Politik

In Moskau: Sachsens Ministerpräsident ruft zum Dialog mit Russland auf

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat sich nach seiner Ankunft in Moskau für einen Dialog mit Russland ausgesprochen.
21.04.2021 21:58
Aktualisiert: 21.04.2021 21:58
Lesezeit: 1 min

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat sich nach seiner Ankunft in Moskau für einen Dialog mit Russland ausgesprochen. „Sachsen versteht sich als Brücke Deutschlands in den Osten. Statt Sprachlosigkeit ist die Wiederbelebung des Gesprächs aus meiner Sicht auf allen Ebenen bitter nötig“, schrieb der CDU-Politiker am Mittwochabend auf Twitter. Er plane in Moskau Gespräche zu „Politik, Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur“, so Reuters.

Im Vorfeld hatte es Kritik an der Reise gegeben. Das US-Konsulat in Leipzig schrieb am Mittwoch auf Twitter. „Wir sollten das unredliche Verhalten Russlands nicht tolerieren oder entschuldigen, ob es sich nun um Desinformation, Hackerangriffe, die Vergiftung und Inhaftierung von Aktivisten oder die Verschärfung regionaler Konflikte handelt“, schrieb das US-Konsulat zu einem Retweet, in dem von einem „falschen Zeitpunkt“ der Reise Kretschmers die Rede ist. „Wir müssen Russland deutlich machen, dass Taten Folgen haben“, fügte das Konsulat hinzu. Aus SPD und Grünen gab es die Forderung, Kretschmer müsse kritische Themen wie den Gesundheitszustand des inhaftierten russischen Oppositionspolitikers Alexej Nawalny oder den russischen Truppenaufmarsch an der ukrainischen Grenze ansprechen.

Offizieller Anlass ist die Eröffnung der Ausstellung „Träume von Freiheit. Romantik in Russland und Deutschland“, die mit Dresdner Kunstwerken im Rahmen des Deutschlandjahres in Russland am Donnerstag eröffnet wird. Regierungssprecherin Ulrike Demmer sagte in Berlin, dass die Bundesregierung von der Reise vorab informiert gewesen sei. Das Auswärtige Amt fördert die Ausstellung zum Teil. Auch Kanzlerin Angela Merkel und Außenminister Heiko Maas hatten sich für Gesprächskanäle mit Moskau gerade in angespannten Zeiten ausgesprochen.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Gold als strategischer Anker: Warum physische Substanz zählt

Wo sich die wirtschaftlichen Gewichte grundlegend verschieben, suchen Unternehmen sowie Privatanlegerinnen und Privatanleger nach...

DWN
Unternehmen
Unternehmen UniCredit-Chef Orcel wirbt im Übernahmekampf um Commerzbank-Mittelstand
02.11.2026

Im Übernahmeringen um die Commerzbank geht UniCredit in die Offensive: Konzernchef Andrea Orcel verspricht deutschen Firmenkunden mehr...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Welthandel zieht an: Chinas Containerboom könnte täuschen
02.11.2026

Der weltweite Containerumschlag steigt im September kräftig. Vor allem chinesische Häfen treiben den Zuwachs. Doch ein Feiertagseffekt...

DWN
Finanzen
Finanzen Rheinmetall-Aktie: Kampf um Stabilität – vor Quartalszahlen zählen Lieferungen und Cashflow
02.11.2026

Rheinmetall steht vor wichtigen Quartalszahlen. Nach dem kleinen Rückschlag zum Wochenschluss sollen sie und weitere erfüllte Aufträge...

DWN
Finanzen
Finanzen Bitcoin-Kurs aktuell: ETF-Abflüsse bremsen die Erholung
02.11.2026

Der Bitcoin-Kurs zeigt sich zum Start in die neue Börsenwoche kaum bewegt. Nach einem schwachen Ausklang der vergangenen Handelswoche...

DWN
Politik
Politik Private Krankversicherung: PKV-Beiträge 2027 steigen für mehr als die Hälfte der Privatversicherten
02.11.2026

Zum Jahreswechsel 2026/2027 drohen vielen Privatversicherten deutliche Mehrkosten. Der PKV-Verband erwartet für rund 53 Prozent der...

DWN
Immobilien
Immobilien Immobilienkauf: Für viele junge Deutsche nur mit Hilfe der Familie finanzierbar
02.11.2026

Der Kauf des eigenen Hauses oder einer Wohnung ist vor allem in den Ballungsräumen nach wie vor sehr teuer. Wer keine finanzstarke Familie...

DWN
Politik
Politik Russland-Expertin: Die Wirtschaft wird Putin nicht stoppen
02.11.2026

Die russische Wirtschaft ist ein Instrument für die politische Richtung des Kremls, kein Kompass. Der Kurs bleibt auch unter...

DWN
Politik
Politik Robert Habeck warnt vor Putins nächster Falle: „Wir dürfen nicht wieder wegsehen“
01.11.2026

Europa hat die Gefahr durch Putin lange unterschätzt. Der frühere Wirtschaftsminister Robert Habeck fürchtet, dass sich dieser Fehler in...