Finanzen

Ein neuer Bullenmarkt? Hedgefonds treiben Nachfrage nach Bitcoin

Traditionelle Hedgefonds, Pensionsfonds und Stiftungen haben ihre Investitionen in Krypto-Währungen massiv ausgebaut, sagt der weltweit größte Anbieter von Kryptowährungs-Fonds.
19.01.2020 12:13
Lesezeit: 1 min
Ein neuer Bullenmarkt? Hedgefonds treiben Nachfrage nach Bitcoin
Der Bitcoin-Preis in Dollar ist seit Jahresbeginn stark angestiegen. (Grafik: coincap.io)

Der Bitcoinpreis ist seit Jahresbeginn um etwa ein Viertel auf knapp 9.000 Dollar pro Münze angestiegen. Auch die vielen anderen Kryptowährungen verzeichnen teils noch deutlich stärkere Zugewinne. Über die Gründe für den möglichen neuen Bullenmarkt ist viel spekuliert worden, so wurde etwa die Irankrise genannt sowie die Tatsache, dass 60 Prozent der Bitcoins seit über einem Jahr nicht bewegt worden sind. Als weiterer möglicher Grund zeigt sich nun das verstärkte Interesse seitens traditioneller Investoren.

Grayscale Investments ist der weltweit größte Anbieter von Kryptowährungs-Fonds. Er gibt akkreditierten Investoren Zugang zum Besitz von Bitcoin und anderen Kryptowährungen. Nach eigenen Angaben verzeichnete Grayscale im letzten Jahr Geldzuflüsse in Höhe von insgesamt 608 Millionen Dollar. Das war mehr als in den vorherigen sechs Jahren Firmengeschichte.

Mit 71 Prozent der Großteil der Zuflüsse kam im letzten Jahr von institutionellen Investoren wie Hedgefonds, während es laut Angaben von Grayscale im Vorjahr nur 66 Prozent gewesen waren. Das Unternehmen habe seine Investorenbasis im letzten Jahr um etwa 24 Prozent erweitert. Die verwalteten Vermögenswerte von Grayscale sind inzwischen auf rund 2 Milliarden Dollar angestiegen.

Eine Reihe von Konkurrenten, darunter vor allem Galaxy Digital von Mike Novogratz und der britische Fonds Nickel Asset Management, haben ähnliche Anlageinstrumente auf den Markt gebracht. Die Unternehmen bieten Investitionen in Kryptowährungen, ohne dass die Investoren die digitalen Münzen in eigenen Wallets halten müssen. Der Grayscale Bitcoin Trust ist der größte derartige Fonds.

"Es ist klar, dass es eine Annahme durch institutionelle Investoren gibt", zitiert Bloomberg Michael Sonnenshein, Geschäftsführer von Grayscale. Die Anlageklasse erfahre eine zunehmende Bestätigung durch etablierte Unternehmen wie Fidelity und CME, was Institutionen und der gesamten Investment-Gemeinschaft signalisiere, dass Kryptographie als Anlageklasse eine Zukunft habe.

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