Deutschland

Deutschland hinkt bei 5-G-Technologie immer noch hinterher

Vor knapp einem Jahr hat Deutschland die 5-G-Lizenzen verkauft. Getan hat sich hier allerdings noch nicht sonderlich viel.
17.06.2020 13:00
Lesezeit: 1 min
Deutschland hinkt bei 5-G-Technologie immer noch hinterher
Bis die Technologie in Deutschland flächendeckend funktioniert, ist es noch ein weiter Weg. (Foto: dpa) Foto: Federico Gambarini

Die Bundesregierung hat vor knapp einem Jahr die Lizenzen für die 5-G-Technologie verkauft. Getan hat sich bislang bei der Entwicklung der notwendigen Technik nur wenig – und das spiegelt sich auch in den aktuellen Statistiken wider: So liegt Deutschland unter den 27 Mitgliedsstaaten auf dem 12. Platz, wenn es um die Digitalisierung geht.

Das geht aus einer Erhebung der EU hervor, die vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie gemacht worden ist. Die Untersuchung hat sich mit unterschiedlichen Aspekten beschäftigt - unter anderem mit dem Breitband-Ausbau, die Online-Kompetenzen von Bürgern sowie die Möglichkeit digitaler Behördengänge.

Damit befindet sich das Land zwar nicht am Ende der Statistik, hat aber noch viel aufzuholen. Insgesamt gibt es hierzulande etwa 80.000 Funkmasten für Mobilfunk, wie die Provider erklärten. Andere Länder schneiden ähnlich ab wie Deutschland – beispielsweise Finnland, Ungarn und Italien. Die hintersten Ränge nehmen hingegen Bulgarien, Griechenland, Rumänien und Italien ein.

Der Chef des deutschen Digitalverbandes Bitkom sagt: „Ein Platz im Mittelfeld kann aber nicht unser Anspruch sein. Deutschland als Europas größte Volkswirtschaft muss auch in der digitalen Welt eine führende Rolle einnehmen. Der schlechte Ausbau der Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung in Deutschland ist ein Armutszeugnis für den digitalen Staat. Umso wichtiger ist es, dass das jüngste Konjunkturpaket der Regierungsparteien einen Schwerpunkt in der Digitalisierung der Verwaltung setzt.“

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Datenschutz in Casino-Apps und was deutsche Nutzer wirklich erwarten

Spieler schreiben an ihr Online-Casino und verlangen Auskunft darüber, welche Daten über sie gespeichert wurden. Das Casino antwortet...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Mini-Wachstum: Wirtschaftsweise senken erneut Prognose - Abschwung setzt sich fort
27.05.2026

Ein spürbarer Aufschwung der deutschen Wirtschaft ist weiter nicht in Sicht - im Gegenteil: Der Sachverständigenrat erwartet nur noch ein...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Tech-Börsengänge mit Rekordwerten lassen Experten zweifeln
27.05.2026

SpaceX, OpenAI und Anthropic könnten mit ihren Tech-Börsengängen neue Rekordbewertungen erreichen. Experten warnen jedoch vor Hype,...

DWN
Unternehmen
Unternehmen KI-Einführung: Erfolg entscheidet sich im Mindset, nicht im Code
27.05.2026

Bei der Implementierung von KI denken viele zunächst an die technischen und datenschutzrechtlichen Komponenten. Doch der eigentliche...

DWN
Politik
Politik Kindergeld 2027: Regierung will Familien entlasten - was sich ändert
27.05.2026

Die Geburtenrate befindet sich in Deutschland auf einem historischen Tiefstand. Viele können sich Kinder nicht mehr leisten, trotz Eltern-...

DWN
Politik
Politik Rentenreform auch für Beamtenpensionen? Was auf Beamte zukommen könnte
27.05.2026

Brisante Renten-Vorschläge häufen sich. Sollen auch Beamte belastet werden, wenn in Zukunft alle etwas beitragen müssen? Sollen sie...

DWN
Finanzen
Finanzen Aixtron-Aktie: Halbleiterwerte stark - Bofa mit hohem Ziel für Aixtron
27.05.2026

Der Halbleiterboom setzt sich auch in Europa fort: Micron, Infineon und SK Hynix, sind die am aktivsten gehandelten Werte. Auch die Papiere...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Friedensdeal oder Wahlkampfmanöver. Warum die Straße von Hormus zur Gefahr für Trump wird
27.05.2026

Die Straße von Hormus wird zum neuralgischen Punkt der Weltwirtschaft. Trump verspricht eine Lösung, Iran hält zentrale Karten in der...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Atemwegserkrankungen: E-Krankschreibung nicht Hauptgrund für hohe Fehlzeiten
27.05.2026

Das DIW sieht die Rekordzahl krankheitsbedingter Fehlzeiten vor allem durch Atemwegserkrankungen und verändertes Verhalten nach der...