Wirtschaft

Beschlossene Sache: VW baut Autowerk in der Türkei

VW wird in der Türkei ein Autowerk mit einer Investitionssumme in Höhe von 1,3 Milliarden Euro bauen. Von dem Projekt könnte auch Tschechien als Zulieferer profitieren.
25.09.2019 16:39
Aktualisiert: 25.09.2019 16:44
Lesezeit: 1 min

Die türkische Handelsministerin Ruhsar Pekcan hat bekannt gegeben, dass der deutsche Autohersteller Volkswagen (VW) ein Werk in Manisa eröffnen wird. Die Investitionssumme soll bei 1,3 Milliarden Euro liegen.

Nach Angaben von Motor 1 Türkiye will VW insgesamt eine Milliarde Euro in den Bau einer neuen Fabrik in Manisa investieren. Nach Informationen der FAZ ist der Deal beschlossene Sache. Das Blatt wörtlich: “Der Bau eines großen Autowerks des VW-Konzerns in der Türkei ist beschlossene Sache. Nach Informationen der F.A.Z. hat der Aufsichtsrat die Investition schon genehmigt und eine Art Vorratsbeschluss gefasst, der jederzeit in Kraft treten kann.”

Der Sender Habertürk berichtet, dass in der neuen Fabrik die neuen SUV-Modelle von Seat und Skoda produziert werden sollen. Die Distribution der neuen Modelle soll die türkische Gruppe Doğuş Otomotiv übernehmen. Doğuş Otomotiv verfügt über eine Fuhrpark-Kapazität für zwei Millionen Fahrzeugen.

Die Zeitung Sabah berichtet, dass seit geraumer Zeit mehrere internationale Automobilhersteller gezielt in der Türkei investieren wollen.

Der tschechische Premier Andrej Babis bestätigte Anfang September 2019 bei einem Staatsbesuch in Ankara, dass VW in der Türkei investieren möchte. “Wir haben gehört, dass Volkswagen eine große Investition in der Türkei tätigt”, sagte er auf einer Pressekonferenz mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan. “Die Tschechische Republik ist ein wichtiger Hersteller von Autoteilen (...) Wir sind in dieser Frage führend und würden gerne zusammenarbeiten”, zitiert der englischsprachige Dienst von Reuters Babis.

Babis wurde offenbar von Erdoğan über das Vorhaben informiert. Babis fügte hinzu, dass er sich größere Investitionen aus der Türkei erhoffe. Babis lud türkische Bauunternehmen zum türkisch-tschechischen Wirtschaftsforum in Istanbul ein, das vom türkischen Foreign Economic Relations Board (DEIK) organisiert wurde. Er sagte, dass türkische Bauunternehmen eingeladen werden, das tschechische Autobahnnetz zu verbessern, berichtet die Hürriyet.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Wirtschaft
Wirtschaft ESG-Investitionen unter Druck: Was der amerikanische Rückzug für europäische Anleger bedeutet

Die Entscheidung mehrerer grosser amerikanischer Vermögensverwalter, sich aus ESG-bezogenen Investitionsallianzen zurückzuziehen, hat in...

DWN
Politik
Politik Geheimdienstbericht: Versteckt sich Paranoider Putin wirklich in einem Bunker?
15.05.2026

Wladimir Putin steht in Russland zunehmend für ein System, das Kontrolle, Abschottung und Misstrauen zum Machtprinzip erhebt. Wie tief hat...

DWN
Unternehmensporträt
Unternehmensporträt Berliner KI-Unternehmen Unframe will Datenchaos in Firmen ordnen
15.05.2026

Unframe will Unternehmen helfen, verstreute Informationen in nutzbare Arbeitsabläufe zu übersetzen. Im Fokus stehen Datenanalyse,...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Welthandel unter Druck: Golfkrise belastet den globalen Containerverkehr
15.05.2026

Die Golfkrise verschärft die Spannungen im Containerverkehr und lenkt Handelsrouten zunehmend in Richtung Afrika. Welche Folgen hat diese...

DWN
Politik
Politik Trump und Xi demonstrieren Einigkeit: Doch hinter den Kulissen dominieren harte Konflikte
15.05.2026

Beim Treffen von Donald Trump und Xi Jinping dominieren höfliche Gesten und gegenseitiges Lob. Dennoch verfolgen Washington und Peking...

DWN
Finanzen
Finanzen DAX-Kurs rutscht unter 24.000 Punkte: Berichtssaison verliert an Schwung
15.05.2026

Während die US-Börsen von der KI-Euphorie profitieren, zeigt sich der DAX-Kurs vor dem Wochenende deutlich schwächer. Anleger richten...

DWN
Panorama
Panorama DWN-Wochenrückblick KW 20: Die wichtigsten Analysen der Woche
15.05.2026

Im DWN Wochenrückblick KW 20 aus dem Jahr 2026 fassen wir die zentralen wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen der vergangenen...

DWN
Finanzen
Finanzen Goldpreis auf tiefstem Stand seit April: Warum Anleger plötzlich nervös werden
15.05.2026

Der Absturz beim Goldpreis am Freitag überrascht die Anleger. Und auch der Silberpreis steht vor dem Wochenende deutlich unter Druck. Vor...

DWN
Finanzen
Finanzen Rheinmetall-Aktie: Rekordaufträge reichen nicht mehr – Zweifel bei Anlegern bleiben
15.05.2026

Rekordaufträge, Milliarden aus Verteidigungshaushalten und neue Großprojekte: Eigentlich spricht vieles für die Rheinmetall-Aktie,...