Politik

Frankreich: Polizei stürmt illegale Silvesterparty mit 2.500 Ravern - Eskalation und Gewalt

Lesezeit: 1 min
01.01.2021 19:32  Aktualisiert: 01.01.2021 19:32
In Frankreich haben Polizisten eine Silvesterparty mit über 2.500 Personen gestürmt. Es handelte sich dabei um eine Techno-Party. Doch die Situation eskalierte. Es kam zu Ausschreitungen. Ein Polizeiauto wurde in Brand gesetzt.
Frankreich: Polizei stürmt illegale Silvesterparty mit 2.500 Ravern - Eskalation und Gewalt
Die illegale Silvesterparty in Frankreich. (Foto: dpa)

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

In Frankreich haben sich zum Jahreswechsel Tausende auf mehreren illegalen Großpartys getroffen. Bei einer Veranstaltung südlich der bretonischen Stadt Rennes waren etwa 2.500 Menschen anwesend, wie die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf das Département Ille-et-Vilaine am Freitag berichtete. Die Feiernden waren demnach auch aus anderen französischen Départements und sogar aus dem Ausland angereist. Es handelte sich dabei um eine illegale Techno-Party. Als die Polizei versuchte, die Party aufzulösen, kam es zu massiven Ausschreitungen. Die Party-Teilnehmer waren Steine und Flaschen auf die Beamten. Während ein Polizeiauto in Brand gesetzt wurde, wurden drei weitere Dienstwagen weitgehend zerstört. Einige der jungen Franzosen riefen „Frohes Neues Jahr“, nachdem sie das Polizeiauto in Brand gesetzt hatten. Die französische Ministerin Emmanuelle Wargon sprach im Gespräch mit „BFMTV“ von einem „völlig unverantwortlichen Verhalten“ der Partyteilnehmer. Seltsam ist nur, dass die Party-Teilnehmer in den sozialen Medien als „Helden“ gefeiert werden.

Aus Videos gehen verschiedene Szenen von der Techno-Party hervor - HIER und HIER.

„Wir haben eine Flut von Autos ankommen sehen, niemand konnte etwas tun. Zur Konfrontation über zu gehen, wäre schwierig gewesen. Sie waren gut vorbereitet. Wir haben den Schlag nicht kommen sehen“, zitiert „Ouest France“ die Bürgermeisterin von Lieuron, Rose-Line Prévert.

Die Präfektur gibt an, dass die Staatsanwaltschaft eine Untersuchung wegen „rechtswidriger Organisation einer festlichen Versammlung musikalischer Art“, „vorsätzlicher Gewalt gegen Personen der öffentlichen Autorität“, „Beschädigung des Eigentums anderer während einer Versammlung“, „rechtswidrige Führung eines Trinkbetriebs“ und „Verstöße gegen das Betäubungsmittelschutzgesetz“ eingeleitet hat.


Mehr zum Thema:  

DWN
Finanzen
Finanzen Wendejahr 2020: China zieht erstmals die höchsten Direktinvestitionen an

Zum ersten Mal in der neueren Geschichte konnte China so viele ausländische Direktinvestitionen anziehen wie kein anderes Land der Welt...

DWN
Politik
Politik In Europas Metropolen beginnen Corona-Unruhen

In den Niederlanden, Dänemark und Spanien fanden am Wochenende gewaltsame Anti-Corona-Proteste statt. Besonders große Unruhen fanden in...

DWN
Deutschland
Deutschland Schock-Umfrage: 175.000 Unternehmen sehen sich von Insolvenz bedroht

Zahlreiche deutsche Unternehmen stehen nach eigenen Angaben vor dem Aus. Das geht aus einer aktuellen DIHK-Umfrage hervor.

DWN
Finanzen
Finanzen EZB betritt gefährliches Neuland: Manipulation der Renditespannen

Die EZB eskaliert die Manipulation des Anleihemarktes. Mit verstärkten Wertpapierkäufen will sie die Renditen zwischen guten und...

DWN
Finanzen
Finanzen Konkurrenz zum Bargeld: EU-Pläne zu digitalem Euro werden konkret

Die EU-Kommission unterstützt die Pläne der Europäischen Zentralbank zur Einführung eines digitalen Euros. Wirtschaft und Finanzwesen...

DWN
Politik
Politik Bundesregierung erneut im Panikmodus: „Ausbreitung von gefährlichen Corona-Varianten“

Noch steht sie am Anfang - doch die Ausbreitung der hochansteckenden Corona-Varianten in Deutschland droht sich rasant zu beschleunigen,...

DWN
Politik
Politik EU legt Sanktionspläne gegen Türkei auf Eis

Die geplanten neuen EU-Sanktionen gegen die Türkei werden zunächst nicht verhängt. Hintergrund sind die aktuellen Bemühungen um eine...

DWN
Politik
Politik Die Corona-Krise führt zum Zusammenbruch der Nationalstaaten

Die Corona-Maßnahmen haben die Staatsschulden der Nationen und die Schulden der Unternehmen in astronomische Höhen schnellen lassen. Die...

DWN
Politik
Politik Am 20. März 2021: Reichsbürger oder Provokateure planen neue Aktion vor dem Reichstag

Aus Social Media-Recherchen der DWN geht hervor, dass Reichsbürger oder Provokateure am 20. März 2021 zu einer neuen Kundgebung vor dem...

DWN
Deutschland
Deutschland Regierung: Bürger können bald Corona-Tests für zuhause kaufen

Die Deutschen sollen bald Zugang zu Heimtests bekommen. Das Bundesgesundheitsministerium plant eine entsprechende Änderung der...

DWN
Politik
Politik Italien: Die eigenen Abgeordneten rufen Premier Conte zum Rücktritt auf

Medienberichten zufolge könnte Ministerpräsident Conte bereits am Dienstag seinen Rücktritt einreichen, um in der Folge eine neue...

DWN
Politik
Politik Medienberichte: Frankreich droht ein dritter Lockdown

Präsident Emmanuel Macron könnte noch in dieser Woche landesweite Ausgangsbeschränkungen verkünden, berichten französische Medien....

DWN
Finanzen
Finanzen Ausgabe "grüner" Anleihen erreicht neues Rekordniveau

Grüne Anleihen sind gefragt wie nie. Nach der Rekordemission im letzten Jahr wird auch für 2021 ein neuer Rekord erwartet.

DWN
Politik
Politik US-Flugzeugträger sorgt für neue Spannungen mit China

China hat die Entsendung des US-Flugzeugträgers «USS Theodore Roosevelt» in das umstrittene Südchinesische Meer kritisiert. Doch auch...