Unternehmen

China wehrt sich gegen Vorwürfe der Industriespionage

Das Reich der Mitte steht in westlichen Medien im Verdacht, bei Airbus spioniert zu haben. Jetzt kontert die chinesische Regierung.
30.09.2019 12:32
Aktualisiert: 30.09.2019 12:58
Lesezeit: 1 min
China wehrt sich gegen Vorwürfe der Industriespionage
Hacking ist eine weitverbreitete Form der Industriespionage. China kommt immer wieder in Verdacht. Foto: dpa Foto: Sebastian Gollnow

Um den deutschen Flugzeugbauer Airbus ist ein Streit entbrannt. China soll das europäische Unternehmen mit Cyberangriffen attackiert haben, berichtet die französische Nachrichtenagentur AFP und beruft sich auf Industrie- und Sicherheitskreise. Jetzt wehrt sich die chinesische Regierung dagegen, die diesen Vorwurf entschieden zurückweist. "Wir wehren uns entschlossen gegen alle Anschuldigungen", sagte ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums. Das Land sei im Gegenteil ein Verfechter von Netzwerksicherheit.

In der jüngsten Vergangenheit habe es immer wieder Berichte über solche Angriffe gegeben, in denen "ohne jeden Beweis" China verantwortlich gemacht worden sei, sagte der Außenamtssprecher weiter. Ziel dieser Mutmaßungen sei es, die Volksrepublik zu "beschmutzen". "Das ist weder professionell noch verantwortungsbewusst," betonte der Sprecher.

Wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet, wurde Airbus in den vergangenen Monaten Opfer einer Reihe von Cyberangriffen. Die Hacker verschafften sich demnach über Zulieferfirmen Zugang zu technischen Dokumenten des Konzerns, unter anderem zur Zertifizierung von Flugzeugen. Auf die Urheber der Angriffe wollten sich die Ermittler nicht festlegen, einig waren sie sich aber darin, dass chinesische Hacker dafür verantwortlich sein könnten - die Medienberichte basieren demnach auf reiner Spekulation.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Damit Sie sich auf Ihr Unternehmen konzentrieren können

Ein Unternehmen zu führen, bedeutet, täglich Verantwortung zu übernehmen und Entscheidungen zu treffen. Gleichzeitig soll möglichst...

 

DWN
Finanzen
Finanzen US-Marktbericht: KI-Ausverkauf breitet sich aus
16.10.2026

Die Wall Street erlebt eine turbulente Handelswoche – erfahren Sie, was hinter der aktuellen Unruhe an den Märkten steckt.

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Deal mit Nvidia: Bundesregierung plant Kooperation mit US-Chiphersteller
16.10.2026

Deutschland will die Lücke beim Einsatz künstlicher Intelligenz in der Industrie schließen. Viele deutsche KMU hinken bei der digitalen...

DWN
Unternehmensporträt
Unternehmensporträt Ein Großhändler stellte 35 Roboter ein und verdreifachte so die Kapazität – ist das die Zukunft?
16.10.2026

Wenn Kunden eine Lieferung innerhalb von 24 Stunden erwarten, wird das Lager zu einem Wettbewerbsfaktor. Dies hat den dänischen...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Die 723.000-Mitarbeiter-Lücke: Deutschlands schleichender Verlust an Wohlstand
16.10.2026

Die deutsche Wirtschaft steuert auf eine historische Belastungsprobe zu. Während politische Debatten häufig von akuten Konjunktursorgen,...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Deutsche in der Dauerkrise: Immer mehr Ausfälle aufgrund psychischer Erkrankungen
16.10.2026

Die Krisen der vergangenen Jahre hinterlassen Spuren in der Psyche vieler Menschen und am Arbeitsmarkt: Immer mehr Arbeitnehmer fallen...

DWN
Politik
Politik Frühstartrente kommt: Bundestag beschließt 10 Euro für Kinder
16.10.2026

Mit der Frühstartrente will der Staat Kindern monatlich zehn Euro für ein langfristiges Aktiendepot geben. Wer zuerst von der...

DWN
Panorama
Panorama DWN-Podcast Folge 47: Die Woche im Rückblick – KW 42
16.10.2026

Unser neuer Podcast ist da: Die ganze Woche in wenigen Minuten. Der DWN-Wochenrückblick bringt die Themen, die zählen – eingeordnet,...

DWN
Politik
Politik Analyse: Europa steht geschlossen gegen China, verschärft aber den Konflikt um den Milliardenhaushalt
16.10.2026

Die EU sieht erste Fortschritte im Handelskonflikt mit China. Doch das Defizit wächst weiter, und Brüssel bereitet bereits neue...