Politik

Tier-Experimente: Etwa 2.000 Affen werden irre gemacht, missbraucht und gequält

In den USA werden in einem Versuchslabor etwa 2.000 Affen seit Jahrzehnten in den Wahnsinn getrieben und gequält. „In der Einrichtung werden Makaken gezwungen, ihren Nachwuchs allein in Käfigen mit Drahtboden auf die Welt zu bringen (…) Andere Affen verstümmelten sich selbst oder liefen auf und ab und zogen endlose Kreise“, so die Tierschutzorganisation PETA. Nur ein internationaler Aufschrei könnte die Tiere retten.
18.09.2020 21:02
Lesezeit: 1 min
Tier-Experimente: Etwa 2.000 Affen werden irre gemacht, missbraucht und gequält
Am Wisconsin National Primate Research Center (WNPRC) kommt es zu schweren Tierversuchen. (Screenshot/Peta)

Die Tierschutzorganisation PETA teilt in einer Mitteilung mit:

Neues Videomaterial von PETA USA zeigt, wie sehr fast 2.000 Affen am Wisconsin National Primate Research Center (WNPRC), einer mit Steuergeldern finanzierten Einrichtung, leiden. Im Zuge einer sechsmonatigen verdeckten Ermittlung dokumentierte die Organisation gravierendes Tierleid bei den Affen, die in kleinen, trostlosen Stahlkäfigen in fensterlosen Räumen eingesperrt sind. PETA appelliert nun an das National Institutes of Health (NIH) und das US-Landwirtschaftsministerium (USDA): Die Aufsichtsbehörden sollen das WNPRC auf weitere offensichtliche Verstöße gegen das Bundesgesetz untersuchen. Das USDA hat die University of Wisconsin-Madison, auf deren Gelände sich das WNPRC befindet, schon vor Veröffentlichung des neuen Bildmaterials wiederholt zu einer Geldstrafe verurteilt, weil den Tieren selbst die grundlegende Versorgung verwehrt wurde – allein in diesem Frühjahr waren es 74.000 Dollar. Die aktuellen Videoaufnahmen und Fotos zeigen hochintelligente Primaten, die durch die permanente Gefangenschaft in den Wahnsinn getrieben wurden – einige über zwei Jahrzehnte hinweg. Selbst ihre grundlegendsten Bedürfnisse werden offenbar ignoriert und ihr Alltag ist von Grausamkeit und Verachtung geprägt.“

Das Leid der Tiere ist unglaublich. PETA wörtlich: „In der Einrichtung werden Makaken gezwungen, ihren Nachwuchs allein in Käfigen mit Drahtboden auf die Welt zu bringen. Das Material zeigt, wie verängstigte Mütter und Babys schreien und verzweifelt versuchen, sich aneinander festzuklammern, während Mitarbeiter sie nach der Geburt auseinanderziehen. Einige Babys wurden in einen düsteren Kellerraum gebracht, bevor sie zu Identifikationszwecken tätowiert wurden. Für manche Experimente holten die Mitarbeiter die Affen mit schweren Metallhalsbändern aus ihren Käfigen auf einen Fixierstuhl und verpassten ihnen Elektroschocks, bis sie ejakulierten (…) Andere Affen verstümmelten sich selbst oder liefen auf und ab und zogen endlose Kreise – eine typische Verhaltensstereotypie, die durch seelisches Leid entstehen kann. Manche Affen rissen sich selbst die Haare aus, bis sie fast kahl waren.“

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Edelmetalle in einer neuen Marktphase

Gold über 5.500 US-Dollar, Silber über 100 US-Dollar pro Unze

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt und Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft KI-Welthandel: Wie Datenzentren den globalen Handel neu beleben
31.01.2026

Zölle bremsen, doch Technologie beschleunigt. Während protektionistische Maßnahmen den Welthandel belasten, entwickelt sich künstliche...

DWN
Finanzen
Finanzen Finanzabteilungen vor dem Kollaps? Warum 2026 alles ändert
31.01.2026

2026 wird zum Schicksalsjahr für Finanzabteilungen: KI verspricht Effizienz, Regulierung droht mit Sanktionen – und beides trifft jetzt...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Volvo EX60: Schwedens Antwort auf den BMW iX3 und den Mercedes GLC
31.01.2026

Volvo will sich mit einem neuen Elektro-SUV im Premiumsegment strategisch neu ausrichten. Gelingt es dem Hersteller damit erstmals,...

DWN
Finanzen
Finanzen Trotz niedrigem Kakaopreis: Hoher Schokoladenpreis bremst die Nachfrage
31.01.2026

Obwohl der Kakaopreis seit Monaten deutlich fällt, wird Schokolade spürbar teurer. Während die Umsätze aufgrund des hohen...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Macrons kurioser Auftritt in Davos: Sonnenbrille sorgt für Kurssprung der iVision Tech-Aktie
31.01.2026

Macrons Sonnenbrille löste bei seinem Auftritt in Davos eine ungewöhnliche Marktreaktion aus. Die mediale Aufmerksamkeit katapultierte...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Europas Schienengüterverkehr unter Druck: Deutlicher Rückgang der Transportleistungen
31.01.2026

Der europäische Schienengüterverkehr verliert europaweit an Bedeutung. Welche Ursachen stehen hinter dieser Entwicklung und welche Folgen...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Börsen: Erstarkender Dollar drückt Aktien und Edelmetalle ins Minus
30.01.2026

Die US-Börsen beendeten den Freitag mit Verlusten. Der Dollar legte zu, während die Preise für Gold und Silber drastisch einbrachen.

DWN
Panorama
Panorama DWN-Wochenrückblick KW 05: Die wichtigsten Analysen der Woche
30.01.2026

Im DWN Wochenrückblick KW 05 aus dem Jahr 2026 fassen wir die zentralen wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen der vergangenen...