mit 65 Mitarbeitern, das bisher einer Gruppe von Wagniskapitalfonds gehört, ist ein Spezialist für industrielle Internet-of-things-Anwendungen: Mit Hilfe der Plattform können in großen Gebäuden Steuerungselemente für Licht, Lüftung, Heizung oder Jalousien gebündelt werden. Zu den Kunden von Digital Lumens zählen etwa die Nahrungsmittelkonzerne Nestle und Dole oder die Fluggesellschaft SAS.

Osram sieht in der Digitalisierung von Gebäudetechnik große Wachstumschancen. Der Konzern mache den nächsten Schritt, „neue Geschäftsmodelle jenseits von Beleuchtung zu realisieren“, sagte Technikvorstand Stefan Kampmann. Die Verbindung von Software und Sensorik auf einer Plattform ermögliche ein besseres Verständnis der Nutzungs- und Umgebungsbedingungen von Räumen. Die Kunden können gegen eine monatliche Gebühr auf Sensordaten zugreifen und erhalten so einen genauen Überblick über die Kosten für den Unterhalt von Gebäuden. Laut Kampmann ist die Plattform offen für andere Hersteller von Lichtprodukten.

Konzernchef Olaf Berlien hatte Ende Juli gesagt, dass sein Haus weiter an Zukäufen interessiert sei und sich weltweit verschiedene Dinge angucke, vor allem kleinere Technologieanbieter oder Start-ups. Mit Übernahmen, Kooperationen und Beteiligungen wolle sich das Unternehmen in den Zukunftsfeldern autonomes Fahren, intelligente Lichtsteuerung und Industrie 4.0 stärken. Früheren Konzernangaben zufolge sind Zukäufe bis zu insgesamt 500 Millionen Euro möglich.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

DWN
Ratgeber
Ratgeber Ausweg aus der Krise durch alternative Bezahlplattform

Das Vertrauen in die Banken und die Politik schwindet zusehends. Die aktuell schwierige wirtschaftliche Lage, welche aufgrund der Covid-19...

DWN
Finanzen
Finanzen Geldvermögen der Deutsche steigt auf fast sieben Billionen Euro

Trotz Virus-Pandemie und jahrelanger ultra-niedriger Zinsen für Sparer werden die Deutschen immer reicher. Doch auch die kalte Enteignung...

DWN
Politik
Politik China ist der größte Profiteur der Corona-Krise

Vor einem Jahr erlebte die zweitgrößte Volkswirtschaft wegen der Corona-Krise einen schweren Einbruch. Nun legt sie den größten...

DWN
Politik
Politik Östliches Mittelmeer: Großmächte kämpfen um das Herz der Welt

Im östlichen Mittelmeer wetteifern die internationalen Mächte um Einfluss auf Energieressourcen, Pipelines und die Handelsstraße zur...

DWN
Finanzen
Finanzen Wegen Corona: Wirtschaftsexperten raten zu späterer Rente

Das Rententhema wird eines der wichtigsten im kommenden Bundestagswahlkampf. Führende Wirtschaftsinstitute raten jetzt zu einem höheren...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Russland will zum weltweit führenden Wasserstoff-Exporteur aufsteigen

Russland will der weltweit führende Wasserstoff-Exporteur werden. Ein im vergangenen Jahr diesbezüglich vorgestellter Plan muss auch als...

DWN
Finanzen
Finanzen Internet-Gigant JD.com - lohnt sich der Einstieg?

DWN-Börsenexperte Andreas Kubin analysiert die Aussichten für die Aktie des chinesischen Online-Händlers JD.com.

DWN
Politik
Politik Die Inflation in der Euro-Zone ist auf dem Vormarsch

Die Lebenshaltungskosten stiegen im März um 1,3 Prozent zum Vorjahresmonat und damit so stark wie seit über einem Jahr nicht mehr.

DWN
Deutschland
Deutschland Merkel im Alarm-Modus: „Das Virus verzeiht keine Halbherzigkeiten“

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat für die Verschärfung des Infektionsschutzgesetzes im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie geworben.