Zweitgrößte Partei Koreas will sich mit Blockchain organisieren

 

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01.02.2019 22:03
Die zweitgrößte Partei Südkoreas will Blockchain-Technologie einsetzen, um die Parteiarbeit besser zu organisieren. Auch eine Vergabe von Token an die Mitglieder ist vorgesehen.
Zweitgrößte Partei Koreas will sich mit Blockchain organisieren

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Zweitgrößte Partei Koreas will sich mit Blockchain organisieren

Die zweitgrößte Partei in Südkorea, die Liberty Korea Party (LKP), hat es sich zum Ziel gesetzt, die Blockchain-Technologie in vier großen Bereichen einzusetzen, heißt es in einer offiziellen Ankündigung vom 31. Januar.

Die LKP besetzt mehr als ein Drittel der Sitze in der koreanischen Nationalversammlung, berichtet Cointelegraph. Die politisch konservative Partei hat mehr als 3 Millionen Mitglieder.

Mit der Implementierung von Blockchain-Technologie will man eine neue Ära der offenen digitalen Demokratie starten. Ihre Initiative zielt darauf ab, Informationen transparenter zu machen und "ein neues System aufzubauen, in dem Bürger und Mitglieder der Partei auf revolutionäre Weise teilnehmen können".

Die Pressemitteilung fügt hinzu: "Die Blockchain, die als eine der Schlüsseltechnologien der 4. industriellen Revolution gilt, ist eine Technologie, mit der Benutzer Daten austauschen und gegenseitiges Vertrauen gewährleisten können."

Die Blockchain-Technologie wird in vier Hauptbereichen implementiert. Eine Verwendung wird darin bestehen, die Ergebnisse von Parteiversammlungen zu erfassen. Eine zweite Verwendung von Blockchain besteht darin, den Erfolg von Mitgliederaktivitäten zu erfassen und auszuwerten.

Die Pressemitteilung der Partei erwähnt sogar die Möglichkeit, den Mitgliedern Token zur Verfügung zu stellen. Sie führt jedoch nicht aus, wie ein Token-System implementiert werden soll oder welchen Zweck es verfolgt.

Der dritte Bereich zum Einsatz von Blockchain ist das Abstimmungsverfahren für Wahlen in der Partei. Dazu gehört ein Blockchain-basiertes Online-System, das Anonymität, Transparenz und Sicherheit ermöglicht.

Blockchain soll auch für ein Petitionssystem verwendet werden, um eine Manipulation der Kommentare von Parteimitgliedern zu verhindern.

Die südkoreanische Regierung hat vor kurzem mit der Prüfung des Potenzials von Blockchain-Technologie für administrative und politische Transparenz begonnen. Bereits im Juli letzten Jahres hatte ein Verwaltungsbezirk im Südwesten von Seoul ein Blockchain-basiertes System zur Verbesserung von Bewertungsprozessen und Verwaltungsverfahren eingerichtet.

Im November kündigten das südkoreanische Ministerium für Wissenschaft und Informationstechnologie und die nationale Wahlkommission einen Plan zur Verwendung der Blockchain-Technologie für ein Online-Abstimmungssystem an, wie Cointelegraph berichtete.

Und im Januar gab Yeongdeungpo-gu - ein Verwaltungsbezirk in der südkoreanischen Hauptstadt - offiziell den Start eines Bewertungssystems mit Blockchain-Technologie bekannt, das auf die Stärkung der Verwaltungstransparenz abzielt.

Weitere Meldungen

Japanischer Handelsriese Itochu entwickelt Blockchain-System

  • Eines der größten japanischen Handelsunternehmen hat offiziell den Start eines Proof-of-Concept (PoC) angekündigt, mit dem ein Blockchain-System zur Rückverfolgung entwickelt werden soll, so eine Pressemitteilung vom 1. Februar.
  • Die Itochu Corporation, ein allgemeines Handelsunternehmen und eines der fünf größten Unternehmen in Japan, entwickelt ein Rückverfolgungssystem, mit dem Käufer und Verkäufer Datum, Uhrzeit, Ort und andere Transaktionsdetails über eine Smartphone-App in der Blockchain erfassen können.
  • Der PoC wird die Naturkautschuk-Lieferkette des indonesischen Unternehmens Pt Aneka Bumi Pratama nutzen, das Gummigranulat verarbeitet und produziert und sich vollständig im Besitz der Itochu Corporation befindet.

Seoul startet Blockchain-Team für staatliche Dienstleistungen

  • Die Regierung von Seoul hat das Seoul Blockchain Governance Team ins Leben gerufen, um die Vorteile der Blockchain in administrativen Diensten zu untersuchen, berichtet Yonhap News am 31. Januar.
  • Die Mitglieder des Teams untersuchen das Potenzial von Blockchain-Anwendungen in verschiedenen Regierungsdiensten, einschließlich Online-Abstimmungen.
  • Das Team besteht aus 100 Mitarbeitern zwischen 21 und 77 Jahren, darunter Entwickler, Verbandsverantwortliche, Projektträger, Unternehmensvertreter sowie Studenten.

IBM schließt Blockchain-Test ab, der Mandarinen-Lieferung verfolgt

  • IBM hat einen Test der Blockchain-Technologie abgeschlossen, um eine Lieferung von Mandarinen aus China nach Singapur zu verfolgen.
  • Vor dem chinesischen Neujahrsfest am 5. Februar wurden 28 Tonnen Mandarinen oder 3.000 Kartons mit etwa 108.000 Früchten geliefert (Mandarinen sind ein Symbol für Wohlstand, erklärte IBM).
  • Das wichtigste Dokument der Lieferung, der Frachtbrief, wurde in einer Blockchain erfasst.

Meldungen vom 31.01.

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