Weltwirtschaft

FIRMEN-TICKER vom Mittwoch: 5G soll jetzt "richtig in Schwung" kommen

Lesezeit: 2 min
18.11.2020 11:01  Aktualisiert: 18.11.2020 11:01
Im Folgenden lesen Sie den Firmen-Ticker vom Mittwoch, den 18. November, den wir selbstverständlich laufend für Sie aktualisieren.
FIRMEN-TICKER vom Mittwoch: 5G soll jetzt "richtig in Schwung" kommen
Düsseldorf: Auf dem Fernsehturm "Rheinturm" (dem höchsten Gebäude der Stadt) prangt der Schriftzug "5G". (Foto: dpa)
Foto: David Young

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

AMAZON - Paris: Der weltgrößte Onlinehändler gewinnt neue Kunden durch den Lockdown in Frankreich. Die Aktivitäten hätten zwischen 40 und 50 Prozent zugenommen, sagte der Chef des Frankreich-Geschäfts bei Amazon, Frederic Duval, dem Radiosender Inter Radio. Frankreich, das inzwischen die Schwelle von zwei Millionen registrierten Infektionen überschritten hat, befindet sich seit dem 30. Oktober zum zweiten Mal im Lockdown mit massiven landesweiten Einschränkungen. Der Onlinehändler blickt einem der geschäftigsten Tage des Jahres entgegen - die "Black Friday" genannte Rabattschlacht am 27. November. Duval sagte, die Zeit Ende November "ist sehr wichtig" für die Weihnachtseinkäufe der Franzosen, die dabei sparen könnten. Er hoffe, dass dann auch kleinere Geschäfte wieder öffneten. Ladenbesitzer hatten die Regierung dazu mit Blick auf drohende Einnahmeeinbrüche aufgefordert.

TELEFONICA DEUTSCHLAND - Berlin: Die Tochter des spanischen Telefonica-Konzerns will die 3G-Technik in ihrem O2-Netz bis Ende 2021 komplett in 4G umwandeln. Das sei ein Jahr früher als geplant, teilte der Mobilfunker mit. Dadurch verbessere sich die Sprachqualität bei Telefonaten und Kunden könnten schneller surfen. Zudem würden die Kosten für den Netzbetrieb gesenkt, da 4G- wie auch 5G-Technik energiesparender sei. Marktführer Deutsche Telekom und Vodafone konzentrieren sich inzwischen auf den Aufbau des leistungsstärkeren 5G-Netzes, der bei Telefonica Deutschland laut Technikvorstand Mallik Rao im kommenden Jahr "richtig in Schwung" kommen soll.

MAERSK - Kopenhagen: Steigende Frachtraten vor allem in die USA haben die weltweit größte dänische Schifffahrtsgruppe zuversichtlicher gestimmt. Der Vorstand, der am Vortag bereits seine Jahresziele angehoben hatte, kündigte nun ein Aktienrückkaufprogramm über umgerechnet 1,3 Milliarden Euro an. "Die starken Gewinne und die Generierung von freiem Cashflow im Jahr 2020" erlaubten den Aktienrückkauf.

VA-Q-TEC - Frankfurt: Der Produzent von Thermocontainern und -behältern hat mit einem großen Pharmahersteller Eckpunkte zur Bereitstellung von mehreren tausend Containern vereinbart. Die Hightech-Behälter könnten über mehrere Tage die Temperatur konstant bei bis zu Minus 70 Grad Celsius halten. Diese Anforderung muss zum Transport des Impfstoffs des deutschen Biotechunternehmens Biontech und des US-Konzerns Pfizer erfüllt sein. Die weltweite Auslieferung des Vakzins soll im ersten Quartal beginnen, wenn der Wirkstoff zugelassen wird. Das Unternehmen sei in Gesprächen mit anderen Impfstoff-Herstellern, erklärte va-Q-Tec weiter.

TOURLANE - Berlin: Das Online-Reisebüro für Individualreisen erhält 20 Millionen Dollar von seinen Investoren. Das frische Kapital im Rahmen einer erweiterten Finanzierungsrunde soll dem unter der Corona-Krise leidenden Startup dabei helfen, die Zeit zu überbrücken, bis sich die Nachfrage nach Fernreisen wieder erholt. Das Geld kam unter anderem von Sequoia Capital, Spark Capital, DN Capital, HV Capital sowie den Gründern, wie das Berliner Unternehmen mitteilte. Insgesamt hat das 2016 gegründete Unternehmen inzwischen mehr als 100 Millionen Dollar eingesammelt.

GLOBAL FASHION GROUP – Senningerberg, Luxemburg: Der schwedisch-deutsche Online-Modehändler mit Sitz in Luxemburg hat über eine Kapitalerhöhung 120 Millionen Euro am Finanzmarkt eingesammelt. Es seien 16,5 Millionen neue Aktien für je 7,30 Euro platziert worden, teilte das Unternehmen mit. Die Einnahmen will die Global Fashion Group etwa in die Technologie und die Liefer-Infrastruktur investieren, um den eingeschlagenen Wachstumskurs zu verwirklichen. Wegen der verstärkten Online-Nachfrage in der Corona-Zeit hatte das Unternehmen im dritten Quartal den Sprung in die Gewinnzone geschafft.


Mehr zum Thema:  

DWN
Politik
Politik Frankreichs Staatspräsident Macron beginnt Staatsbesuch in Deutschland
26.05.2024

Das Verhältnis zwischen Frankreich und Deutschland wird oft und gerne gelobt. Erstaunlich ist da schon, dass der letzte richtige...

DWN
Finanzen
Finanzen Deutschlands Kapitalmarkt: Hemmnis für die Finanzierung der Zukunft
26.05.2024

Die heimischen Kapitalmärkte spielen als Finanzierungsquelle deutscher Unternehmen eine untergeordnete Rolle – Bankkredite dominieren...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Europas Herausforderung für die geo-ökonomische Wettbewerbsfähigkeit
26.05.2024

Ökonomen neigen dazu, sich nicht allzu viele Gedanken über die internationale Wettbewerbsfähigkeit eines Landes zu machen....

DWN
Finanzen
Finanzen Service: So vermeiden Sie teure Fehler beim Berliner Testament
26.05.2024

Die Zukunft stets im Blick behalten und optimal vorsorgen. Wenn Sie Ihren Nachlass planen, kann das sogenannte Berliner Testament eine...

DWN
Panorama
Panorama Jubiläum eines Kultkastens: Die rote Telefonzelle wird 100 Jahre alt
26.05.2024

In Deutschland sind sie rar geworden, in England auch. Immerhin gibt es noch hie und da einen der nostalgischen Häuschen. Ein Foto in der...

DWN
Politik
Politik Präsidentschafts-Wahlen in Amerika: Wie Robert F. Kennedy das Rennen aufwirbelt
26.05.2024

Es gibt bei der Präsidentschaftswahl in den USA am 5. November nicht nur Blau gegen Rot, Esel oder Elefanten, Demokaten gegen...

DWN
Politik
Politik Zweiter Teil des DWN-Interviews: Deutsche Offiziere haben Warnungen ignoriert
26.05.2024

In dieser Fortsetzung des Gesprächs mit dem norwegischen Militärexperten Tor Ivar Strømmen (von gestern) erfahren Sie, warum deutsche...

DWN
Technologie
Technologie Künstliche Intelligenz auf Obstplantagen: Schädlinge besser erkennen
26.05.2024

Die Künstliche Intelligenz (KI) erobert immer mehr Bereiche der Wirtschaft. Selbst in der Landwirtschaft könnten Anwendungen in Zukunft...