Politik

China führt fünf Marine-Manöver gleichzeitig durch

Die chinesische Marine hat vor wenigen Tagen damit begonnen, fünf Manöver durchzuführen - zur gleichen Zeit. Taiwan und Vietnam fühlen sich massiv bedroht.
01.10.2020 15:00
Lesezeit: 1 min
China führt fünf Marine-Manöver gleichzeitig durch
Vier U-Boote der chinesischen Marine (L) und Kriegsschiffe nehmen an einer internationalen Flottenüberprüfung teil, um den 60. Jahrestag der Gründung der Marine der Volksbefreiungsarmee am 23. April 2009 in Qingdao in der Provinz Shandong, China, zu feiern. (Foto: dpa) Foto: epa Guang Niu

China hat vor wenigen Tagen damit begonnen, fünf Marine-Manöver gleichzeitig durchzuführen. Zwei der Manöver finden in der Nähe der Paracel-Inseln im umstrittenen Südchinesischen Meer, jeweils ein Manöver im Ostchinesischen Meer, im Bohai-Meer sowie im südlichen Teil des Gelben Meeres statt, berichtet der Business Insider. Die Manöver wurden am Mittwoch abgeschlossen.

Zuvor hatte die chinesische Armee (PLA) am 1. Juli und 18. Juni Übungen durchgeführt, die Kritik in Vietnam und den USA auslösten. Hanoi hatte Peking beschuldigt, die Souveränität Vietnams im Südchinesischen Meer verletzt zu haben. „Die Übungen könnten die regionalen Bemühungen zur Festlegung eines Seekodex erschweren und den COC-Verhandlungen (Anm.d.Red. COC ist ein Verhaltenskodex für den Seeverkehr) schaden“, sagte die Sprecherin des vietnamesischen Außenministeriums, Le Thi Thu Hang.

In der Zwischenzeit behauptete Taiwans Außenminister Joseph Wu, China habe seine Drohungen verstärkt, was zu einem militärischen Konflikt in der Taiwanstraße führen könnte. Wu teilte dem Auswärtigen und Nationalen Verteidigungskomitee der gesetzgebenden Körperschaft des Inselstaats mit, dass PLA-Marineschiffe in der Nähe von Taiwans Grenzen gesichtet worden seien, wohingegen PLA-Kampfflugzeuge „häufig in Taiwans Luftverteidigungs-Identifikationszone (ADIZ) eindringen“ würden.

Vor einigen Wochen hatte ein mediales Sprachrohr der Kommunistischen Partei Chinas angekündigt, dass ein Krieg gegen die USA und seine Verbündeten in der Asien-Pazifik-Region unausweichlich sei.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Marge im Tank: Warum es beim Spritpreis eben nicht nur um Geopolitik und Steuern geht
30.08.2026

Daten der FH Münster belegen: Rohölpreise und Abgaben erklären die aktuellen Spritpreise nicht vollständig. Warum der mangelnde...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Konsumflaute trotz besserer Stimmung: Händler senken Preise
30.08.2026

Der Sommer neigt sich dem Ende zu, das Leben verlagert sich wieder stärker nach drinnen. Für Händler beginnt damit eine wichtige Phase...

DWN
Technologie
Technologie Debatte über Jugendschutz: Verbraucherschützer fordern nach Meta-Vergleich strengere Regeln für soziale Medien
30.08.2026

Nächtliche Sperren, deaktivierte Benachrichtigungen und mehr elterliche Kontrolle: Meta verspricht neue Schutzmechanismen für...

DWN
Finanzen
Finanzen Bußgeldbescheid prüfen: Wann schnelles Handeln entscheidend ist
30.08.2026

Nach einem Tempoverstoß folgt häufig unangenehme Post von der Bußgeldstelle. Dann zählt nicht nur, ob der Vorwurf stimmt, sondern auch,...

DWN
Finanzen
Finanzen Legende Warren Buffett hielt lange am Geld fest – jetzt sorgt er mit einer großen Investition für Aufsehen
30.08.2026

Warren Buffett hat jahrelang mehr Aktien verkauft als gekauft und bei Berkshire Hathaway einen gigantischen Geldberg aufgebaut. Nun sorgt...

DWN
Technologie
Technologie KI-Agenten außer Kontrolle: Wenn der Assistent plötzlich zum Hacker wird
29.08.2026

Ein KI-Agent sollte lediglich einen Platz im Fitnesskurs sichern und entfernte dafür eigenmächtig einen anderen Nutzer von der...

DWN
Politik
Politik Arbeitslosenversicherung: Milliardenloch und immer mehr Arbeitslose: Kommen höhere Beiträge?
29.08.2026

Im Juli gab es über drei Millionen Menschen, die arbeitslos gemeldet sind. Damit liegt die Arbeitslosenquote bei 6,4 Prozent. Tendenz...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Kleine Warensendungen aus China vor Strukturbruch: Im Juli 98 Prozent Rückgang
29.08.2026

Die Zahl der Sendungen aus Asien sinkt. Das bedeutet aber nicht automatisch, dass auch der Konsum entsprechend zurückgeht. Beispielhafte...