Technologie

Dresdener Forscher fertigen Gasturbine per 3D-Druck

Dresdener Forscher haben der Weiterentwicklung des 3D-Drucks ein neues Kapitel hinzugefügt.
15.10.2019 18:15
Aktualisiert: 15.10.2019 18:23
Lesezeit: 1 min

Das Dresdner „Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung“ (IFAM) und der Ingenieur-Dienstleister „H+E-Produktentwicklung“ aus Moritzburg haben per 3D-Druck eine Siemens-Gasturbine im Maßstab 1 zu 4 hergestellt. Während das Original aus circa 3.000 Einzelteilen besteht, mussten für die 3D-Variante lediglich 68 Komponenten gefertigt werden, und zwar aus Stahl, Aluminium und Titan. Nur ein Teil wurde nicht im additiven Verfahren hergestellt, nämlich die Welle. Der Einsatz des 3D-Druckers spare viele Montage-Schritte und somit ein hohes Maß an Arbeitszeit, erläuterte Projektleiterin Marie Jurisch, wissenschaftliche Mitarbeiterin am IFAM.

Der Großteil der Fertigung geschah mit einem Elektronenstrahl-Drucker. Lediglich die inneren Turbinenstufen und eine geringe Anzahl weiterer Komponenten wurden per Laser-Drucker hergestellt, weil sich diese für die Arbeit mit bestimmten Materialien besser eignen als Elektronenstrahl-Drucker.

In Serie gehen kann die gedruckte Gasturbine allerdings noch nicht. Jurisch: „Nicht alle verarbeiteten Werkstoffe entsprechen den Zielwerkstoffen für Turbinen. Die Beschränkung liegt darin, dass diese Werkstoffe derzeit noch nicht so verarbeitbar sind, um kommerziell angeboten werden zu können.“ Allerdings habe das Projekt ausgesprochen wertvolle Ergebnisse gebracht, die besonders in Bereichen wie der Luftfahrt und der Medizintechnik zur Anwendung gebracht werden könnten.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
X
DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Hohe Abgaben, wenig Aufstieg: Warum sich Leistung in Deutschland immer weniger lohnt
23.07.2026

Arbeiten, gründen, Kinder großziehen – und am Ende kaum vorankommen: Für viele Familien und Unternehmer ist die aktuelle Situation in...

DWN
Politik
Politik Wirtschaftsverbände sprechen AfD Lösungskompetenz ab
23.07.2026

In weniger als zwei Monaten stehen wichtige Landtagswahlen im Osten an. Die AfD führt laut Umfragen. Wie blickt die Wirtschaft auf die...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Varta droht die Zerschlagung
23.07.2026

Varta steht vor einer möglichen Zerschlagung: Wichtige Geldgeber wollen das Geschäft mit Haushaltsbatterien aus dem Konzern lösen. Trotz...

DWN
Finanzen
Finanzen Nestle-Aktie enttäuscht Anleger
23.07.2026

Der Teilverkauf des Wasser-Geschäfts bringt Nestle 2,8 Milliarden Franken. Trotzdem fällt die Aktie nach den Zahlen deutlich.

DWN
Technologie
Technologie Deutschland erlaubt Atom-Deal mit Russland
23.07.2026

Trotz scharfer Kritik genehmigt: In Niedersachsen sollen künftig Brennelemente für Atomkraftwerke russischer Bauart gefertigt werden....

DWN
Finanzen
Finanzen EZB: Zinserhöhung erst im September erwartet
23.07.2026

Die Inflation hat sich zuletzt abgeschwächt. Das ermöglicht der Europäischen Zentralbank (EZB) voraussichtlich eine Zinspause. Doch...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft EU verhängt neue Russland-Sanktionen
23.07.2026

Ein Einreiseverbot für russische Ukraine-Kämpfer und vieles mehr: Ein neues EU-Sanktionspaket soll den Druck auf Moskau erhöhen. Ein...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Preisoffensive im Handel: Wie Sie jetzt bei Haushaltswaren und Hörbüchern kräftig sparen können
23.07.2026

Sommerzeit ist Angebotszeit: Während Verbraucher ihre Ausgaben genauer planen, überbieten sich Händler mit attraktiven Preisaktionen....