Technologie

Siemens und Standard Chartered wollen Blockchain für Bankgarantien nutzen

Lesezeit: 3 min
01.09.2018 22:46
Die Partner wollen die papierintensiven Prozesse im globalen Handel vollständig digitalisieren und in die Blockchain bringen.
Siemens und Standard Chartered wollen Blockchain für Bankgarantien nutzen

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

TOP-Meldung

Siemens und Standard Chartered wollen Blockchain für Bankgarantien nutzen

Das britische multinationale Bank- und Finanzdienstleistungsunternehmen Standard Chartered (SC) gab bekannt, dass es an einem Blockchain-Pilotprojekt für Bankgarantien arbeitet und dafür die R3-Corda-Blockchain-Technologie verwendet.

In Zusammenarbeit mit dem Siemens-Finanzierungszweig Siemens Financial Services (SFS) und der Handelsfinanzierungsplattform TradeIX wurde das Pilotprojekt im März in Betrieb genommen und soll bis Ende 2018 abgeschlossen sein.

Wenn dies gelingt, wird das Projekt "den Handel digitalisieren und Echtzeitdaten nutzen, um Effizienzgewinne zu erzielen und die Art und Weise, wie Handelsfinanzierungen durchgeführt werden, zu verändern", sagte SCs globaler Leiter für Handelsprodukte, Samuel Mathew. "Die Zukunft des Handels dreht sich vor allem um Daten."

Bankgarantien seien traditionell ein sehr papierintensiver Bereich, heißt es in der Pressemitteilung. Die branchenweit erste Blockchain-Lösung wurde entwickelt, um die derzeitigen Praktiken durch "vollständige Digitalisierung des Prozesses, von der Einführung der Bankgarantie bis hin zur Bearbeitung von Ansprüchen", deutlich zu straffen.

"Wir glauben, dass der globale Handel an der Schwelle einer digitalen Transformation auf mehreren Ebenen steht, die das gesamte Geschäfts- und Betriebsmodell revolutionieren wird", so Rob Barnes, CEO von TradeIX.

Die Nachrichten markieren eine weitere Implementierung für die Corda-Plattform von R3, nachdem die Bank of Thailand letzte Woche bekannt gab, dass sie die Technologie zur Schaffung einer digitalen Zentralbankwährung verwendet.

Weitere Meldungen

PwC trainiert über 2 Jahre hinweg 1000 Mitarbeiter in Blockchain

  • Das in Großbritannien ansässige multinationale Netzwerk für professionelle Dienstleistungen PricewaterhouseCoopers (PwC) wird das Wissen seiner Mitarbeiter über ein spezielles Programm im nächsten Jahr stärken, berichtete Digiday am Donnerstag, dem 30. August.
  • Als Teil eines koordinierten Vorstoßes zur Verbesserung des digitalen Bewusstseins wird das Unternehmen 1000 Mitarbeiter über sein Digital Accelerators Programm beschäftigen, das ab Januar für zwei Jahre läuft.
  • Die Teilnehmer verzichten auf einen Teil ihrer regelmäßigen Arbeitsbelastung und konzentrieren sich stattdessen stark auf digitale Innovationen einschließlich Blockchain.

Kenia: Krypto-Projekt will die Logistikqualität verbessern

  • Wenige Tage nachdem Kenias Wahlbehörde beschlossen hatte, Blockchain in sein Abstimmungssystem zu integrieren, bereitet sich das ostafrikanische Land Berichten zufolge darauf vor, seine erste Blockchain-basierte Kryptowährung für die Wertschöpfungskette bis Ende September einzuführen.
  • Das Cryptocurrency-Projekt namens TMX Global Coin zielt darauf ab, die Probleme in der Logistikbranche in Afrika zu lösen.
  • TMX Global Coin wurde Berichten zufolge im Jahr 2017 als eine dezentrale Plattform entwickelt, die intelligente Verträge nutzt, um Probleme im Zusammenhang mit nationalen und internationalen Import- und Exportgeschäften zu beseitigen.

Kolumbien: Präsident verspricht Steuersenkungen für Blockchain-Firmen

  • Der kolumbianische Präsident Ivan Duque hat kürzlich versprochen, Steuern für Kryptowährungs- und Blockchain-Startups zu senken, berichtete die Lokalzeitung El Tiempo.
  • Er schlug vor, Blockchain und KI zu nutzen, um öffentliche Gelder zu verfolgen und Auffälligkeiten zu erkennen.
  • In der Kryptoindustrie versprach Duque, die Kryptowährungsbranche für fünf Jahre von Mietsteuern zu entlasten, sofern sie eine bestimmte Anzahl neuer Arbeitsplätze schaffen.

