Politik

Blockchain-Plattform von IBM und Maersk startet in Russland

Lesezeit: 2 min
23.06.2019 18:36
Die Blockchain-Plattform TradeLens, die von IBM und Maersk entwickelt wurde, um den internationalen Handel zu erleichtern, kommt nach Russland.
Blockchain-Plattform von IBM und Maersk startet in Russland
Der Hafen von Sankt Petersburg schließt sich der von Maersk und IBM entwickelten Blockchain-Plattform TradeLens an. (Foto: AFP)
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Die von IBM und dem dänischen Schifffahrts- und Logistikriesen Maersk entwickelte Blockchain-Plattform TradeLens wird in Russland verfügbar. Im Rahmen einer Vereinbarung mit den russischen Behörden wird der Raum Sankt Petersburg mit dem Einsatz beginnen.

Der Hafen von Sankt Petersburg schließt sich dem Ökosystem von TradeLens an, das aus Unternehmen und Organisationen besteht, die Pionierarbeit für digitalisierte Container-Dokumentationsflüsse in der globalen Lieferkette leisten, so eine Pressemitteilung von Maersk. Der Hafens von Sankt Petersburg an der Ostsee ist der wichtigste russische Container-Umschlagsplatz.

Maersk und das russische Verkehrsministerium haben am 5. Juni ein Memorandum of Understanding unterzeichnet, das die Einführung von TradeLens in Russland ermöglicht. Die von Maersk und IBM gemeinsam entwickelte Blockchain-Plattform soll den internationalen Handel erheblich erleichtern.

Die Vereinbarung ermöglicht die Implementierung von TradeLens auf dem russischen Markt mit dem Ziel, den digitalen Dokumentationsfluss in den derzeit überwiegend papierbasierten Transportprozessen einzuführen. Damit werden die Vorteile der Plattform in Kürze auf viele Unternehmen ausgeweitet.

"Das Hauptergebnis der Implementierung von TradeLens sollte gemäß unseren Erwartungen eine Erhöhung der Transparenz des Vertragsverfahrens durch die Verteilung von Informationen über Angebot und Nachfrage, Bedingungen und Abläufe zwischen vielen Teilnehmern der Transport- und Logistikprozesse sein", sagte Russlands stellvertretender Handelsminister Jurij Tsvetkov bei der Unterzeichnung.

TradeLens ist eine offene und neutrale Branchenplattform und wird von führenden Unternehmen der globalen Schifffahrtsbranche unterstützt. Die Plattform hat bereits mehr als 100 Teilnehmer und in Kürze werden die Daten für fast die Hälfte der weltweiten Seecontainerladung verfügbar sein.

Anfangs hatte die Plattformen Schwierigkeiten, große Schifffahrtsunternehmen an Bord zu holen. Denn TradeLens war zum Vorteil von Maersk und IBM gegründet worden. Doch nach Veränderungen in der Unternehmensstruktur sind kürzlich auch die Mediterranean Shipping Company (MSC), die zweitgrößte nach Maersk, und die CMA-CGM, die viertgrößte in Bezug auf die Ladekapazität, beigetreten.

Die Plattform verspricht einen effizienten, transparenten und sicheren Informationsaustausch. "Sie fördert die Zusammenarbeit und das Vertrauen, verbessert die Benutzerfreundlichkeit und senkt die Kosten durch Digitalisierung", sagt Mike White, CEO und Head of TradeLens bei Maersk GTD Inc., der für das Projekt zuständigen Tochtergesellschaft.

Mit der Einführung in Sankt Petersburg gewinnt TradeLens eine bedeutende Präsenz in Russland. Die Plattform soll die Interaktion zwischen den Verladern und verschiedenen Regulierungs- und Verwaltungsbehörden des Landes erheblich erleichtern und letztendlich die Geschwindigkeit der Frachtabfertigung und des grenzüberschreitenden Warenverkehrs erhöhen.

Die Mitglieder von TradeLens erhalten einen umfassenden Überblick über ihre Daten und können digital zusammenarbeiten, während sich die Fracht um die ganze Welt bewegt. Dabei tragen sie selbst dazu bei, eine transparente, sichere und unveränderliche Aufzeichnung der Transaktionen in der Blockchain zu erstellen.

Schon heute verarbeitet TradeLens über zehn Millionen Versandvorgänge und Tausende von Dokumenten pro Woche und bietet Verladern, Spediteuren, Zollbeamten, Hafenbehörden, Binnentransportunternehmen und anderen Teilnehmern einen gemeinsamen Einblick in die relevanten Transaktionen.

Das Bekenntnis von TradeLens zum Datenschutz und zu genehmigtem Datenzugriff trägt dazu bei, Privatsphäre und Vertraulichkeit zu gewährleisten. Zugleich ermöglicht man den Benutzern, effizienter zusammen zu arbeiten, da sie in Echtzeit Zugriff auf ihre Lieferdaten erhalten.

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