Wirtschaft

Täglicher Bericht aus der Unternehmenswelt vom Sonnabend, 11. April

Es folgt ein Überblick über die wichtigsten Entwicklungen aus der Unternehmenswelt vom Sonnabend, 11. April.
11.04.2020 10:42
Aktualisiert: 11.04.2020 10:42
Lesezeit: 1 min
Täglicher Bericht aus der Unternehmenswelt vom Sonnabend, 11. April
Der Wohnungs-Konzern "Vonovia" rechnet mit Mietausfällen von bis zu 40 Millionen Euro. (Foto: dpa) Foto: Marcel Kusch

AIR FRANCE KLM - Paris: Die Fluglinie verhandelt nach einem Bericht der Zeitung "Les Echos" mit dem französischen Staat über eine Geldspitze, um über die nächsten vier bis fünf Monate zu kommen. Zudem führe der Konzern Gespräche mit Banken über Kredite für die kommenden zwölf bis 18 Monate, für die der französische und der niederländische Staat bürgen sollen. Reuters hatte bereits früher berichtet, Air France/KLM wollten Kredite im Umfang von rund sechs Milliarden Euro aufnehmen. Den Bericht von "Les Echos" wollten weder Airline noch französischer Staat kommentieren.

GILEAD - Der Zustand von mehr als zwei Drittel schwerkranker Covid-19-Patienten hat sich einer Studie zufolge nach der Behandlung mit dem experimentellen Arzneimittel Remdesivir von Gilead Sciences Inc. verbessert. Das "New England Journal of Medicine" veröffentlichte am Freitag eine Analyse, die auf der Beobachtung von mehreren Dutzend Krankenhaus-Patienten beruht. Der Autor des Papiers nannte die Ergebnisse hoffnungsvoll, warnte aber vor einer Überinterpretation, da es keine Kontrollgruppe gegeben habe, wie dies bei einem klinischen Test üblich wäre. Bisher gibt es keine Impfung und keine Medikamente gegen Covid-19. Remdesivir ist noch nicht als Arzneimittel zugelassen, seine Wirkung gegen Covid-19 wird derzeit erprobt. Ursprünglich wurde das Mittel gegen das Ebolafieber entwickelt.

ELI LILLY - Bangalore: Der US-Arzneimittelkonzern hat nach eigenen Angaben mit klinischen Tests zur Erprobung von Therapien zur Behandlung der Lungenkrankheit Covid-19 begonnen. Das Unternehmen habe eine Vereinbarung mit dem Nationalen Institut für Allergien und Infektionskrankheiten geschlossen, um die Wirksamkeit und Sicherheit des Wirkstoffes Baricitinib in diesem Zusammenhang zu untersuchen. Eli Lilly hatte das Medikament mit dem Markennamen Olumiant bisher zur Behandlung von Neurodermitis erprobt. Die neue Studie solle noch im April in den USA anlaufen und später auf Europa und Asien ausgeweitet werden, erklärte das Unternehmen. Mit Ergebnissen werde binnen zwei Monaten gerechnet.

VONOVIA - Berlin: Der Wohnungs-Konzern rechnet einem Zeitungsbericht zufolge im Zuge der Corona-Krise mit vorläufigen Mietausfällen in zweistelliger Millionenhöhe. Er erwarte "maximal 40 Millionen Euro" an gestundeten Mieten, sagte Konzernchef Rolf Buch der "Welt" laut Vorabbericht vom Samstag. "Allerdings vorläufig im Ergebnis, nicht insgesamt, weil wir davon ausgehen, dass die gestundeten Mieten irgendwann nachgezahlt werden, so wie es das Gesetz vorsieht." Das Unternehmen hält an seiner für das vergangene Geschäftsjahr vorgeschlagenen Dividende fest: "Wir haben im Moment die Liquidität, die vorgeschlagene Dividende zu leisten", sagte Buch. "Es gibt keinen Grund den Vorschlag zu ändern, der ja auf dem Ergebnis 2019 basiert."

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Technologie
Technologie Die Ökonomie der App-Stores: Welche Branchen das größte Wachstum im mobilen Sektor verzeichnen

Das rasante Wachstum mobiler Apps ist eines der prägenden Merkmale der heutigen digitalen Wirtschaft. Menschen kaufen darüber ein,...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Getreidehandel: Drohen steigende Lebensmittelpreise wegen des Seekriegs im Schwarzen Meer?
26.07.2026

Die Kämpfe auf dem Schwarzen Meer haben längst wirtschaftliche Folgen weit über die Region hinaus. Reedereien ändern ihre Routen,...

DWN
Technologie
Technologie 242 Stunden im Minus: Darum läuft Deutschlands Strommarkt aus dem Takt
26.07.2026

Immer häufiger fällt der Börsenpreis für Strom unter null. Der billige Überschuss kostet Deutschlands Steuerzahler und Industrie...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Ein Nobelpreisträger erklärt: Niedrige Geburtenraten töten das Wirtschaftswachstum nicht
26.07.2026

Sinkende Geburtenraten gelten oft als Gefahr für Wachstum und Wohlstand. Doch Nobelpreisträger Daron Acemoglu kommt zu einem anderen...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Unternehmensmedien: Wer nur Inhalte postet, hat den Kampf um Kunden bereits verloren
26.07.2026

Unternehmen produzieren Podcasts, Videos und LinkedIn-Beiträge, doch das Publikum bleibt aus. Der Grund: Viele behandeln Inhalte wie...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Geldpolitik wurde unter Greenspan zur Macht über die Märkte
26.07.2026

Alan Greenspan konnte mit einem Halbsatz Märkte beruhigen oder verunsichern. Fast zwei Jahrzehnte lang galt der Fed-Chef als Dirigent der...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Lohntransparenz: Nordea legt Gehälter offen und verändert die Machtverhältnisse
26.07.2026

Was geschieht, wenn Beschäftigte plötzlich erkennen können, ob ihr Gehalt am oberen oder unteren Ende der vorgesehenen Spanne liegt? Die...

DWN
Panorama
Panorama Hitzefalle Spielplatz: Wie Städte für mehr Schatten sorgen wollen
26.07.2026

Die Sommer werden heißer, und viele Spielplätze geraten an ihre Grenzen. Fehlender Schatten und aufgeheizte Flächen erschweren das...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Britische Wirtschaft: Die Heimat des Kapitalismus steckt in der Wachstumsfalle
26.07.2026

Großbritannien wechselt seine Regierungschefs, doch die Wirtschaft bleibt stehen. Seit der Finanzkrise wächst die Heimat des Kapitalismus...