Technologie

Studie: CO2-Steuer wird E-Autos günstiger machen als Diesel und Benziner

Lesezeit: 1 min
16.09.2019 12:57  Aktualisiert: 16.09.2019 13:19
Beim Kauf und dem anschließenden Betrieb eines Elektro-Autos entstehen nur unwesentlich höhere Kosten als bei einem Pkw mit konventionellem Antrieb. Bald könnten Stromer sogar günstiger sein.
Studie: CO2-Steuer wird E-Autos günstiger machen als Diesel und Benziner
Präsentation des neuen VW-Stromers "ID.3" auf der IAA. (Foto: dpa)
Foto: Silas Stein

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Einer der Gründe, warum sich die Elektromobilität in Deutschland nicht durchsetzt, sind die - vermeintlich - hohen Kosten. Doch laut dem „Automobilbarometer 2019“ der „Consors Finanz“ (einer Tochter der französischen Großbank „PNB Paribas“) werden diese Kosten überschätzt. Wie der Fachdienst „Automobil-Industrie“ meldet, kommt die „Consors“ in ihrer Studie zu dem Schluss, dass ein E-Auto der Kompaktklasse einschließlich Kauf und Betriebskosten in den ersten vier Jahren mit 26.550 Euro zu Buche schlagen. Ein durchschnittlicher Benziner kostet mit 25.550 Euro nur circa 1.000 Euro weniger (das entspricht 250 Euro im Jahr, knapp 21 Euro im Monat beziehungsweise 70 Cent am Tag). Im Jahr 2025, so schätzen die Studienautoren, werden sich die Mehrkosten auf 500 Euro halbiert haben, ab 2030 werden die Kosten auf gleichem Niveau liegen.

Die höheren Kosten des E-Autos sind zu einem großen Teil auf den höheren Anschaffungspreis zurückzuführen, der wiederum seinen Grund in den hohen Produktionskosten der Batterie hat. Sollte diese Kosten schneller sinken als erwartet, und sollten die Steuern für Benzin und Diesel angehoben werden, könnte ein E-Auto bald sogar günstiger sein als ein konventionell angetriebener Pkw. Dass die Steuern für Kraftstoff bald angehoben werden, ist alles andere als unwahrscheinlich. Die Bundesregierung erwägt schon seit einiger Zeit, eine CO2-Steuer einzuführen, die die Bürger dazu bringen soll weniger, zu fahren, was es wiederum dem Staat erleichtern soll, seine Klimaziele zu erreichen.


Mehr zum Thema:  

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Rockwell Automation: Cybersicherheit dominiert Prioritätenliste der Automobilindustrie
18.06.2024

Eine neue Studie von Rockwell Automation zeigt, dass Cybersicherheit für Automobilhersteller oberste Priorität hat. Aber warum ist das so?

DWN
Technologie
Technologie Globalisierung Gesundheitswesen: Das gelbe Impfbuch aus Papier wird digital
18.06.2024

Milliarden Covid-Impfzertifikate haben als Nachweise ihre Gültigkeit verloren. Der traditionelle Impfpass soll an die Stelle der...

DWN
Politik
Politik EU-Spitzenposten: Keine Einigung - von der Leyen braucht Geduld
18.06.2024

Der Poker um die Besetzung der EU-Spitzenposten nach der Europawahl geht in die Verlängerung: Die Staats- und Regierungschefs der...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Mittelstandsumfrage: Betriebssoftware ist das Herzstück der Digitalisierung in Unternehmen
18.06.2024

Ein neuer Report zeigt: ERP-Systeme sind entscheidend für die Digitalisierung im Mittelstand. Während KI und Cloud weniger wichtig sind,...

DWN
Finanzen
Finanzen DAX-Erholung auf wackligen Beinen, US-Dollar im Aufwind, Gold leidet - der DWN-Marktreport
18.06.2024

Die DAX-Erholung hat sich im frühen Dienstagshandel zunächst fortgesetzt, alles bleibt aber eine wacklige Angelegenheit. Am Gesamtmarkt...

DWN
Politik
Politik Verteidigungsausgaben Deutschland 2024: Nato-Ziele erreicht
18.06.2024

Deutschland hat der Nato für das aktuelle Jahr geschätzte Verteidigungsausgaben von 90,6 Milliarden Euro gemeldet und würde damit klar...

DWN
Politik
Politik Selenskyj lobt Friedensbemühungen in der Schweiz - Russland verstärkt Angriffe
18.06.2024

Nach der internationalen Ukraine-Friedenskonferenz in der Schweiz zog der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Montag eine...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Liquidität: Baubranche leidet unter übler Zahlungsmoral der Behörden
18.06.2024

Die deutsche Baubranche kämpft neben der Wohnungsbau-Krise vor allem mit der schlechten Zahlungsmoral der öffentlichen Hand. Ausgerechnet...