Finanzen

Erster Schritt zum Billionen-Konjunkturpaket aus den USA erfreut deutsche Anleger

Die Börsen haben sich in der vergangenen Woche etwas labil gezeigt. Heute Morgen hingegen haben sie sehr fest eröffnet.
01.03.2021 11:04
Aktualisiert: 01.03.2021 11:04
Lesezeit: 1 min
Erster Schritt zum Billionen-Konjunkturpaket aus den USA erfreut deutsche Anleger
Nachmittags warten die Anleger wieder auf Konjunkturdaten. (Foto: dpa)

Das deutsche Leitbarometer hat heute Morgen bis 11 Uhr MEZ 1,1 Prozent auf 13.940 Zähler gewonnen.

Die Anleger freuen sich über positive Nachrichten aus den USA: Denn am Wochenende hat das Repräsentantenhaus das geplante US-Konjunkturpaket, das 1,9 Billionen Dollar schwer ist, akzeptiert – allerdings nur mit einer knappen Mehrheit. Damit haben die US-Amerikaner einen ersten Schritt gemacht, um die Maßnahme umzusetzen. Jetzt muss noch der Senat zustimmen.

Aus China wurden allerdings weniger positiven Nachrichten vermeldet. So hat sich der CAIXIN-Produktionsindex im Februar gegenüber dem Vormonat um 0,6 Prozentpunkte abgeschwächt. Diesmal landete das Stimmungsbarometer bei 50,9 Punkten und blieb hinter den Erwartungen zurück, die bei 51,2 Einheiten gelegen hatten.

Dies ist der niedrigste Wert seit Juni 2020, aber immer noch in der Wachstumszone, weil das Niveau über 50 Zählern liegt. Conclusio: Der Aufwärtstrend in China hält an, auch wenn er sich nun in schwächerer Form zeigt.

Mögliche Impulse könnte es heute Nachmittag geben, wenn in Deutschland und in den USA wieder Konjunkturdaten publiziert werden. Hierzulande werden um 14 Uhr MEZ die Verbraucherpreis-Indizes veröffentlicht.

Dann folgen die Daten aus den USA, die um 16 Uhr MEZ den Anlegern präsentiert werden. Es geht um unterschiedliche Bereiche – beispielsweise um die Konstruktionsausgaben im Januar oder um die Frage, wie groß die Zahl der Aufträge im verarbeitenden Gewerbe im Februar gewesen ist.

Die Veröffentlichtung der Statistiken könnte dem Dax weitere Schübe geben, die der Index auch nötig hat. Denn das deutsche Leitbarometer war am Freitag um 0,7 Prozent auf 13.786 Zähler zurückgegangen. Infineon hat 1,8 Prozent auf 36 Euro gewonnen und lag damit an der Spitze der Tagesgewinner. Die Nummer zwei war hier Volkswagen, das 1,1 Prozent auf 173,02 Euro zulegte. Danach nahm Fresenius mit einem Plus 0,6 Prozent auf 35,44 Euro den dritten Rang ein.

Doch es gab auch Verlierer: Die Deutsche Bank hat 3,5 Prozent auf 10,21 Euro eingebüßt. Beiersdorf verlor 3,2 Prozent auf 81,90 Euro und lag in dieser Tabelle auf dem zweiten Platz, gefolgt von Covestro, das drei Prozent auf 59,96 Euro nachgab.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Staatliche Datenkontrolle treibt Verbraucher in die digitale Schattenwirtschaft

Deutschland befindet sich im Jahr 2026 in einer paradoxen wirtschaftspolitischen Situation. Während die Bundesregierung versucht, durch...

Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Wert der genannten Aktien, ETFs oder Investmentfonds unterliegt auf dem Markt Schwankungen. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Mehr Informationen finden Sie in den jeweiligen Unterlagen und insbesondere in den Prospekten der Kapitalverwaltungsgesellschaften.

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Panorama
Panorama DWN-Wochenrückblick KW 11: Die wichtigsten Analysen der Woche
13.03.2026

Im DWN Wochenrückblick KW 11 aus dem Jahr 2026 fassen wir die zentralen wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen der vergangenen...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Insolvenzwelle in Deutschland: Höchststand seit über einem Jahrzehnt
13.03.2026

Die wirtschaftliche Anspannung in Deutschland erreicht einen neuen Peak: Im Jahr 2025 stieg die Zahl der Unternehmensinsolvenzen auf den...

DWN
Technologie
Technologie Biometrische Daten: BKA und Bundespolizei erhalten neue Befugnisse
13.03.2026

Das BKA und die Bundespolizei sollen künftig biometrische Daten aus dem Internet nutzen dürfen. Kritiker warnen vor Bürgerrechtsrisiken,...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Iran-Krieg treibt Ölpreise nach oben: EZB wägt Zinsentscheidung neu ab
13.03.2026

Der Iran-Krieg sorgt für neue Unsicherheit an den Energiemärkten und verändert die Erwartungen an die Zinspolitik der Europäischen...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Europäische Verteidigungstechnik: Deutsches Drohnenunternehmen steigt bei HEVI Optronics ein
12.03.2026

Ein deutsches Drohnenunternehmen steigt beim estnischen Sensorhersteller HEVI Optronics ein und übernimmt eine Mehrheitsbeteiligung....

DWN
Politik
Politik Konflikt im Persischen Golf: Trump ruft zur Nutzung der Straße von Hormus auf
12.03.2026

US-Präsident Donald Trump sieht die USA im Konflikt mit dem Iran militärisch im Vorteil und fordert Ölfirmen auf, die Straße von Hormus...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Autoindustrie in der Krise: Warum 2026 wieder besser werden könnte
12.03.2026

Die Gewinne brechen ein, die Unsicherheit wächst – doch die deutsche Autoindustrie setzt auf eine Wende. Warum Experten ausgerechnet...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Zalando: Schließung in Erfurt überschattet starkes Wachstum
12.03.2026

Zalando meldet starkes Wachstum, steigende Umsätze und Fortschritte bei KI. Doch die Schließung des großen Logistikstandorts in Erfurt...