Politik

EU bereitet neue Sanktions-Liste gegen US-Waren vor

Lesezeit: 1 min
19.07.2018 11:59
Die EU erstellt derzeit eine Liste von US-Waren, welche in der nächsten Sanktionsrunde zum Einsatz kommen könnte.
EU bereitet neue Sanktions-Liste gegen US-Waren vor

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  
Strafzölle  
USA  
EU  
Handel  
Autobauer  

Die EU hat US-Präsident Donald Trump vor der Verhängung von Strafzöllen auf europäische Autos gewarnt. Ein solcher Schritt wäre "katastrophal", sagte die EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström am Donnerstag in Brüssel. Die EU sei "ernsthaft besorgt" über die laufende Untersuchung der US-Behörden zu solchen Zöllen. Sie seien "weder erwünscht noch gerechtfertigt". Malmström bezeichnete ihre mögliche Einführung als "illegalen Schritt", um in den Handelsverhandlungen mit der EU den Druck zu erhöhen.

Malmström bestätigte, dass die EU-Kommission zusammen mit den Mitgliedstaaten bereits eine Liste mit möglichen Vergeltungszöllen erstellt. "Dies haben wir gegenüber unseren amerikanischen Partnern klar gemacht", sagte sie. Die EU hatte als Reaktion auf Washingtons Strafzölle auf Stahl und Aluminium Gegenzölle auf US-Waren im Wert von 2,8 Milliarden Euro verhängt, darunter Produkte wie Whiskey, Orangensaft, Jeans und Motorräder.

Die Wirtschaftswoche berichtete am Donnerstag unter Berufung auf Diplomaten, die Vergeltungszölle bei Autos könnten insbesondere Kohle, Pharma- und Chemieprodukte treffen. Eine entsprechende Liste könne bis August erstellt sein, hieß es demnach. In Brüssel im Gespräch seien Zölle auf Waren im Wert von 8,5 Milliarden Euro.

Ob es dazu komme, hänge nun von den Gesprächen von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker mit US-Präsident Donald Trump kommende Woche in Washington ab, sagte der Diplomat. Danach würden die Mitgliedstaaten "über ihre weitere Strategie entscheiden". Juncker wird am 25. Juli in Washington erwartet.

Nicht nur mit den USA führt die EU derzeit einen Handelskrieg. Auch gegenüber chinesischen Waren wurden wiederholt Importzölle erhoben. Am Donnerstag wurde bekannt, dass die EU-Kommission fortan Importzölle zwischen 21.8 Prozent und 83.6 Prozent auf Elektrofahrräder aus China erhebt.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Ratgeber
Ratgeber Ausweg aus der Krise durch alternative Bezahlplattform

Das Vertrauen in die Banken und die Politik schwindet zusehends. Die aktuell schwierige wirtschaftliche Lage, welche aufgrund der Covid-19...

DWN
Politik
DWN
Politik
Politik Still und leise: EU-Kommission beschließt wirtschaftsfeindliches Umwelt-Regelwerk - in Deutschland kriegt es niemand mit

In seinem großen Gastbeitrag für die DWN analysiert der Leiter der "Akademie Bergstraße", Henrik Paulitz, ein Ereignis, das von den...

DWN
Finanzen
Finanzen Nach Erdogan-Schlag und Geldwäsche-Vorwürfen bricht der Bitcoin-Kurs um 15 Prozent ein

Viele Kryptowährungen sind am Sonntag durch Gerüchte über ein stärkeres Vorgehen gegen Geldwäsche massiv belastet worden. Zuvor hatte...

DWN
Politik
Politik Neuer Brennpunkt im Nahen Osten: Wer steckt hinter der Palast-Intrige in Jordanien?

Jordanien galt als Stabilitätsanker im Nahen Osten. Doch jetzt könnte ein Umsturzversuch das Land entscheidend destabilisieren - und...

DWN
Finanzen
Finanzen Darum sollten Sie Ihren Nachlass rechtzeitig regeln

Niemand denkt gerne an den eigenen Tod. Und doch ereilt er uns irgendwann alle. Vor allem, wenn man selbst Kinder hat, sollte man früh...

DWN
Technologie
Technologie Neue wissenschaftliche Erkenntnisse: Fangen E-Autos tatsächlich schneller an zu brennen?

Nicht wenige glauben, dass E-Autos schneller Feuer fangen als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Die TU Braunschweig hat dazu jetzt...

DWN
Finanzen
Finanzen Nie zuvor haben Investoren so viel Geld in ETFs investiert

Im ersten Quartal gab es Rekordzuflüsse von 359,2 Mrd. Dollar in börsengehandelte Fonds. Der historische Rekord ist eine Folge der...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Regierung muss keine Geldgeschenke verteilen: Selbsterarbeiteter Wirtschaftsboom in China erreicht Verbraucher

Der starke Anstieg der Importe zeigt, dass der Wirtschaftsboom in China nun auch bei den Verbrauchern angekommen ist. Im Gegensatz zu den...