Deutschland

Oskar Lafontaine nennt Kanzlerin Merkel „US-Vasallin“

Oskar Lafontaine nimmt in letzter Zeit kein Blatt mehr vor den Mund. Er meint, dass Kanzlerin Angela Merkel eine „US-Vasallin“ sei. Die „Kriegshetze“ gegen Russland und China nehme zu.
21.04.2021 21:28
Aktualisiert: 21.04.2021 21:28
Lesezeit: 1 min
Oskar Lafontaine nennt Kanzlerin Merkel „US-Vasallin“
Sahra Wagenknecht und Oskar Lafontaine. (Foto: dpa) Foto: Rolf Vennenbernd

Der Oppositions-Führer im Saarland, Oskar Lafontaine, hat eine klare Meinung zum Ukraine-Konflikt. Über Facebook teilte er mit:

„Jetzt auch die Ukraine in die Nato?

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selensky wirbt für einen schnellen Beitritt seines Landes in die Nato. Das ist ein Spiel mit dem Feuer.

Ein Blick auf die Landkarte zeigt, dass die aggressivste und stärkste Militärmacht der Welt, die USA, seit Jahren Russland und China einkreist. Da auch Russland und China imperiale Mächte sind, muss sich jeder klar Denkende die Frage stellen, wie lange das gut gehen kann.

Was Russland angeht: Man kann sich vorstellen, wie Gorbatschow sich fühlt, wenn er sieht, was passiert, nachdem der Warschauer Pakt aufgelöst und die russischen Truppen aus Osteuropa abgezogen wurden. Gäbe es so etwas wie ein geschichtliches Bewusstsein und einen Funken Anstand in der Berliner Außenpolitik, dann wüssten Merkel, Maas und die übrigen US-Vasallen, dass es nach über 26 Millionen Toten, die der Krieg Hitlers in der Sowjetunion zur Folge hatte, und nach der Friedenspolitik Gorbatschows, die Pflicht Deutschlands wäre, sich dieser aggressiven US-Politik zu widersetzen. Aber das Gegenteil passiert: Die Kriegshetze gegenüber Russland und in zunehmendem Maße auch gegenüber China in Politik und Medien nimmt zu.

Während das gegen Russland gerichtete Manöver ,Defender Europe 2021' mit 30.000 Soldaten aus 26 Ländern läuft - darunter befinden sich auch mit der Ukraine und Georgien zwei Staaten, die unmittelbar an der russischen Grenze liegen –, jammern die westlichen Medien wieder über die aggressive Moskauer Politik, weil Russland seine Truppen an der ukrainischen Grenze verstärkt. Das Lügen geht weiter: Die Einkreisung Russlands ist ,Verteidigung'. Offensichtlich sind die westlichen ,Sicherheitspolitiker' unfähig, sich vorzustellen, was passieren würde, wenn russische oder chinesische Truppen in Kanada oder Mexiko stationiert würden.

Dabei wäre es im unübersehbaren Interesse Deutschlands und Europas, in dieser neuen weltpolitischen Situation eine vermittelnde Rolle zwischen den USA auf der einen Seite und Russland und China auf der anderen Seite einzunehmen. Wenn die europäischen Regierungen das nicht bald erkennen, dann gilt Gorbatschows Satz: Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.“

Mehr zum Thema:

Paukenschlag durch Lafontaine: Die Grünen sind US-gesteuert und Baerbock befürwortet Einkreisung Russlands

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Edelmetalle in einer neuen Marktphase

Gold über 5.500 US-Dollar, Silber über 100 US-Dollar pro Unze

DWN
Finanzen
Finanzen Finanzmärkte 2026: Welche Risiken Anleger beachten müssen
31.01.2026

Die Kapitalmärkte treten in eine Phase erhöhter Unsicherheit, geprägt von Technologieumbrüchen, geopolitischen Spannungen und...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft KI-Welthandel: Wie Datenzentren den globalen Handel neu beleben
31.01.2026

Zölle bremsen, doch Technologie beschleunigt. Während protektionistische Maßnahmen den Welthandel belasten, entwickelt sich künstliche...

DWN
Finanzen
Finanzen Finanzabteilungen vor dem Kollaps? Warum 2026 alles ändert
31.01.2026

2026 wird zum Schicksalsjahr für Finanzabteilungen: KI verspricht Effizienz, Regulierung droht mit Sanktionen – und beides trifft jetzt...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Volvo EX60: Schwedens Antwort auf den BMW iX3 und den Mercedes GLC
31.01.2026

Volvo will sich mit einem neuen Elektro-SUV im Premiumsegment strategisch neu ausrichten. Gelingt es dem Hersteller damit erstmals,...

DWN
Finanzen
Finanzen Trotz niedrigem Kakaopreis: Hoher Schokoladenpreis bremst die Nachfrage
31.01.2026

Obwohl der Kakaopreis seit Monaten deutlich fällt, wird Schokolade spürbar teurer. Während die Umsätze aufgrund des hohen...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Macrons kurioser Auftritt in Davos: Sonnenbrille sorgt für Kurssprung der iVision Tech-Aktie
31.01.2026

Macrons Sonnenbrille löste bei seinem Auftritt in Davos eine ungewöhnliche Marktreaktion aus. Die mediale Aufmerksamkeit katapultierte...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Europas Schienengüterverkehr unter Druck: Deutlicher Rückgang der Transportleistungen
31.01.2026

Der europäische Schienengüterverkehr verliert europaweit an Bedeutung. Welche Ursachen stehen hinter dieser Entwicklung und welche Folgen...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Börsen: Erstarkender Dollar drückt Aktien und Edelmetalle ins Minus
30.01.2026

Die US-Börsen beendeten den Freitag mit Verlusten. Der Dollar legte zu, während die Preise für Gold und Silber drastisch einbrachen.