Politik

Ist der IS zurück? Schwerer Angriff auf Bus-Konvoi nahe Palmyra, Dutzende Elite-Soldaten tot

Der IS hat einen seiner schwersten Angriffe überhaupt durchgeführt.
01.01.2021 15:10
Lesezeit: 1 min
Ist der IS zurück? Schwerer Angriff auf Bus-Konvoi nahe Palmyra, Dutzende Elite-Soldaten tot
Zwei gefangene IS-Kämpfer. (Foto: dpa) Foto: Chris Huby

Kehrt der Islamische Staat (IS) zu alter Stärke zurück? Bei einem Angriff auf drei Busse nahe Palmyra im Osten des Landes haben die Rebellen mindestens 20, vielleicht auch mehr als 30 Menschen getötet und mindestens 13 schwer verletzt. Darüber berichten unterschiedliche Quellen, unter anderem „Al Jazeera“ sowie die „Al-Masdar News“ (AMN). Danach hätten sich in den Bussen vor allem Soldaten sowie Söldner, die Präsident Assad unterstützen, aber auch eine Reihe von Zivilisten befunden. Insgesamt seien drei Busse angegriffen worden, zunächst mit Bomben, anschließend seien sie unter Feuer genommen worden. Zwei Busse sei die Flucht gelungen. In der abgelegenen, nur schwach besiedelten Region befinden sich eine Reihe von Militär-Stützpunkten, zu denen die Soldaten nach ihrem Heimaturlaub zurückkehren wollten. Bei den Soldaten soll es sich um Angehörige der syrischen Elite-Einheit „Vierte Brigade“ gehandelt haben.

Es handelt sich um einen der tödlichsten Angriffe, seitdem der IS vor rund drei Jahren aus der Region vertrieben wurde, und vermutlich um den tödlichsten dieses Jahres.

Sowohl die russische Luftwaffe als auch die syrische Armee haben Vergeltungsschläge durchgeführt. Die russischen Luftschläge sollen hohe Verluste unter IS-Einheiten angerichtet haben, genauso wie der syrische Artillerie-Beschuss. Inwiefern diese Angaben der Realität entsprechen, kann nicht verifiziert werden.

Laut Bewohnern der Region und Quellen des syrischen Geheimdienstes nehme die Zahl der IS-Angriffe in den vergangenen Monaten wieder zu. Möglich ist, dass einheimische Beduinen-Stämme dabei Unterstützung leisten. Nach Angaben von Nomaden-Stämmen in der Region hätten iranische Kämpfer – die Assad unterstützen – zahlreiche Hinrichtungen wegen des Verdachts auf Unterstützung des IS durchgeführt. Dadurch sei wiederum die Bereitschaft gestiegen, auf Seiten der „Gotteskrieger“ zu kämpfen.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Finanzen
Finanzen Frankreich zieht Goldreserven aus den USA ab: Welche Folgen hat das für Europa?
08.04.2026

Frankreich ordnet seine Goldreserven neu und verlagert zentrale Bestände aus den USA nach Europa. Steht Europa damit vor einer...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Energiepreis-Entlastung: Streit in der Koalition verschärft sich
08.04.2026

Die Hoffnung auf sinkende Energiepreise nach geopolitischer Entspannung erfüllt sich bislang nicht. Stattdessen rückt die...

DWN
Finanzen
Finanzen Ölpreis aktuell unter Druck: Märkte reagieren auf Feuerpause
08.04.2026

Nach politischen Signalen der Entspannung fällt der Ölpreis aktuell deutlich. Anleger reagieren nervös, während Unsicherheiten weiter...

DWN
Politik
Politik Trump droht mit 50-Prozent-Zöllen gegen Iran-Partner – das könnten die Folgen sein
08.04.2026

Mit drastischen 50-Prozent-Zöllen erhöht Donald Trump den Druck auf Irans Unterstützer. Gleichzeitig kündigt er weitreichende...

DWN
Politik
Politik Ungarn vor entscheidenden Wahlen: Orbán setzt gleichzeitig auf die USA und Russland
08.04.2026

Viktor Orbán verschärft im Wahlkampf seinen außenpolitischen Kurs und setzt zugleich auf Unterstützung aus Washington und Moskau....

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Netflix verliert Verfahren in Italien: Drohen Milliarden-Rückforderungen?
08.04.2026

Das Urteil eines italienischen Gerichts setzt Netflix in Europa unter juristischen Druck. Könnte der Fall eine Welle neuer Verfahren...

DWN
Finanzen
Finanzen Krypto-Wallet-Vergleich: So verwalten Sie Bitcoin & Co. sicher – die besten digitalen Geldbörsen
08.04.2026

In digitalen Geldbörsen verwalten Nutzer Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ether und bewahren sie sicher auf. Doch welches Krypto-Wallet...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Deutsche Exporteure: Wachstum erwartet – doch Risiken für Exporte steigen
08.04.2026

Die deutsche Exportwirtschaft trotzt internationalen Konflikten und blickt weiterhin nach vorn. Doch steigende Risiken in Lieferketten und...