Politik

Im Namen der „Freiheit“: Trump ist gegen landesweite Maskenpflicht

In einem Interview mit Fox News spricht sich US-Präsident Trump gegen eine landesweite Corona-Maskenpflicht aus. Die Amerikaner sollen schließlich eine „gewisse Freiheit haben“. Trump kritisiert, dass ihm Top-Immunologen zuvor gesagt hatten, er solle keine Maske tragen. Nun empfehlen sie ihm das Gegenteil, meint er.
18.07.2020 17:11
Aktualisiert: 18.07.2020 17:11
Lesezeit: 1 min
Im Namen der „Freiheit“: Trump ist gegen landesweite Maskenpflicht
10.07.2020, USA, Miami: Donald Trump, Präsident der USA, ballt die Faust zu einem Gruß als er die Air Force One am Internationalen Flughafen Fort Lauderdale-Hollywood verlässt. (Foto: dpa) Foto: Storms Media Group

US-Präsident Donald Trump sagte im Gespräch mit Fox News, er würde nicht von allen Amerikanern verlangen, Masken zu tragen, um die Ausbreitung des Coronavirus zu bekämpfen, weil er möchte, dass „die Menschen eine gewisse Freiheit haben“. Das Interview soll in voller Länge am morgigen Tag ausgestrahlt werden.

Trumps Antwort erfolgte, nachdem er während des Interviews gefragt wurde, ob er ein landesweites Mandat für die Gesichtsbedeckung für alle Amerikaner erteilen wolle.

„Ich glaube nicht daran, nein“, sagte Trump dem Moderator Chris Wallace. Der Präsident lehnte auch eine Empfehlung des Centers for Disease Control and Prevention (CDC) ab, wonach das Virus innerhalb weniger Wochen eingedämmt werden könnte, wenn alle Amerikaner Masken tragen würden.

Die Agentur forderte die Menschen diese Woche auf, weiterhin Masken zu tragen, um die Ausbreitung des Virus zu stoppen, und zitierte Studien, die zeigten, dass sie ein „wichtiges Instrument“ bei der Eindämmung der Pandemie sind.

„Ich stimme der Aussage nicht zu, dass alles verschwinden könnte, wenn jeder eine Maske trägt“, so Trump.

Der US-amerikanische Immunologe Anthony Fauci hat mittlerweile zugegeben, dass widersprüchliche Aussagen von Epidemiologen zu Beginn der Pandemie eine hitzige Debatte über die Maskenpflicht ausgelöst hätten. Fauci selbst hatte sich zu Beginn der Pandemie gegen eine Maskenpflicht ausgesprochen. In einem Interview mit CBS Evening News sagte er: „Ich bereue nichts, was ich damals gesagt habe, weil es im Kontext der Zeit, in der ich es gesagt habe, richtig war.“

Trump kritisiert, dass ihm Fauci und weitere Immunologen zuvor gesagt hatten, dass er keine Maske tragen soll. Nun würden sie ihm das Gegenteil empfehlen, meint er.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Wirtschaft
Wirtschaft EU Single Rulebook: Warum der 10. Juli 2027 für Banken zum wichtigen Stichtag wird

Die europäische Geldwäschebekämpfung wird mit einem grundlegenden Wandel konfrontiert. Mit der Anti-Money Laundering Regulation (AMLR)...

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Unternehmen
Unternehmen Nvidia-Chips trotz Blacklist: Wie China Exportkontrollen umgeht
11.09.2026

Ein chinesischer Techriese fand ein Schlupfloch in der amerikanischen Exportkontrolle und verkaufte weiter Nvidias beste Chips, um Chinas...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Marktbericht: Aktien schließen wegen steigender Ölpreise und kletternder Anleiherenditentitle
10.09.2026

Erfahren Sie, welche Dynamiken die US-Märkte derzeit beherrschen und welche Einzelwerte sich gegen den Trend stemmen.

DWN
Technologie
Technologie Daimler Truck investiert groß in Wasserstoff-Lkw
10.09.2026

Während viele Hersteller beim Wasserstoff zurückstecken, investiert Daimler Truck weiter kräftig in die Technologie. Der Konzern setzt...

DWN
Politik
Politik Öl gibt es genug. Warum ist Diesel dann rekordteuer?
10.09.2026

Der Ölpreis ist hoch, aber nicht auf Rekordniveau. Trotzdem ist Diesel so teuer wie nie. Der Grund liegt nicht allein beim Rohöl, sondern...

DWN
Politik
Politik Neuer Umfragedämpfer bringt Bundeskanzler Merz weiter unter Druck: CDU stürzt in Mecklenburg-Vorpommern ab
10.09.2026

Nach dem Wahldebakel in Sachsen-Anhalt wächst der Druck auf Friedrich Merz. Schwache Umfragewerte in Mecklenburg-Vorpommern und ein...

DWN
Unternehmen
Unternehmen VW-Aktie im Fokus: Volkswagen drohen bis zu 16 Milliarden Euro Umbaukosten
10.09.2026

Der geplante Sparkurs bei Volkswagen hat einen hohen Preis: Bis zu 16 Milliarden Euro könnten Stellenabbau und mögliche...

DWN
Finanzen
Finanzen EZB-Zinsentscheid: EZB erhöht Zinsen auf 2,5 Prozent
10.09.2026

EZB-Zinsentscheid: Die EZB erhöht den Einlagenzins auf 2,5 Prozent – und rechnet trotzdem noch Jahre mit erhöhter Inflation. Während...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft EZB-Leitzins-Prognose: Lagarde droht der Fehler von 2011
10.09.2026

Die nächste Zinserhöhung der EZB gilt beinahe als ausgemacht. Doch ausgerechnet die Erfahrung von 2011 zeigt, wie riskant ein solcher...