Deutschland

Bund plant Umbauhilfen über zwei Milliarden Euro für Autobranche

Die Bundesregierung hat ein Hilfskonzept für die Auto- und Zulieferindustrie zur Umstellung auf klimafreundliche Antriebe und automatisiertes Fahren vorgelegt.
03.11.2020 08:43
Lesezeit: 1 min
Bund plant Umbauhilfen über zwei Milliarden Euro für Autobranche
03.11.2015, Sachsen, Leipzig: Neuwagen von Porsche stehen auf dem Gelände des Porsche Werks in Leipzig. (Foto: dpa) Foto: Jan Woitas

Die Bundesregierung hat ein Hilfskonzept für die Auto- und Zulieferindustrie zur Umstellung auf klimafreundliche Antriebe und automatisiertes Fahren vorgelegt.

Bis 2024 sollen zwei Milliarden Euro unter anderem an Investitionszuschüssen an die deutsche Schlüsselindustrie gehen, wie aus dem am Montag öffentlich gewordenen Regelungen hervorgeht. Zudem soll auch der Forschungs- und Entwicklungsbereich etwa mit Blick auf eine schnellere Digitalisierung gefördert werden. Unterstützung sollen auch sogenannte Cluster, also Zusammenschlüsse von Firmen etwa zu Weiterbildung der Beschäftigten, bekommen. Die zwei Milliarden Euro waren bereits im Corona-Konjunkturpaket verankert. Die vom Wirtschaftsministerium vorgelegten Detailregelungen werden nun innerhalb der Regierung abgestimmt.

Das Programm soll ab 2021 in Kraft treten. Investitionen in neue Anlagen für den Umweltschutz sollen mit bis zu 60 Prozent für Großunternehmen und 80 Prozent für kleine und mittlere Firmen unterstützt werden. Für Beratungen und Schulungen sind es 50 beziehungsweise 80 Prozent. Alternativ können im Rahmen der EU-Regelungen auch Kleinbeihilfen von bis zu 800.000 Euro beantragt werden.

Als mögliche Förderprojekte nennt das Papier unter anderem den 3D-Druck, die gemeinsame Nutzung von Produktionsdaten sowie eine Digitalisierung der Lieferketten. „Die Umstellung auf neue Produkte, insbesondere in der E-Mobilität, erfordert eine Anpassung der Produktion“, heißt es im Papier. „Raschere Innovationszyklen fordern flexiblere Produktionsanlagen. Der Kostendruck in der Produktion ist hoch.“

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Technologie
Technologie Hohe Preise, große Hoffnungen: Wie Foldables Smartphone-Innovationen prägen
31.08.2026

Der Smartphone-Markt sucht seit Jahren nach dem nächsten großen Sprung. Samsung glaubt, ihn in faltbaren Geräten und KI gefunden zu...

DWN
Politik
Politik Krankschreibung ab Tag eins: Kippt die geplante Attestpflicht der Koalition?
31.08.2026

Attest ab Tag eins und das mögliche Aus für die telefonische Krankschreibung: Damit will die Bundesregierung den "hohen Krankenstand" der...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Verbraucherpreise: Inflation steigt auf 2,9 Prozent – Energie wird zum Preistreiber
31.08.2026

Tanken, Heizen und Einkaufen könnten für Verbraucher weiter teuer bleiben. Während Energie die Inflation antreibt, geraten Kaufkraft,...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Heckler & Koch erzielt Rekordgewinn und rüstet Produktion auf
31.08.2026

Vor zehn Jahren stand Heckler & Koch am finanziellen Abgrund, heute meldet der Waffenhersteller Rekordzahlen. Steigende...

DWN
Finanzen
Finanzen Tagesgeld-Vergleich (09/2026): Diese Banken bieten die besten Tagesgeld-Zinsen
31.08.2026

Ein Tagesgeld-Konto gilt als sichere und flexible Geldanlage. Doch hinter manchem Spitzenangebot verbergen sich nicht selten Bedingungen,...

DWN
Politik
Politik Topökonom verteidigt Warsh: „Er wurde unfair behandelt“
31.08.2026

Der Markt sucht nach Signalen der amerikanischen Notenbank, nachdem Kevin Warsh als neuer Chef die Forward Guidance abgeschafft hat. Nach...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Ifo-Umfrage: Deutsche Firmen bleiben bei Klimainvestitionen zurückhaltend
31.08.2026

Der klimafreundliche Umbau der deutschen Wirtschaft erfordert erhebliche Investitionen. Eine Ifo-Umfrage zeigt jedoch, dass viele...

DWN
Politik
Politik Schwarzes Meer blockiert: Jetzt rückt Polen als Getreidekorridor auf
31.08.2026

Angriffe auf Schiffe im Schwarzen Meer erhöhen die Nachfrage nach europäischen Agrargütern. In den Häfen herrscht deshalb Hochbetrieb....