Finanzen

USA im Schuldenrausch: Neuschulden werden drastisch angehoben

Lesezeit: 1 min
08.08.2020 07:00
Das US-Finanzministerium wird im laufenden Quartal deutlich mehr Neuschulden am Anleihemarkt aufnehmen, als ursprünglich geplant. Vergangenes Quartal kam es sogar zu einem Allzeit-Rekord bei der Verschuldung.
USA im Schuldenrausch: Neuschulden werden drastisch angehoben
Ein Mann in Kairo vor einem großen Dollar-Schild. (Foto: dpa)
Foto: Khaled Elfiqi

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Das US-Finanzministerium wird im laufenden Quartal deutlich mehr Neuschulden aufnehmen, als ursprünglich geplant. Wie der englischsprachige Dienst von Reuters berichtet, sollen bis Ende September insgesamt 270 Milliarden Dollar mehr über die Ausgabe von Staatsanleihen aufgenommen werden, als ursprünglich geplant.

Ursprünglich sollte die Neuverschuldung zwischen Juli und September um 677 Milliarden Dollar steigen, nun wird mit 947 Milliarden Dollar gerechnet.

Wie außergewöhnlich die derzeit vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie und dem dadurch ausgelösten Bedarf an finanziellen Unterstützungsmaßnahmen für die Wirtschaft stattfindende Schuldenorgie ist, zeigte sich schon im Vorquartal: Alleine zwischen April und Juni nahm das Finanzministerium netto 2,744 Billionen Dollar an neuen Verbindlichkeiten auf, wie aus einem Bericht des Finanzministeriums hervorgeht – ein absoluter Rekord, welcher sogar die Neuverschuldung des gesamten Krisenjahres 2009 (!) mit seinen damals rund 1,8 Billionen Dollar in den Schatten stellte.

Dem Portal US Debt Clock zufolge belaufen sich die Schulden der Bundesregierung in den USA derzeit auf rund 26,6 Billionen Dollar und damit rund 136 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung. Die Gesamtverschuldung (inklusive der Verbindlichkeiten von Unternehmen, Haushalten und Kommunen) beläuft sich mit etwa 80,7 Billionen Dollar.


Mehr zum Thema:  

DWN
Unternehmen
Unternehmen Weniger Administration, mehr Weiterentwicklung: Digitale bAV-Verwaltung für mehr „Human“ im HR

Was macht einen Arbeitsplatz attraktiver als andere. Sicherlich mehr als nur das monatliche Gehalt. Langfristiges Denken kann sich für...

DWN
Finanzen
Finanzen Werden die digitalen Zentralbankwährungen durch Gold gedeckt sein?

Die Abschaffung des Billig-Geld-Systems ist nur dann möglich, wenn Währungen durch Gold gedeckt werden. Gleichzeitig steht die...

DWN
Politik
Politik Deutschland muss stärkste Militärmacht Europas werden

Die beiden geopolitischen Denker Gunther Hellmann und Charles A. Kupchan argumentieren, dass Deutschland die stärkste konventionelle...

DWN
Politik
Politik Österreichs Regierungskrise: Ronald Barazon deckt das heimliche Drehbuch der politischen Seifenoper auf

Österreichs Politiker betätigen sich mal wieder als Akrobaten, die auf offener Bühne die tollsten Verrenkungen präsentieren. Hinter den...

DWN
Finanzen
Finanzen So schützen sich Hauskäufer vor dem Platzen der Immobilienblase

Die Wohnimmobilienpreise steigen derzeit so kräftig wie nie. Doch damit könnte bald Schluss sein. Experten mahnen zur Vorsicht beim...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Zulieferer schreiben Brandbrief: In der Wirtschaft regt sich Widerstand gegen den Klima-Dirigismus der EU

Immer mehr Unternehmen werden die negativen Auswirkungen politischer „Klima-Vorgaben“ auf ihr Geschäft bewusst. Es regt sich zunehmend...

DWN
Technologie
Technologie Bilfinger und Technologie-Partner errichten gigantische Speicheranlage für Wasserstoff

Der Wasserstoff kann in seiner reinen Form nur mit hohen Sicherheitsauflagen transportiert werden. Der Industrie-Dienstleister "Bilfinger"...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Energie-Krise und Lieferengpässe: Wer sind die Profiteure?

Mittelstand und Verbraucher zahlen die Zeche für Energie- und Lieferkrise. Doch es gibt auch Profiteure.

DWN
Finanzen
Finanzen Ist Bitcoin digitales Gold?

Das Weltwährungssystem gerät zunehmend in Bedrängnis – selbst Gold ist in Verruf geraten. Bitcoin springt in die Bresche und zeigt –...