Finanzen

Deutsche Industrie erleidet stärksten Auftrags-Einbruch seit 2012

Lesezeit: 1 min
24.01.2019 10:48
Die Zahl der Aufträge für die deutschen Industrieunternehmen ist im Januar schwer eingebrochen.
Deutsche Industrie erleidet stärksten Auftrags-Einbruch seit 2012

Benachrichtigung über neue Artikel:  

Die Geschäfte der deutschen Industrie sind im Januar erstmals seit mehr als vier Jahren wieder geschrumpft. Der Einkaufsmanagerindex fiel um 1,6 auf 49,9 Punkte. Das Barometer liegt damit erstmals seit November 2014 unter der Marke von 50, ab der es ein Wachstum signalisiert. Von Reuters befragte Ökonomen hatten lediglich einen kleinen Rückgang auf 51,3 Zähler erwartet.

Dass er deutlich größer ausfiel, lag vor allem an den sinkenden Aufträgen: Sie gaben so stark nach wie seit 2012 nicht mehr, wie das Institut IHS Markit am Donnerstag zu seiner monatlichen Umfrage unter Hunderten Unternehmen mitteilte. "Die Krise im Automobilsektor und die nachlassende Nachfrage aus China gaben dafür nach einhelliger Meinung eines Großteils der Befragten den Ausschlag", sagte Markit-Experte Phil Smith.

Bereits zum Jahresende 2018 ging die Produktion in der deutschen Industrie deutlich zurück.

Besser schlugen sich zum Jahresauftakt die Dienstleister. Deren Barometer kletterte um überraschend deutliche 1,3 auf 53,1 Punkte. "Die Dienstleister bekamen aber den höheren Lohndruck zu spüren, der sich nicht nur im Anstieg der Gesamtkosten niederschlug, sondern auch die Angebotspreise in die Höhe trieb", betonte Smith. Der gemeinsame Einkaufsmanagerindex für Industrie und Dienstleister legte um 0,5 auf 52,1 Punkte zu. "Das Wirtschaftswachstum zählte jedoch ein weiteres Mal zu einem der schwächsten seit vier Jahren", sagte Smith.

Der Internationale Währungsfonds hat gerade erst seine Wachstumsprognose für die deutsche Wirtschaft im laufenden Jahr auf 1,9 von 1,3 Prozent gesenkt. "Produktionsschwierigkeiten in der Autoindustrie und eine geringere externe Nachfrage belasten das Wachstum 2019", hieß es zur Begründung.

Die Weltwirtschaft steuert dem IWF indes auf einen „überraschend schnellen“ Abschwung zu.



 

DWN
Unternehmen
Unternehmen Bertelsmann-Studie: Wie nachhaltig sind deutsche Unternehmen?
25.05.2024

Die Transformation deutscher Unternehmen befindet sich an einem entscheidenden Wendepunkt, der von der zunehmenden Digitalisierung, dem...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Nach den Protesten im Winter: Bauern wieder in schwieriger Geschäftslage
25.05.2024

Die finanzielle Situation vieler Höfe hatte sich zuletzt deutlich stabilisiert. Ist diese Phase für die Landwirtschaft nun schon wieder...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Lieferdienst Getir ist vom Markt: Wie es bei den Lebensmittel-Lieferanten weitergeht
25.05.2024

Der Weg zum nächsten Supermarkt ist in Deutschland meist kurz. Trotzdem bestellen viele Menschen Brot, Käse, Obst und Gemüse längst...

DWN
Politik
Politik Die größte Demokratie der Welt wählt: Indiens verstärkt despotische Aussichten
25.05.2024

Einige Monate vor dem Beginn der indischen Parlamentswahlen am 19. April (die Wahlen dauern noch bis 1. Juni an) machte der...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Deutscher Teeverband sorgt sich um Kleinbauern
25.05.2024

Der Deutsche Teeverband bangt wegen des neuen Liefergesetzes der EU um die Kleinbauern als Zulieferer. Eine Sorge, die die...

DWN
Technologie
Technologie China dominiert grüne Technologien – und wird zum Big Player der Erdölindustrie
25.05.2024

Chinas Exporte von Batterien, Elektroautos und Solarmodulen sind im vergangenen Jahr auf ein Rekordniveau gestiegen, womit das Land seine...

DWN
Politik
Politik Russische Taktiken und die europäische Sicherheitslandschaft: Norwegen im Fokus
25.05.2024

Tor Ivar Strømmen gilt als einer der angesehensten Militärwissenschaftler Norwegens. Kurz nach der Entdeckung der Lecks in der Nord...

DWN
Finanzen
Finanzen Fußball-EM 2024: Gemeinsam gucken und Steuer sparen - für Teamgeist und Motivation
25.05.2024

Sie wollen in der Firma den Teamgeist stärken und eine größere Identifikation der Mitarbeitenden mit dem Unternehmen schaffen? Laden...