Politik

Russlands Außenministerium: Hagia Sophia ist innere Angelegenheit der Türkei

Russlands Vize-Außenminister Sergej Verschinin behauptet, dass die Nutzung der Hagia Sophia als Moschee eine „innere Angelegenheit“ der Türkei sei, „in die sich natürlich weder wir noch andere einmischen sollten“. Doch die russisch-orthodoxe Kirche ist eindeutig anderer Ansicht.
13.07.2020 15:48
Aktualisiert: 13.07.2020 15:48
Lesezeit: 1 min
Russlands Außenministerium: Hagia Sophia ist innere Angelegenheit der Türkei
Der stellvertretende russische Außenminister Sergej Verschinin. (Foto: Russian Foreign Ministry)

Der stellvertretende russische Außenminister Sergej Verschinin sagte am Montag, dass die Verlagerung des Status der legendären Hagia Sophia in eine Moschee das innere Problem der Türkei sei.

„Wir gehen davon aus, dass wir über die inneren Angelegenheiten der Türkei sprechen, in die sich natürlich weder wir noch andere einmischen sollten. Gleichzeitig achten wir auf ihre Bedeutung als Objekt der Weltkultur und Zivilisation“, zitiert RG.RU Verschinin. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte am 10. Juli 2020 ein Dekret zur Änderung des Status der Hagia Sophia unterzeichnet, das die Übertragung dieses Denkmals der Weltkultur in das Eigentum der Abteilung für religiöse Angelegenheiten der Türkei vorsieht. Alle christlichen Ikonen und Schreine sollen erhalten bleiben. Zudem sollen Christen weiterhin einen freien Zugang zur Hagia Sophia bekommen, berichtet Komsomolskaja Pravda.

Zuvor hatte der Staatsrat, das höchste Verwaltungsgericht der Türkei, eine entsprechende Entscheidung in dieser Angelegenheit erlassen und die Entscheidung der türkischen Behörden von 1934 über die Umwandlung der Hagia Sophia in ein Museum aufgehoben.

Die russisch-orthodoxe Kirche, die ein weiteres Machtzentrum in Russland darstellt, hatte die Nutzung der Hagia Sophia als Moschee als „Schlag ins Gesicht des Christentums“ bezeichnet.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Finanzielle Freiheit braucht einen starken Partner

Vermögen eröffnet Möglichkeiten – und bringt zugleich Entscheidungen mit sich: Wie lässt sich das Erreichte bewahren, gezielt...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Marktbericht: SanDisk und Micron führen Erholung der Chipaktien an, während Großbanken nachgeben
19.10.2026

Verfolgen Sie die entscheidenden Entwicklungen an der Wall Street und entdecken Sie, welche Sektoren die Märkte am Montag bewegten.

DWN
Unternehmen
Unternehmen Traditionsunternehmen Miele: Mittelständler mit Milliarden-Umsatz - Chef stirbt im Alter von 98 Jahren
19.10.2026

Als Hersteller für Haus- und Gewerbegeräte ist Miele weltweit bekannt. In Westfalen wurde das Traditionsunternehmen 1899 gegründet. Als...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Bald treffen die Giganten aufeinander: Die Wette auf Indien könnte lukrativer sein als die auf China
19.10.2026

Wenn nur zehn Prozent der Inder, die heute kein Auto besitzen, in den kommenden Jahrzehnten Eigentümer eines Neuwagens würden, sprächen...

DWN
Politik
Politik Steuerzinsen 2027: Nachzahlungen sollen doppelt verzinst werden
19.10.2026

100.000 Euro Steuernachzahlung, zwei volle Zinsjahre: Heute können daraus 3.600 Euro Zinsen werden. Unter dem geplanten neuen Satz wären...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft VW ID. Buzz im Test: Übernachten im Elektroauto wird zum Geduldsspiel
19.10.2026

Im Elektroauto schlafen, morgens Kaffee kochen und dabei unabhängig vom Campingplatz bleiben. Der neue Campingmodus des VW ID. Buzz soll...

DWN
Finanzen
Finanzen Was wäre, wenn ich statt des S&P 500 einfach seine Mutter kaufen würde?
19.10.2026

Ohne das Unternehmen S&P Global könnten die Finanzmärkte nur schwer funktionieren. Der Aktienkurs ist in diesem Jahr jedoch auf ein...

DWN
Finanzen
Finanzen Bitcoin und Co.: Sparkassen starten schrittweise Kryptohandel
19.10.2026

Der Wettbewerb im Kryptohandel nimmt zu: Nun wollen auch die Sparkassen mit einem eigenen Angebot Privatkunden ansprechen. Sie rollen...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Anthropic: Milliardenverluste, Millionengehälter und ein gigantischer Börsenplan
19.10.2026

18 Millionen Dollar Vergütung für den Chef, fast 42 Milliarden Dollar Verlust für das Unternehmen: Beim KI-Entwickler Anthropic liegen...