Taiwan: Klinik startet Blockchain-Plattform zur medizinischen Datenhaltung

  • Das Taipei Medical University Hospital hat eine Blockchain-betriebene Plattform zur Verbesserung der medizinischen Aufzeichnungen eingeführt, berichtete Taipei Times am 31. August.
  • Die sogenannte "Healthcare Blockchain Platform" wurde Berichten zufolge entwickelt, um die hierarchische Medizinsystempolitik der Regierung zu unterstützen, die Patientenempfehlungsdienste zu verbessern und einzelne Gesundheitsversorgungsnetzwerke zu integrieren, um den Patienten den Zugang zu ihren medizinischen Unterlagen zu erleichtern.
  • Über die Plattform können Patienten auf "einen vollständigen Satz aller ihrer medizinischen Unterlagen zugreifen, einschließlich hochauflösender medizinischer Bilder, Laborergebnisse sowie Informationen zu klinischen und gesundheitlichen Untersuchungen", während Krankenhäuser und Kliniken die Patientenakten mithilfe von intelligenten Verträgen anfordern, autorisieren und teilen können.

Meldungen vom 31.08.

Meldungen vom 30.08.

Meldungen vom 29.08.

Meldungen vom 28.08.

Mehr Themen finden Sie im Blockchain-Monitor der DWN.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Finanzen
Finanzen Die Finanz-Jongleure der EU üben neue Tricks - besser wäre es, wenn sie den Banken die Arbeit nicht erschweren würden

Plötzlich taucht der Krisenfonds ESM aus der medialen Versenkung wieder in der öffentlichen Debatte auf. Doch was genau ist der ESM, was...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Aluminium-Branche schlägt Alarm: Cocktail aus Covid und Green Deal führt den Mittelstand in den Ruin

Der europäische Zusammenschluss der Aluminium verarbeitenden Unternehmen warnt in einer neuen Studie vor dem Ausverkauf einer ganzen...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Hunderte Millionen betroffen: Pandemie löst weltweite Ernährungs-Krise aus

Zahlreiche Menschen werden offenbar nicht wegen einer Corona-Infektion, sondern aufgrund der wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie auf...

DWN
Politik
Politik Eskalation in Sachsen-Anhalt: Ministerpräsident Haseloff feuert Innenminister im Streit um Rundfunkgebühren

Der Streit um die Anhebung der Rundfunkgebühr in Sachsen-Anhalt eskaliert. Ministerpräsident Haseloff feuert seinen INnenminister.

DWN
Finanzen
Finanzen Wirecard-Skandal verändert Dax dauerhaft

Die Deutsche Börse stockt den Dax auf 40 Mitglieder auf. Das ist nur eine Folge der Wirecard-Pleite. Die Zusammensetzung des Dax soll...

DWN
Politik
Politik Nord Stream 2: Keine US-Sanktionen gegen Merkel, sondern „nur“ gegen deutsche Firmen

Im Streit um die deutsch-russische Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 will der US-Kongress Sanktionen gegen Regierungen und Behörden...

DWN
Finanzen
Finanzen EU-Ombudsfrau rügt Deal zwischen BlackRock und EU-Kommission, doch ohne Konsequenzen

Die Europäische Ombudsfrau hat einen Auftrags-Deal zwischen der EU-Kommission und dem US-Finanzgiganten BlackRock wegen möglicher...

DWN
Politik
Politik US-Kongress will Truppenabzug aus Deutschland stoppen

Demokraten und Republikaner im US-Kongress wollen den von Präsident Donald Trump geplanten Truppenabzug aus Deutschland blockieren. Doch...

DWN
Politik
Politik Scholz droht Tankstellen mit Pflicht zum Bau von Ladestationen für E-Autos

Wenn Deutschlands Tankstellen Ladestationen für Elektro-Autos nicht bald freiwillig installieren, dann will Bundesfinanzminister Olaf...

DWN
Deutschland
Deutschland Industrie meldet sechstes Auftragsplus in Folge, Aufträge über Vorkrisenniveau

Im Oktober sind die Industrieaufträge in Deutschland überraschend deutlich weiter gewachsen. Entscheidend war das starke Auftragswachstum...

DWN
Finanzen
Finanzen Die Rückkehr des „Bail in“: Denkfabriken erwarten eine neue Euro-Krise im kommenden Jahr

Mehrere Denkfabriken befassen sich konkret mit Vorbereitungen für eine neue europäische Schulden- und Bankenkrise. Dabei könnte die 2013...

DWN
Politik
Politik Studie: China soll die Welt wegen des Corona-Virus entschädigen

Das chinesische Corona-Virus hat alleine in der G7-Staatengruppe bis zum April 2020 einen Schaden von 3,62 Billionen Euro verursacht. Nun...

DWN
Politik
Politik Weihnachten in Europa: Wo darf man wie feiern?

Im Hinblick auf die Weihnachtsfeiertage gehen die Länder Europas abweichende Weg. Es folgt ein Überblick über die beschlossenen...

DWN
Politik
Politik Tschechien öffnet Skigebiete, Schweiz hält Pisten offen

Während die Skipisten in Bayern dieses Jahr geschlossen bleiben, werden Tschechien und Österreich ihre Skigebiete öffnen, und auch in...