Neuer EZB-Stresstest simuliert umfangreichen Bankrun

 

Mehr zum Thema.

Benachrichtigung über neue Artikel:  
Banken  
EZB  
Geopolitik  
 
Lesezeit: 1 min
06.02.2019 15:49
Die Europäische Bankenaufsicht simuliert bei ihrem neuen Stresstest breit angelegte Bankruns und einen Zusammenbruch des Finanzsystems.
Neuer EZB-Stresstest simuliert umfangreichen Bankrun

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  
Banken  
EZB  
Geopolitik  

Die EZB-Bankenaufsicht prüft die Überlebensdauer von Geldhäusern bei plötzlichen starken Geldabflüssen, berichtet Reuters. In hypothetischen Stressszenarien soll ermittelt werden, wie viele Tage eine Bank bei Liquiditätsschocks mit vorhandenen Finanzmitteln weiter geschäftsfähig bleiben kann, wie die EZB am Mittwoch in Frankfurt mitteilte.

Die Ergebnisse der Simulationen sollen mit den Instituten besprochen werden und in die jährliche Bankenprüfung einfließen. Sie sollen zwar nicht automatisch Einfluss auf die Kapitalanforderungen der Banken haben, aber Schwachstellen bei ihnen aufzeigen. Die Analyse soll innerhalb der nächsten vier Monate abgeschlossen werden.

In ihren Simulationen wollen die Bankenwächter Extrem-Situationen vorgeben, in denen es beispielsweise zu starken Geldabflüssen von den Konten kommt oder die Institute in Liquiditätsprobleme geraten aufgrund von Herabstufungen der Ratingagenturen. Die Prüfung soll aufzeigen, wie verwundbar die Geldhäuser bei verschiedenen Arten solcher Schocks sind.

Zudem wollen die Aufseher herausfinden, an welcher Stelle die einzelnen Banken ihr Liquiditätsmanagement verbessern müssen. Sie hatten sich für 2019 auf ihre Fahnen geschrieben, Liquiditätsrisiken bei den Banken besonders unter die Lupe zu nehmen. Die EZB ist seit Herbst 2014 für die Aufsicht über die großen Banken der Euro-Zone zuständig. Aktuell kontrolliert sie 119 Institute. In Deutschland zählen die Deutsche Bank und die Commerzbank dazu.


Mehr zum Thema:  

DWN
Marktbericht
DWN
Finanzen
Finanzen Corona-Insolvenzwelle, Teil 5: Die erste deutsche Universität steuert auf die Pleite zu

Die durch die Corona-Pandemie ausgelösten Finanzprobleme machen auch vor dem deutschen Bildungssektor nicht Halt. Nun kämpft die erste...

DWN
Politik
Politik Funkstille zwischen China und den USA: Das Risiko einer militärischen Eskalation im Pazifik ist so hoch wie nie zuvor

Im Südchinesischen Meer verschärfen sich die bestehenden Spannungen. Das Risiko ernster Zwischenfälle ist Experten zufolge so hoch wie...

DWN
Deutschland
Deutschland US-Höchstgericht urteilt im Besitz-Streit um den Welfenschatz der Preußen-Stiftung

Der höchste Gerichtshof der USA soll klären, ob die Stiftung Preußischer Kulturbesitz rechtmäßiger Eigentümer des Welfenschatzes ist....

DWN
Politik
Politik Krawall im Südsee-Paradies: Niederlande aktivieren Soldaten zur Eindämmung schwerer Unruhen auf Curacao

Auf der zu den Niederlanden gehörenden Karibikinsel Curacao sind Unruhen ausgebrochen. Den Haag aktiviert seine dort stationierten...

DWN
Deutschland
Deutschland Konjunktur-Prognose des ifo-Instituts zu optimistisch? Fehlt auch nur ein Baustein, bricht das Kartenhaus zusammen

DWN-Gastautor Michael Bernegger und DWN-Chefredakteur Hauke Rudolph liefern eine Einschätzung der ifo-Prognose, der zufolge die deutsche...

DWN
Politik
Politik Neue Festnahme im Epstein-Skandal: Für Prinz Andrew wird die Lage zunehmend brenzlig

Die Festnahme der ehemaligen Freundin des Sexualverbrechers Jeffrey Epstein könnte für Prinz Andrew gefährlich werden. Die Dame kennt...

DWN
Politik
Politik Einbruch-Serie erschüttert Europaparlament: Dutzende Büros aufgebrochen, Akten und Computer gestohlen

Wie erst jetzt bekannt wurde, wurden im Europaparlament in Brüssel in den vergangenen Wochen dutzende Abgeordneten-Büros aufgebrochen und...

DWN
Politik
Politik Frankreichs Regierung tritt komplett zurück

Nach dem Debakel bei der Kommunalwahl muss sich Frankreichs Regierung komplett neu aufstellen.

DWN
Finanzen
Finanzen Bayer im Schuldenstrudel: Nach Monsanto-Desaster sind Neu-Schulden in Milliardenhöhe nötig

Die teure Übernahme des unbeliebtesten Unternehmens der Welt geht für Bayer kräftig nach hinten los. Auch nach den neuesten...

DWN
Finanzen
Finanzen EZB warnt: Das Gespenst der Deflation ist zurück

Die Europäische Zentralbank warnt vor deflationären Tendenzen in Europa. Viele Branchen dürften in Wahrheit aber weit von sinkenden...

DWN
Politik
Politik Britisches Höchstgericht: Venezuelas Goldschatz in London steht selbsternanntem Präsidenten Guaido zur Verfügung

Im Streit um die in London lagernden Goldvorräte Venezuelas hat der britische High Court ein Urteil gefällt. Demnach kann der...

DWN
Panorama
Panorama Kreml reagiert auf erhöhte Radioaktivität im Gebiet der Ostsee

Russland hat Vorwürfe zurückgewiesen, wonach das Land für die zuletzt erhöhte Radioaktivität in der Ostsee verantwortlich gewesen sein...

DWN
Politik
Politik Kopfgeld für tote US-Soldaten: Der neueste PR-Feldzug des Tiefen Staates gegen Trump

Interessierte Kreise versuchen mit immer neuen Behauptungen, den amerikanischen Präsidenten Donald Trump in Verruf zu bringen....

DWN
Technologie
Technologie Wasserstoff: Die Lösung aller Antriebs-Probleme beim Auto?

Der Experte Timm Koch plädiert im großen DWN-Interview für das Auto mit Brennstoffzellen-Antrieb, der auf Wasserstoff basiert.

celtra_fin_Interscroller