Technologie

Ford zieht mit, steigert Ausgaben für E-Autos massiv

Ford weitet unter dem Druck schärferer Klimavorgaben seine Investitionen in die Elektrifizierung massiv aus. Doch so extrem wie der US-Marktführer General Motors plant die Nummer zwei dann doch nicht.
26.05.2021 17:21
Lesezeit: 1 min
Ford zieht mit, steigert Ausgaben für E-Autos massiv
Jim Farley, CEO der Ford Motor Company, am 19. Mai bei der Vorstellung des neuen vollelektrischen Pickup-Trucks F-150 Lightning. (Foto: dpa) Foto: Dominick Sokotoff

Der zweitgrößte US-Autobauer kündigte am Mittwoch an, die Ausgaben für neue Elektroautos und die Entwicklung von Batterien bis 2030 um mehr als ein Drittel auf über 30 Milliarden Dollar zu steigern. Bisher waren 22 Milliarden Dollar eingeplant. Nach Ansicht von Analysten muss der Konzern aus Dearborn bei der Elektrifizierung aufholen, um nicht von anderen Autobauern abgehängt zu werden.

US-Marktführer General Motors hat angekündigt, die Produktion bis 2035 komplett auf E-Autos umzustellen. So weit geht Ford nicht.

Der Konzern, der bei E-Autos in Europa mit Volkswagen zusammenarbeitet, peilt bis zum Ende des Jahrzehnts bei batteriegetriebenen Fahrzeugen einen Anteil von 40 Prozent seines weltweiten Absatzes an. Das Unternehmen hatte jüngst den vollelektrischen SUV Mustang Mach-E auf den Markt gebracht und plant die Einführung je einer elektrischen Version des Transporters Transit und des Pickup-Bestsellers F-150.

"Das ist unsere größte Chance für Wachstum und Wertschöpfung seit Henry Ford mit dem Model T begann", erklärte Konzernchef Jim Farley. Mit dem Model T hatte Ford zu Anfang des vergangenen Jahrhunderts die Grundlage für die Massenproduktion von Autos gelegt.

Auch in die Entwicklung von Batterien für E-Autos steigt Ford ein und hat sich dafür an dem Startup Solid Power beteiligt, das an kostengünstigen Festköperzellen arbeitet. Vergangene Woche erst hatte der Autobauer ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem südkoreanischen Hersteller SK Innovation angekündigt, das in zwei Werken in den USA Batteriezellen produzieren soll.

Auch an der Softwareentwicklung arbeitet Ford. Die Zahl der Fahrzeuge, deren Systeme übers Internet auf dem neuesten Stand gehalten werden können, soll noch in diesem Jahr auf eine Million steigen. Bis 2028 sollen es 33 Millionen Fahrzeuge sein.

Ford kündigte außerdem die Gründung einer neuen Unternehmenseinheit an, die sich auf gewerbliche und staatliche Kunden konzentrieren soll - ein Segment, in dem Farley große Wachstumschancen sieht. In Europa nutzt Ford gegen Lizenzgebühr den von Volkswagen entwickelten Elektrobaukasten MEB. Dazu wird das Kölner Werk des US-Autobauers zu einem europäischen Zentrum für Elektroautos umgebaut.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Politik
Politik Er war Bill Clintons engster Berater – nun sieht er eine einzigartige Möglichkeit, nach Trump die Macht zu übernehmen
01.07.2026

Doug Sosnik war einer der engsten Berater von Bill Clinton. Heute räumt er ein, dass die Demokraten den schleichenden Verlust ihrer...

DWN
Finanzen
Finanzen Wären Sie gern ein besserer Investor? KI kann helfen, doch Experten sind uneins, ob sie das sollte
01.07.2026

KI-Agenten analysieren Märkte, bauen Portfolios und führen teils schon selbstständig Trades aus. Doch während Broker eine neue...

DWN
Politik
Politik Ex-Kanzlerin Merkel leuchtet: Porträt für Kanzlergalerie enthüllt
01.07.2026

Mehrere Monate stand Angela Merkel in einem Atelier in Berlin-Mitte immer wieder Modell für ihr offizielles „Staatsporträt“. Es sei...

DWN
Politik
Politik AfD-Parteitag in Erfurt: GdP warnt vor Mangel an Einsatzkräften
01.07.2026

In Erfurt hält die AfD am kommenden Wochenende ihren Bundesparteitag ab. Laut Kopelke geht die Polizei in Thüringen von bis zu 50.000...

DWN
Finanzen
Finanzen Bargeld-Comeback: Läden in Schweden müssen Bargeld annehmen
01.07.2026

Schweden ist Vorreiter in Sachen bargeldlose Gesellschaft. Fast alles läuft über Karte oder Handy. Doch jetzt sollen zumindest manche...

DWN
Politik
Politik Neue Regeln für „Demokratie leben!“: Prien bezieht Verfassungsschutz ein
01.07.2026

Die Familienministerin hat neue Vorgaben für die Förderung von Initiativen gegen Extremismus und für Vielfalt entworfen. Dieses Jahr...

DWN
Panorama
Panorama Vier Buchempfehlungen für die Liege: Was Entscheider diesen Sommer unbedingt lesen sollten
01.07.2026

Das Tablet ist geladen, der Sonnenschirm steht, die E-Mails dürfen warten. Wir haben vier Wirtschaftsbuch-Empfehlungen für Sie, die den...

DWN
Immobilien
Immobilien Mieten statt Kaufen: Deutschland bleibt das Land der Mieter in Europa
01.07.2026

Eigenheim - Nein, danke? In Deutschland ist das Interesse nach einer eigenen Immobilie im europaweiten Vergleich am geringsten ausgeprägt....