Politik

Unruhe beim Big Business: Milliardär Bloomberg soll Kandidatur für Demokraten vorbereiten

Medienberichten zufolge soll der milliardenschwere Geschäftsmann und frühere New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg kurz vor dem Einstieg in das Rennen um die Nominierung des demokratischen Präsidentschaftskandidaten stehen.
08.11.2019 10:51
Aktualisiert: 08.11.2019 10:51
Lesezeit: 1 min
Unruhe beim Big Business: Milliardär Bloomberg soll Kandidatur für Demokraten vorbereiten
Michael Bloomberg mit dem damaligen US-Präsidenten Barack Obama im Jahr 2016. (Foto: dpa) Foto: Michael Reynolds

Der ehemalige New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg bereitet sich US-Medienberichten zufolge auf einen Einstieg in das Rennen um die Präsidentschaftskandidatur bei den US-Demokraten vor. Mehrere Medien, darunter die Zeitung New York Times, berichteten am Donnerstag, der 77-Jährige werde in dieser Woche voraussichtlich in mindestens einem US-Bundesstaat die Unterlagen für seine Kandidatur einreichen.

Im März hatte der Milliardär, der von 2001 bis 2013 Bürgermeister von New York war, eine Kandidatur bei der US-Präsidentschaftswahl 2020 noch ausgeschlossen. Seit Wochen habe er mit dem Gedanken gespielt, sich nun doch um den Einzug ins Weiße Haus zu bewerben, hieß es unter Berufung auf einen Berater. Die endgültige Entscheidung stehe aber noch aus.

Den Berichten zufolge entsandte Bloomberg Mitarbeiter nach Alabama, um dort vor Ablauf der Frist am Freitag Unterschriften zu sammeln, die für die Vorwahlen in dem Staat erforderlich sind. Dieser Schritt ist das erste eindeutige Zeichen dafür, dass Bloomberg sich auf eine Kandidatur gegen US-Präsident Donald Trump vorbereitet.

Bloomberg ist einer der reichsten Männer der Vereinigten Staaten. Er war sowohl Mitglied der Republikaner als auch der Demokratischen Partei und als Bürgermeister parteilos. Er gilt als gemäßigt, steht der Finanzwelt nahe und hat nie einen Hehl daraus gemacht, dass ihm die von den Präsidentschaftsanwärtern Bernie Sanders und Elizabeth Warren angekündigten Maßnahmen zu links sind.

"Er denkt, dass Joe Biden schwach ist und Sanders und Warren nicht gewinnen können", zitierte die "New York Post" aus dem Umfeld Bloombergs. Schon jetzt bewerben sich 17 Männer und Frauen um die demokratische Präsidentschaftskandidatur.

In der US-amerikanischen Geschäftswelt herrscht derzeit mit Blick auf den Handelskonflikt des Landes mit China die Sorge vor, dass der derzeit noch vergleichsweise flüssig laufende Welthandel und die Möglichkeit zu weltweiten Finanz-Investitionen weiter eingeschränkt werden könnten. Der offenbar bevorstehende Eintritt Bloombergs in das Rennen um die Position des Herausforderers von Präsident Trump bei den anstehenden Wahlen kann deshalb auch als Versuch des Big Business gedeutet werden, einen bekannten und sehr finanzkräftigen Kandidaten mit im Rennen zu behalten.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Politik
Politik Die große Steuerreform soll kommen: Wie kleine und mittlere Einkommen entlastet werden sollen
23.04.2026

Die große Steuerreform war im Koalitionsvertrag vereinbart. Doch die Umsetzung hat ihre Tücken, denn die Haushaltslöcher wachsen weiter...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Rheinmetall-Aktie: Großauftrag für Kamikaze-Drohnen
23.04.2026

Während der Ukraine-Krieg immer mehr zu einem Drohnenkrieg wird, rüstet die Bundeswehr ihren Bestand an solchen Waffensystemen auf. Nach...

DWN
Panorama
Panorama Verkehrs-Umfrage: Über ein Drittel meidet Züge wegen Pannen
23.04.2026

Alljährlich lässt die HUK Coburg abfragen, welche Verkehrsmittel die deutsche Bevölkerung bevorzugt. Die neue Ausgabe offenbart vor...

DWN
Politik
Politik EU-Energiegipfel: Umweltverbände dringen auf Ende fossiler Energieimporte
23.04.2026

Die Energiepreise steigen weiter, manche warnen vor einem Kerosinmangel. Kanzler Merz und seine EU-Kollegen besprechen heute Wege aus der...

DWN
Politik
Politik Trumps Kurs im Iran-Konflikt: Zweifel an der US-Regierung wachsen
23.04.2026

Donald Trump verschärft mit seinem Kurs im Iran-Konflikt die Zweifel an der strategischen Verlässlichkeit der USA. Welche Schwächen im...

DWN
Politik
Politik Kein Öl mehr aus Kasachstan: Russland stoppt Lieferung nach Deutschland
23.04.2026

Ab kommender Woche wird kein Öl aus Kasachstan mehr durch die Pipeline Druschba nach Deutschland und zur PCK-Raffinerie in Schwedt...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Galeria: Warenhauskette sichert sich neuen Kredit
23.04.2026

Gestundete Mietzahlungen, drohende Filialschließungen: Galeria kämpft mit finanziellen Schwierigkeiten. Ein neuer Kredit soll die Lage...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Verkaufsverbot in Deutschland: Universal Robots bremst chinesische Konkurrenz aus
23.04.2026

Der Druck auf Europas Robotik-Industrie wächst, während chinesische Anbieter mit aggressiver Expansion auf den deutschen Markt drängen....