Deutschland

Virologin meint, Schwangere und Frauen mit Kinderwunsch können sich impfen lassen

Lesezeit: 1 min
10.02.2021 16:08  Aktualisiert: 10.02.2021 16:08
Die Virologin Sandra Ciesek meint, dass aktuell eine Fehlinformationskampagne gegen Impfstoffe im Zusammenhang mit Schwangeren und Frauen mit Kinderwunsch laufen würde, wonach Impfstoffe zu einer Unfruchtbarkeit führen würden. Doch das sei ein Gerücht, behauptet sie.
Virologin meint, Schwangere und Frauen mit Kinderwunsch können sich impfen lassen
Eine medizinische Fachangestellte setzt bei einem Probedurchlauf im Impfzentrum Bamberg bei einer Dame die Kanüle zur Impfung an. (Foto: dpa)
Foto: Nicolas Armer

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Schwangere und Frauen mit Kinderwunsch müssen der Frankfurter Virologin Sandra Ciesek zufolge keine Angst vor einer Corona-Impfung haben. Der «Mythos», dass die Impfung unfruchtbar mache, mache vielen Frauen Angst, sagte Ciesek im NDR-Podcast «Coronavirus-Update». Solche «Fehlinformationskampagnen» würden das Vertrauen in die Impfstoffe untergraben. Es handle sich um «ein Gerücht».

«Es macht biologisch keinen Sinn und es gibt medinzisch keine Hinweise, dass dieses Gerücht wirklich stimmt und dass die Fruchtbarkeit beeinträchtigt wird durch die Impfung und die Antikörper, die gegen das Spike-Protein gebildet werden», sagte die Direktorin des Instituts für Medizinische Virologie am Universitätsklinikum Frankfurt. Seit Beginn der Pandemie habe es weltweit Millionen Infektionen gegeben. «Es gibt keinerlei Hinweise oder Berichte, dass das zu einer Unfruchtbarkeit bei Frauen geführt hätte - da werden ja auch Antikörper gebildet.»

Auch Schwangere könnten sich impfen lassen. Zwar würden Impfstoffe in frühen Studienphasen nicht an Schwangeren getestet. «Das heißt aber nicht, dass das Unternehmen hier eine spezielle Gefahr sehen würde», sagte Ciesek. Es sei vielmehr «das normale Vorgehen», dass man neue Präparate nicht an sensiblen Gruppen wie Kleinkindern oder Schwangeren teste. «Die Erkrankung ist prinzipiell gefährlicher für Schwangere als die Impfung.»


Mehr zum Thema:  

DWN
Politik
Politik Warnschüsse im Schwarzen Meer: Russland zeigt Großbritannien seine Grenzen auf

Ein britischer Zerstörer ist russischen Angaben zufolge mit Warnschüssen am Befahren russischer Hoheitsgewässer gehindert worden.

DWN
Deutschland
Deutschland ifo-Institut: Weitere Erhöhung des Rentenalters ist unvermeidbar

Das ifo-Institut warnt vor einer Überlastung des Bundeshaushalts durch Renten. Ohne Korrekturen müsse künftig ein Großteil des...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Europas Gasreserven schrumpfen - Preise schiessen nach oben, lösen Flucht zurück zur Kohlekraft aus

Europas Reservebestände bei Erdgas sind dieses Jahr ungewöhnlich gering. Die Kohleverstromung ist auf dem Vormarsch.

DWN
Politik
Politik Lagebericht Zentralasien: Pakistan lehnt Stationierung von US-Spezialeinheiten ab

Der pakistanische Premierminister Imran Khan schließt eine Stationierung von amerikanischen Spezialkräften in Pakistan aus - ein...

DWN
Finanzen
Finanzen Cannabis auf Rezept: Gegen diese Krankheiten wirkt die Heilpflanze

Cannabis ist vielen nur als Droge bekannt. Dabei nutzen Menschen das Kraut seit Jahrtausenden auch als Heilpflanze. Seit 2017 können...

DWN
Politik
Politik EU-Kommission geht gegen Ungarns Gesetz zu Sexualität vor

«Dieses ungarische Gesetz ist eine Schande»: Mit deutlichen Worten verurteilt die EU-Kommission das Vorgehen der Orban-Regierung.

DWN
Finanzen
Finanzen Dax: Lustloser Markt dümpelt zum Handelsauftakt vor sich hin - nachmittags Zahlengewitter aus den USA

Die Anleger brauchen dringend neue Impulse. Möglicherweise kommen sie nachmittags.

DWN
Deutschland
Deutschland Finanzministerium: Deutscher Staat würde von globaler Steuerreform profitieren

Das Bundesfinanzministerium rechnet auf Basis vorliegender Studien mit einem positiven Effekt der geplanten globalen Steuerreform für...